wissenswert - BVS

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AUSGABE 032011 WISSENSWERT Das Kundenmagazin der Bayerischen Verwaltungsschule Erfolgreich abgeschlossen: Die lernerorientierte Qualitätstestierung ...

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WISSENSWERT Das Kundenmagazin der Bayerischen Verwaltungsschule

Erfolgreich abgeschlossen: Die lernerorientierte Qualitätstestierung

Personalentwicklung und Modulare Qualifizierung | Verleihungsfeiern | Sommerempfang '11

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Inhalt

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Bewerbungsmappe Sommerkick in Lauingen Coole Chäff-Timer zu gewinnen

Sommerempfang 2011

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Erfolgreich testiert

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Ein Rückblick in Bildern

Qualität der Weiterbildung von Gutachter bestätigt

Grußwort des bayerischen Innenministers

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Willkommen im neuen Seminargebäude

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Personalentwicklung und modulare Qualifizierung

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Local Heros & Global Players

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Sicherheit bei Veranstaltungen

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Verwaltungswirte feiern erfolgreiche Prüfung

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Berufsbegleitende Weiterbildungen

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Joachim Herrmann gratuliert

"Sieben Eichen" in Holzhausen fertiggestellt

Interview

Kommunale Wirtschaftsförderung

Rückblick auf den Tag des Sicherheitsrechts

Festveranstaltung im BVS-Bildungszentrum Lauingen

Neuer Sonderdruck erschienen

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Vorwort

Liebe Freundinnen und Freunde der BVS, wer auch in diesem Jahr wieder die Zeit gefunden hatte unserer Einladung zum Sommerempfang in das Bildungszentrum Lauingen zu folgen durfte zu Recht erwarten, dass es wieder ein kurzweiliges Treffen der "BVS-Familie" und der ihr Verbundenen sein würde. Und rückblickend – das zeigen unsere Bilder – sind wir sicher, dass wir unser Ziel erreicht haben und ich freue mich schon auf ein Wiedersehen beim nächsten Sommerempfang. „Ohne Fleiß keinen Preis“: Dieser Lebensweisheit durften alle Kolleginnen und Kollegen der BVS und der BAV folgen als es darum ging, uns dem Qualtätstestierungsverfahren zu stellen und für die externe Begutachtung fit zu machen. Mehr als ein Jahr haben wir daran gearbeitet und der gemeinsam erzielte Erfolg – das Testat – ist der ersehnte Preis für unseren Fleiß. Unser Projektleiter fasst den Verlauf zusammen. Für das Grußwort unseres Herrn Innenministers Joachim Herrmann sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt. „Wer rechtzeitig kommt, den belohnt das Leben“ – diese Abwandlung einer Äußerung eines sowjetischen Staatspräsidenten umschreibt den Werdegang zur Verwirklichung eines Bauvorhabens in unserem Bildungszentrum Holzhausen. Im Rahmen komplexer energetischer Modernisierungsmaßnahmen – in erheblichem Umfang gefördert mit Mitteln aus dem Zukunftsinvestitionsgesetz – Konjunkturpaket II – können wir Ihnen nach seiner Fertigstellung in dieser Ausgabe unser neues Seminargebäude vorstellen. Wie Personalentwicklung und modulare Qualifizierung miteinander verbunden sind, dazu erfahren Sie mehr in einem Interview mit ausgewiesenen Experten aus dem kommunalen Bildungsbereich. Die BVS wird sich auch in dieser Thematik präsent zeigen und ihr Leistungsangebot entsprechend ausbauen. Dieses und mehr finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe von Wissenswert, bei deren Lektüre ich Ihnen viel Freude wünsche. Ich grüße Sie herzlich

Michael Werner Vorstand der BVS

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Künstler Magnus André begrüßte die Gäste auf die besondere Art.

Sommerempfang 2011 Rückblick in Bildern

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Dr. Jürgen Busse (Vorsitzender des Verwaltungsrats der BVS) begrüßte die Festgäste und bedankte sich in seiner Ansprache bei den vielen nebenamtlichen Lehrkräften, die neben ihrem Beruf ihre Dozententätigkeit mit viel Engagement ausübten.

Nachdem im letzten Jahr im BVS-Bildungszentrum Holzhausen das 90-jährige Jubiläum der Bayerischen Verwaltungsschule gefeiert wurde, fand der diesjährige Sommerempfang der BVS in unserem BVSBildungszentrum Lauingen statt. Bei sommerlichen Temperaturen begrüßten wir am 15. Juli 2011 rund 220 Gäste.

Michael Werner (Vorstand der BVS) blickte in seiner Rede auf das vergangene Jahr zurück.

Illustrationen: shockfactor AUSGABE 032011

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„Was wissen wir über das Wissen?“ Diese Frage stellte sich Prof. Dr. Armin Nassehi in seinem Festvortrag. Der Professor für Soziologie an der LMU München gab in fünf Thesen Denkanstöße zum Thema Wissen.

Fotos: Ingo Dumreicher

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Der Festakt wurde begleitet vom Blechbläser-Ensemble der Städtischen Musikschule Gundelfingen.

Im Anschluß zum Festakt hat die BVS alle Gäste zu einem kulinarischen Festmenü ins Restaurant des BVS-Bildungszentrums Lauingen eingeladen. Neben dem hervorragenden Barpianisten Michael David Lindauer sorgte vor allem die Sommernacht für eine angenehme Atmosphäre bis in die Nachtstunden.

Fotos: Ingo Dumreicher

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Erfolgreich testiert Qualität der Weiterbildung von Gutachter bestätigt

Die Bayerische Verwaltungsschule und die Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management GmbH sind seit dem 16. August 2011 erfolgreich LQW-testiert. Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW) von ArtSet stellt die Lernenden konsequent in den Mittelpunkt. Anfang 2009 hat sich die BVS dazu entschlossen, sich nach LQW zertifizieren zu lassen. Ein wichtiger Grund dafür war, dass wir im Sinne unseres Selbstverständnisses als Einrichtung der Er wachsenenbildung die laufenden Qualitätsentwicklungsprozesse nach objektiv bewertbaren und im Testierungsverfahren auch extern zu bewertenden Kriterien konsequent und ergebnisorientiert weiterführen wollten. Dabei war es naheliegend, das Tochterunternehmen der BVS, die Bayerische Akademie für Verwaltungs-Management, in das Testierungsverfahren einzubeziehen. Neben der Projektleitung und Leitungsrunde des Hauses haben sich 44 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den verschiedenen Geschäftsbereichen in 11 Qualitätszirkeln mit der Testierung befasst. Für die BVS bedeutete ein solches Testierungsverfahren „Neuland“. Das Hineinfinden in die Denkweise von LQW war am Anfang schwierig, da es vielfach nur sehr weit gefasste Vorgaben gab. Den Mut zu finden, diese Räume mit eigenen Strategien und Ideen auf die BVS bezogen auszufüllen, stellte die große Herausforderung dar. Doch durch den Testierungsprozess haben alle Beteiligten eine enorme Dynamik erfahren, die positive Energien, Kreativität, Gemeinschaftsgefühl und Solidarität mit dem Unternehmen hervorgerufen haben.

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Nach Einführung unseres EDV-Systems auf Navisionbasis, wurde uns durch die Arbeit in den Qualitätszirkeln wieder einmal eindrucksvoll vor Augen geführt, wie komplex die BVS als Bildungsanbieter und -dienstleister aufgestellt ist. Es gibt feste per Gesetz zugeschriebene Zuständigkeiten neben völlig freiem Auftreten auf dem Markt; wir betreiben eigene Bildungszentren mit Hotelbetrieb, bieten Beratung bei Veränderungsprozessen an, pflegen internationale Kontakte, und bei all dem müssen wir die Wirtschaftlichkeit unserer Aktivitäten im Interesse unserer dauerhaften Leistungsfähigkeit im Auge behalten. Mit dem erfolgreichen Abschluss des Testierungsverfahrens nach LQW sehen wir uns bestätigt, dass sich die BVS mit ihrer Basis, dem hochwertigen Lehr-Lernprozess, auf einem konsequenten Weg – weg vom überwiegend lehrerzentrierten Stoffvermittlungsvorgang zum mehr „schüler-/

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (3. v.l.) empfing den bei der BVS zuständigen Projektleiter Maximilian Weininger (l.), BVS-Vorstand Michael Werner sowie die Stellvertreterin des Vorstands der BVS, Roswitha Pfeiffer. Foto: Eva Kluge

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teilnehmerzentrierten Lehr-Lern-Vorgang“ bewegt. Diesen erfolgreichen Weg werden wir in den nächsten Jahren weiterverfolgen und es ist gut so. Als Orientierungsrahmen für unser Vorgehen wurde bereits der Entwurf eines pädagogischen Gesamtkonzeptes erstellt. Grundlage für unsere Bewertung im Testierungsverfahren war ein 126-seitiger Selbstreport, der im Februar 2011 den ArtSet-Gutachtern vorgelegt wurde. Am 16. August 2011 wurde im Rahmen des Abschlussworkshops zur erfolgreichen Testierung durch den Gutachter Prof. Dr. Walter Bender eine Kachel als Symbol des LQW-Netzwerkbildes überreicht. In einer kleinen Feierstunde im Bayerischen Staatsministerium des Innern erhielt die BVS aus den Händen von Staatsminister Joachim Herrmann die Testierungsurkunde. Die persönlichen Glückwünsche des Staatsministers finden Sie auf der nächsten Seite. Wir danken an dieser Stelle allen Beschäftigten, nebenamtlichen und freiberuflichen Dozenten, sowie den Kunden der BVS, die zur erfolgreichen Testierung beigetragen haben. Die Lernerorientierte Qualitätsentwicklung in der Weiterbildung ist... • das einzige aus der Weiterbildung für die Weiterbildung entwickelte Qualitätsentwicklungsverfahren bei dem die Lernenden im Mittelpunkt stehen. o Das heißt: Die gesamte Qualität der Organisation wird auf die Lernenden ausgerichtet.

• ein frei zugängliches Qualitätsmanagementsystem mit vielen praktischen Arbeitshilfen. o Das heißt: Alle Nutzer erhalten kostenlos ein Bündel von Qualitätswerkzeugen für ihre praktische Qualitätsarbeit, auch ohne sich für eine Testierung anzumelden.

• ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem mit externer Testierung. o Das heißt: Die Qualität der Organisation wird in einem anerkannten Verfahren überprüft und neutral bestätigt.

• eine Qualitätsgemeinschaft im Bildungsbereich. o Das heißt: Sie nehmen an einem Netzwerk von Gleichgesinnten mit der Möglichkeit kollegialer Beratung teil.

Dieses umfassende Angebot für die Qualitätsentwicklungsarbeit ist einzigartig im Weiterbildungsbereich. LQW kann von jeder Organisation der Erwachsenen-, Weiter- und Ausbildung angewendet werden, egal wie groß sie ist und aus welchem Bereich der allgemeinen, beruflichen, betrieblichen, kulturellen, politischen, gewerkschaftlichen, ökologischen oder konfessionellen Bildung sie kommt. Nähere Informationen finden Sie unter www.artset-lqw.de

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Grußwort des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann

Das Wissen, das wir heute durch Ausbildung, Fortbildung oder Informationen erwerben, wird mit Blick auf den Wissensfortschritt schon ab morgen zunehmend unvollständig oder gar veraltet sein. Und dies in einem immer schnelleren Rhythmus. Ausbildung und Fortbildung gewinnen deshalb noch mehr an Bedeutung: Die Inhalte müssen im wahrsten Sinn des Wortes stets top-aktuell sein. Ihre Vermittlung muss die neuesten didaktischen und pädagogischen Erwartungen erfüllen. Dies setzt entsprechende Kompetenzen der Lehrenden wie der Lernenden voraus. Zu den neuen Kernkompetenzen zähle ich für jeden von uns auch die Fähigkeit, sich Wissen selbstständig zu erschließen oder zu aktualisieren. Der Name einer Einrichtung oder einer bestimmten Ausbildung allein bildet heute nicht mehr das Qualitätsmerkmal, das der Kunde er wartet. Hinzukommen muss das „Siegel“ eines Sachverständigen, der aus externer Sicht die intern bewährten und allseits anerkannten Qualitäten kritisch unter die Lupe nimmt und Hilfestellungen dafür gibt, dass das Gute stets durch das noch Bessere ersetzt wird. Ich freue mich sehr, dass die Bayerische Verwaltungsschule diesen Weg beschritten und die externe Begutachtung so bravourös gemeistert hat. Die Testierung nach der sogenannten LQW (Lernerorientierte Qualität in der Weiterbildung) ist ein „Siegel“ speziell für Dienstleister im Bildungsbereich. Ein hoch bewährter Dienstleister für den öffentlichen Dienst in unserem Freistaat ist die Bayerische Verwaltungsschule. Sie ist die größte und wohl auch älteste Einrichtung dieser Art in der Bundesrepublik. Tradition und Erfahrung reichen heutzutage aber nicht mehr aus. Vielmehr gilt es, der Entwicklung und der Entdeckung des Lernens Rechnung zu tragen und das gesamte Lehr- und Lerngeschehen modern, kommunikativ, interaktiv und web-fähig auszugestalten.

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Die Bayerische Verwaltungsschule hat dies rasch erkannt und genau den richtigen Weg eingeschlagen. Nach dem Hessischen Verwaltungsschulverband ist sie die zweite Einrichtung im öffentlichen Bereich, die mit Stolz auf ein solches Testat verweisen kann. Hierzu gratuliere ich der Bayerischen Verwaltungsschule aufs Herzlichste und wünsche ihr für die Zukunft, dass sie auch weiterhin ein so ausgeprägtes Gespür für die Entwicklungen im Bildungsbereich hat.

Joachim Herrmann, MdL Bayerischer Staatsminister des Innern

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Unterlagenversand per E-Mail Bis zu 2.000.000 Blatt Papier können gespart werden – MACHEN SIE MIT!

Endlich ist es soweit. Nach einer erfolgreichen Pilotphase – den teilnehmenden Gemeinden und Landratsämtern sei an dieser Stelle nochmals herzlicher Dank gesagt – können An- und Abmeldungen, Einladungen und vieles mehr auf Wunsch unserer Kunden jetzt per E-Mail versandt werden. Die Kommunikation wird schneller und zuverlässiger. Den Erfahrungen unserer Pilotteilnehmer zufolge ein echter Fortschritt.    

Sie behalten an zentraler Stelle den Überblick über die Aus- und Fortbildungen Ihrer Mitarbeiter/-innen Sie sind immer auf dem aktuellsten Stand Sie können schnell reagieren und disponieren Sie helfen, die Umwelt zu schonen

Foto: Daniel Hajduk

Auf Wunsch erhalten auch unsere Dozenten alle Unterlagen per E-Mail. Bis zu 2.000.000 Blatt bedrucktes Papier können – je nach Beteiligung an diesem Projekt - pro Jahr gespart werden. Für Ihre Bereitschaft zur Teilnahme schicken Sie einfach eine E-Mail an unseren Kundenservice [email protected] mit dem Stichwort "E-Mail-Versand" und teilen uns eine E-Mail Adresse mit, an die in Zukunft die Seminarunterlagen geschickt werden sollen. Danach erhalten Sie die Unterlagen bequem per E-Mail.

BVS persönlich – Treffpunkt Messe! 19. und 20. Oktober 2011, Nürnberg

Kommunale 2011 - Fachmesse und Kongress für Kommunalbedarf

17. Oktober 2011, Weiden 18. Oktober 2011, Nürnberg 24. Oktober 2011, Bayreuth 25. Oktober 2011, Veitshöchheim 27. Oktober 2011, Dingolfing 8. November 2011, Rosenheim 10. November 2011, Gersthofen

Arbeitstagungen des KAV Bayern e.V.

2. und 3. November 2011, Nürnberg

ConSozial 2011 - 13. Fachmesse und Congress des Sozialmarktes

12. Dezember 2011, Deggendorf

Tagung der niederbayerischen Kämmerer

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Willkommen im neuen Seminargebäude "Sieben Eichen" in Holzhausen fertiggestellt

Das BVS-Bildungszentrum Holzhausen bietet seinen Gästen jetzt weitere und moderne Seminar- und Veranstaltungsräume. Damit hat das Team vom Ammersee unter der Leitung von Frank Bösl ein neues Großprojekt erfolgreich abgeschlossen. Die neuen Tagungsräume erfreuen sich bereits großer Nachfrage. Viele Monate wurde geplant, dutzende Experten und Dienstleister waren dabei und nach rund einem halben Jahr war es zum Jahreswechsel soweit – der neue Gebäudekomplex "Sieben Eichen" ist fertiggestellt. Frank Bösl, Leiter des BVS-Bildungszentrums Holzhausen: "Unsere Schulungs- und Seminarteilnehmer sind schon immer gerne zu uns ins Grüne gekommen. Unsere Lage direkt am Westufer des Ammersees ist ja auch etwas ganz Besonderes. Umso schöner ist es, dass wir jetzt mit den neuen Räumen mehr Kapazitäten haben und noch besseren Service bieten können".

Die hellen Räumlichkeiten bieten neben modernster Technik auch einen tollen Ausblick auf den idyllischen Ammersee. AUSGABE 032011

Fotos: Benedikt Schwarzer

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Der Neubau des Seminargebäudes "Sieben Eichen" verfügt jetzt über einen großen Tagungsraum mit rund 166 Quadratmetern, der auch in zwei Räume geteilt werden kann. Neben dem direkten Seeblick durch wandhohe Fensterelemente wartet moderne Technik auf die Teilnehmer: Die Beleuchtung passt sich automatisch dem Außenlicht an. 16:9 Beamer ermöglichen Präsentationen in bester Qualität und wer vor Ort ins Internet gehen möchte, kann via W-LAN surfen. Selbstverständlich verfügen die Räume auch über ein Audiosystem mit Funkmikrofonen und allen üblichen Anschlussmöglichkeiten. Das Gebäude wurde so konzipiert, dass es zusätzlich zwei weitere Räume bietet. Mit jeweils 65 Quadratmetern sind diese groß genug, dass auch hier weitere Lehrveranstaltungen für je bis zu ca. 20 Teilnehmer parallel stattfinden können. Auch hier wartet der beschriebene Technik- und Raumklimakomfort auf die Gäste. Rund um "Sieben Eichen" gibt es zwei großzügige Terrassenbereiche, sodass Gruppenarbeiten und Pausen noch angenehmer werden. Ein weiteres Highlight: Vor Ort befindet sich jetzt auch ein kleiner Küchenbereich. Damit sind die Teilnehmer nur noch wenige Schritte von Kaffeespezialitäten, Erfrischungsgetränken oder auch kleineren Snacks entfernt. Das behindertengerechte Foyer ist mit rund 180 Quadratmetern so konzipiert worden, dass die Fläche bei Bedarf auch zur Bewirtung oder aktionsbezogen genutzt werden kann. Frank Bösl: "Wir bieten seit einigen Jahren unser Bildungszentrum am Wochenende auch externen Gästen an. So können Firmen oder Vereine bei uns zum Beispiel auch Klausuren oder Workshops durchführen. Privatpersonen buchen unser Haus gerne für Hochzeiten und größere Familienfeste oder Jubiläen. Mit dem Neubau können wir diese Anfragen noch besser bedienen. Jetzt haben wir noch mehr Platz, bieten noch mehr Komfort und garantieren noch mehr Flexibilität!"

Mit einer Sitzung des Verwaltungsrats der BVS wurde der neue Tagungsbereich auch offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der neue Komfort wurde auch schon von einer Krankenkasse "getestet" und mit Bestnoten bewertet. Im großen Seminarraum wurde mit einem Standesbeamten schon ein Bund fürs Leben geschlossen und eine große deutsch-französische Hochzeit gefeiert. Und auch unsere Dozenten sind begeistert. "Das sind wirklich die besten Seminarräume am ganzen Ammersee" oder "Ich komme gerne wieder, hier werden Wissensvermittlung und Lernen zum absoluten Vergnügen" sind Zitate, die das Team vor Ort gerne hört. So ist es nicht ver wunderlich, dass wir davon überzeugt sind, mit unserem neuen Angebot weitere Veranstaltungen für uns gewinnen zu können. Das Team vom BVS-Bildungszentrum Holzhausen freut sich bereits auf zahlreiche neue Gäste. Frank Bösl: "Wir haben den Anspruch, Service auf höchstem Niveau zu bieten. Der Neubau der Tagungsräume „Sieben Eichen“ war und ist für uns ein großer Schritt nach vorne. Wenn Wissensvermittlung und das menschliche Miteinander nicht nur angenehm empfunden, sondern zum Erlebnis werden, dann haben wir unser Ziel erreicht. Vielen Dank an alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben und künftig mithelfen, das Beste zu geben!"

Alle Details im Überblick

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Der Neubau heißt wieder "Sieben Eichen" Vier neue Seminarräume Modernste Technik wie z.B. Autolichtfunktion Professionelle Audioanlage mit Funksystem 16:9-Hochleistungsbeamer und W-LAN Tageslichtdurchflutete Räume mit Klimaanlage Großes Foyer mit flexiblem Küchenbereich Premiumlage direkt am Ufer des Ammersees Am Wochenende auch extern für Events buchbar

Kontakt

Sabine Kusch BVS-Bildungszentrum Holzhausen Seeholzstraße 3 86919 Utting am Ammersee Telefon: 08806/22-107 Fax: 08806/22-104 E-Mail: [email protected]

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Personalentwicklung und modulare Qualifizierung – (Un)trennbar? Ein Interview mit Roswitha Pfeiffer (BVS), Alexander Lendner (Landeshauptstadt München), Cornelia Kauntz (BVS) und Hans-Peter Mayer (Bayerischer Gemeindetag)

Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Verwaltung befinden sich in einem dauernden Umbruch. Globalisierung, demografischer Wandel, Internet: Vor welche Herausforderungen stellt das die Personalentwicklung im Öffentlichen Dienst? Pfeiffer: Der Takt wird künftig noch schneller. Die Verwaltung bewegt sich in einem dauernd veränderlichen Umfeld. Das zwingt sie in einen Lernprozess. Sie muss ihre Strukturen, ihr Personal und ihre Interaktionen nach innen und außen so verändern, dass sie rasch reagieren und frühzeitig selbst agieren kann. Darauf muss sich auch die gesamte Personalentwicklung einstellen. Sie wird sicher noch mehr Gewicht und strategische Bedeutung bekommen.

Was bedeuten diese Veränderungen für die Kompetenzen und fachlichen Qualifikationen der Mitarbeiter/-innen im öffentlichen Dienst? Welche Entwicklungen stellen Sie denn heute schon fest? Lendner: Es zeichnen sich vier wesentliche Entwicklungslinien ab. Die erste ist die Knappheit der finanziellen Ressourcen. So werden wir in Zukunft einen hohen Bedarf haben und mindestens auf dem gleichen Niveau, quantitativ sogar auf einem noch höheren Niveau qualifizieren müssen – und das bei einem immer engeren Budget!

Und die zweite Entwicklungslinie? Lendner: Der demografische Wandel, in dem wir schon mitten drinstecken. In Zukunft werden wir uns um Fachkräfte stärker bemühen müssen, aber wir dürften sie in dem nötigen Umfang nicht mehr finden. Zudem fallen auf der einen Seite infolge der Konsolidierung zahlreiche Stellen weg, auf der anderen Seite können freie Stellen nicht entsprechend mit geeigneten Fachkräften nachbesetzt werden. Das heißt, wir werden unser eigenes Personal stärker qualifizieren und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ganz neue berufliche Aufgaben vorbereiten müssen. Wir werden ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder stärker in die Fortbildungen ein-

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beziehen. Und wir müssen noch stärker als bisher auf Migrantinnen und Migranten zugehen.

Haben Sie das denn bisher nicht mehr getan? Lendner: Nicht mit dem notwendigen Nachdruck. Hierzu brauchen wir künftig aber auch Modelle für altersgerechte Personalentwicklung.

Wie soll denn eine altersgerechte Personalentwicklung künftig aussehen? Lendner: Zuerst einmal muss sie Führungs-, Projekt- und Fachlaufbahn als gleichwertige Karrieremöglichkeiten betrachten und darf keine bestimmten Alterskohorten abschreiben oder zu kurz kommen lassen. Sowohl für jüngere als auch ältere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gilt das Postulat des lebenslangen Lernens.

Was ist eigentlich mit dem auch von Politikern und in der Privatwirtschaft immer wieder bemühten Potenzial der Frauen? Lendner: Das schöpfen wir bei der Landeshauptstadt München schon seit langem aus. Beurlaubte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so schnell wie möglich wieder in die Arbeit zurück zu holen ist uns gut gelungen. So stellen wir fest, dass die durchschnittliche Beurlaubungsdauer immer mehr sinkt. Klar: Wir haben uns jahrelang um die beurlaubten Mitarbeiter intensiv bemüht und ernten jetzt die Früchte – während andere erst anfangen, sich das Potenzial zu erschließen…

Was ist – nach Finanzen und Demografie – die dritte Entwicklungslinie? Lendner: Der gesellschaftliche Wertewandel. Dabei ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon gang und gäbe. Doch es muss nicht unbedingt eine Familie im Hintergrund stehen und etwa Betreuungsoder Pflegeverpflichtungen einfordern. Das Thema Familie erweitert sich in Richtung Privatleben generell. Und hier klaffen die Generationen deutlich auseinander.

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Da liegt eine Herausforderung für uns: Wir werden sehr unterschiedliche Lebensentwürfe in ein sinnvolles Miteinander bringen müssen.

Und wo verläuft die vierte Entwicklungslinie? Kauntz: Die wird von der modernen Informations- und Kommunikationstechnik vorangetrieben: Internet und Social Media wie Twitter, Facebook oder XING. Solche Portale werden auch für die Personalgewinnung immer wichtiger. Das gilt besonders im Hinblick auf den demografischen Wandel, weil wir jetzt schon und künftig wahrscheinlich noch mehr um den Nachwuchs streiten und darum kämpfen müssen, die Besten zu bekommen. Wenn beispielsweise alle großen Arbeitgeber auf Facebook sind, müssen wir auf jeden Fall mitziehen. Die öffentliche Verwaltung darf da nicht den Zug verpassen! Lendner: Bei der Nutzung von Social Media ist noch viel zu tun. Beispielsweise müssen wir Strukturen anpassen. Denn die Dienstherren handhaben ja die Nutzung des Internets während der Dienstzeit meist sehr restriktiv. Das schließt jedoch einen sinnvollen Einsatz von Social Media aus. Das Wesen dieser Medien ist doch, dass dienstliche und private Nutzung verschmelzen – ob das der Dienstherr will oder nicht.

Was bedeuten dann diese vier Entwicklungen insgesamt für die Qualifizierung im öffentlichen Dienst? Was leiten Sie als Bildungsexperten daraus ab? Pfeiffer: Qualifizierungen müssen viel systematischer geplant, gesteuert und breiter angelegt werden – und zwar vorausschauend. Ein ebenenübergreifeder kritischer Austausch über künftige Anforderungen ist daher essentiell. Dazu kommt, dass systematische Personal- und Kompetenzentwicklung auch Chefsache werden muss. Führungskräfte sind dazu da, Entwicklungen vorzudenken und die Organisation zu lenken. Nicht nur wer motiviert etwas lernen will darf „auf Fortbildung“ sondern ganz konsequent auch derjenige, der etwas um- oder dazulernen muss, weil sich die Anforderungen ändern. Das gilt für den Verhaltensbereich ebenso wie in allen anderen Kompetenzbereichen. Die genannten Entwicklungen erfordern ein sich veränderndes Führungsverständnis. Führung im öffentlichen Dienst muss sich dringend darauf einstellen und neu qualifizieren. Wer seine Führungsverantwortung bei dem heute absehbaren Werteverständnis wahrnehmen will, muss auf der Unternehmenskultur und der konkreten Steuerungsebene gleichzeitig arbeiten können.

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Gibt es denn dafür in der Verwaltung genügend Freiraum? Pfeiffer: Ich habe mal folgenden Satz gelesen: „Wenn man tut, was man immer getan hat, bekommt man das, was man immer bekommen hat“. Also - meine Erfahrung dazu ist ähnlich. Dabei gibt es meist mehr Gestaltungsraum als man denkt … oder auch will! Das neue Leistungslaufbahngesetz mit der modularen Qualifizierung ist so ein Fall für Gestaltungsraum von Personalentwicklung, indem es auf das Weiterlernen in der gesamten Berufsbiografie setzt und nicht nur Einzelne punktuell für eine Funktion qualifiziert – das wäre ein Fehler! Mayer: Darum ist auch für die Personalentwicklung im kommunalen Bereich ein ganzheitlicher Ansatz erforderlich. Bei der Personalgewinnung gerade von Nachwuchskräften müssen wir im kreisangehörigen Bereich noch viel offensiver und zielgerichteter vorgehen. Bei der Weiterentwicklung des vorhandenen Personals besteht noch Entwicklungspotential. Bereits in der Vergangenheit, aber auch unter den neuen Rahmenbedingungen des Neuen Dienstrechts in Bayern bestehen hierfür ausreichend Gestaltungspielräume. Entscheidend ist aber, dass diese Thematik von der Politik und den Führungskräften in der Verwaltung als dauerhafte strategische Aufgabe verstanden wird, bei der wir nichts dem Zufall überlassen dürfen. Dies wird mitentscheidend sein, ob es uns unter den herrschenden Rahmenbedingungen gelingen wird, uns für die anstehenden Herausforderungen zukunftsfähig aufzustellen.

Worauf läuft das hinaus? Ist die modulare Qualifizierung ein Karrieremotor? Mayer: Die modulare Qualifizierung schafft einen wichtigen Beitrag, die Chancen und Möglichkeiten einer geplanten und gezielten Personalentwicklung stärker in den Fokus der Führungskräfte zu rücken. Der Slogan des lebenslangen Lernens wird nun auch „rechtlich“ mit Leben erfüllt. Aus den Leitideen des neuen Leistungslaufbahngesetzes ist zu entnehmen, dass das öffentliche Dienstrecht nicht auf Abschottung der jeweiligen Qualifikationsebenen setzt. Es sendet stattdessen bewusst ein Signal für Leistungsträgerinnen und Leistungsträger aus, dass Durchlässigkeit und beruflicher Aufstieg möglich – aber nicht grenzenlos – und im Rahmen der Personalentwicklung, aber auch stellenplanmäßigen Möglichkeiten des jeweiligen Dienstherrn gefördert wird. Fazit: Modulare Qualifizierung kann zu einem Karrieremotor werden!

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Welche Bedeutung hat die dienstliche Fortbildung? Lendner: Die Fortbildung ist Teil der allgemeinen Personalentwicklung und damit eines ihrer Instrumente. Sie ist ein Transmissionsriemen zur Umsetzung gezielter Maßnahmen. Sämtliche Instrumente müssen freilich aufeinander abgestimmt sein und ineinandergreifen, nur dann kann Personalentwicklung perspektivisch ausgerichtet sein und viel bewirken. Das macht auch dann eine Förderung von Kompetenzen sinnvoll, wenn man keine höherwertige Stelle für die Kandidatin oder den Kandidaten hat. Dafür gibt es eine Menge von Möglichkeiten, wie das Übertragen von Sonderaufgaben, die Mitarbeit an einem Projekt oder sogar die Leitung eines Projekts. Wo immer eine Person mit herausfordernden Situationen konfrontiert wird und sich dadurch weiter entwickeln kann, können Kompetenzen praxisbezogen ausgebildet werden.

Welche grundlegenden Veränderungen hat das Leistungslaufbahngesetz mit sich gebracht? Mayer: Das Leistungslaufbahngesetz schafft für die Dienstherren neue Spielräume und Möglichkeiten für eine leistungsorientierte Personalentwicklung. Dies bedeutet: Leistungsträgerinnen und Leistungsträger können früher, aber auch schneller entwickelt werden. Dabei werden nahezu alle beschränkenden Altersgrenzen abgebaut, aber die Dienstherren werden auch dazu gezwungen, lebens- und berufserfahrene Dienstkräfte nicht aus den Augen zu verlieren, sondern sie als Dienstherr aktiv zu begleiten. Dies wird ergänzt durch eine konsequente Weiterentwicklung der sonstigen dienstrechtlichen Vorschriften, z. B. des Besoldungsrechts. Lendner: Für uns heißt lebenslang lernen, kontinuierlich zu lernen, sich an der richtigen Stelle mit den richtigen Themen auseinander zu setzen und die richtigen Kompetenzen zu erwerben.

Wie ist dieser neue Weg zum Aufstieg in die nächsthöhere Qualifikationsebene in Ihren Augen angelegt? Was beschäftigt Sie dabei besonders?

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Lendner: Wir fragen uns: Welche Inhalte brauchen wir? Wie können wir unser Konzept gestalten? Wie stellt man die Verbindung zur Personalentwicklung her? Welche Fortbildungsmaßnahmen müssen die modulare Qualifizierung sinnvoll begleiten? Schließlich haben wir von Anfang an die Auffassung vertreten, dass der Umfang, den das Leistungslaufbahngesetz und die entsprechenden Verordnung vorgeben, für uns zu gering ist. Also denken wir den Schritt weiter: Was kommt nach A 7 oder A 10, was nach A 14?

Die Verordnung zur modularen Qualifizierung gibt den Dienstherren eine gewisse Gestaltungsmöglichkeit: Sie können die Dauer der Maßnahmen in einem vorgegeben Korridor selbst festsetzen. Wie sehen Sie das? Kauntz: Grundsätzlich hängt es von denen ab, die den Zeitraum adäquat zu füllen haben. Es kommt darauf an, wo die Kommunen ihre Schwerpunkte setzen. Mayer: Nur zur Klarstellung: Personalentwicklung kann und darf nicht nur auf den Aspekt der modularen Qualifizierung beschränkt werden. Die Politik muss die Notwendigkeit erkennen, heute in eine ganzheitliche Personalentwicklung einzusteigen. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Trotz der nicht einfachen Rahmenbedingungen sind die notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen und sich auch unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und Qualität sich auf den Weg zu machen. Ein Element für den beruflichen Aufstieg ist dabei, die modulare Qualifikation im Beamtenbereich. Aber auch unsere Tarifbeschäftigten – die im kommunalen Bereich ca. 90 % der Beschäftigten ausmachen – sind im Rahmen der bestehenden tarifrechtlichen Vorgaben einzubeziehen. Pfeiffer: Es wäre nicht klug, hier nur auf den finanziellen Aspekt zu schauen: So günstig wie möglich und so schnell wie möglich, damit der Mitarbeiter nicht zu lange ausfällt und mich das nicht zu viel kostet. Wer so denkt, schafft Fakten, die ihm später

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beim Personaleinsatz auf die Füße fallen. Deswegen setzen wir als Bildungsanbieter immer auf die Führungsebene: Sie muss Qualität wollen, weil sie die Verantwortung trägt. Lendner: Der vorgegebene Zeitkorridor ist zu eng. Obwohl die Kolleginnen und Kollegen eine stattliche Berufserfahrung mitbringen, müssen sie für die nächsthöhere Qualifikationsebene inhaltlich breiter qualifiziert werden, als das in dem zeitlichen Rahmen möglich ist, den das System der modularen Qualifizierung vorsieht.

Gilt das für alle Qualifikationsebenen? Kauntz: Den fachlichen Tiefgang kann jeder am Arbeitsplatz erwerben: Man wächst hinein, und das Wissen wird über die allgemeinen Fortbildungen und ähnliche Maßnahmen vertieft. Bei der Qualifizierung für die Aufgaben der nächsthöheren Ebene kommt es auf eine neue bzw. andere Denkweise an. Die große Schwierigkeit ist, die Denkweise von einer Ebene in die nächste grundsätzlich zu verändern. Das bedeutet: die Methodik, die Herangehensweise an die Aufgaben zu verändern und zu sagen: Wie gehe ich an den Fall ran? Was muss oder kann ich verändern? Wo kann ich mir meine Informationen beschaffen? Wie vernetze ich mich? Und das alles in kürzester Zeit – es ist ja für die Lernprozesse offiziell nur ein Zeitraum von maximal 20 bis 25 Tagen vorgesehen!

Wie soll das dann zum Erfolg führen? Kauntz: Wichtig ist, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zunächst Werkzeuge an die Hand zu geben, die ihnen helfen, an alle aktuell notwendigen Informationen zu kommen, und die sie auch die Auswirkung des eigenen Handels erkennen lassen. Wenn die 2. Qualifikationsebene sagt, ich arbeite klar nach Anweisung und mache immer etwas relativ Gleichartiges, geht es bei der 3. Qualifikationsebene schon darüber hinaus, etwa nach dem Motto: Ich habe jetzt mal einen Fall, bei dem ich das Rechtsgebiet nicht kenne, aber mit dem ich umgehen können muss. Wie kann ich das lösen? Und in der 4. Qualifikationsebene geht es dann darum, größere Auswirkungen zu erkennen: Welche Folgen hat das für die ganze Behörde? Was muss ich tatsächlich unternehmen? Das sind in der Regel große Herausforderungen. Deswegen lässt sich diese Verantwortung bei den Führungskräften nicht so nebenher in ein paar Kursen verankern. Das muss strategisch geplant werden. Zuerst sollte man seine Potenziale erkennen und sie weiterentwickeln. Und das möglichst frühzeitig, selbst wenn es zwar momentan keine Stelle für eine Beförderung gibt, aber man weiß, dass viel-

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leicht in fünf bis zehn Jahren der Geschäftsleiter oder irgendjemand anders in den Ruhestand geht. Dann sollte man hier schon einhaken, nicht erst im Rahmen der modularen Qualifizierung, sondern bereits im Rahmen der „normalen“ Personalentwicklung.

Wie verläuft denn nun der Aufstieg mit der modularen Qualifizierung? Lendner: Ich habe einmal die modulare Qualifizierung von der Ebene 2 zur Ebene 3 mit der Ausbildungsqualifizierung verglichen. Im Grunde genommen ist die Ausbildungsqualifizierung um ein Jahr schneller, wenn man das Ziel A 10 nimmt. Der große Vorteil der modularen Qualifizierung dürfte darin liegen, dass sie berufsbegleitend ist.

Welche Inhalte müssen Ihrer Meinung nach unbedingt im Rahmen der modularen Qualifizierung abgedeckt werden? Lendner: Die gezielte Vorbereitung auf die Anforderungen der nächsten Qualifikationsebene verlangt zunächst einmal das notwendige rechtliche Handwerkszeug. Aber wir hätten uns vom Freistaat beim Leistungslaufbahngesetz mehr Mut gewünscht, die überfachlichen Kompetenzen noch deutlicher zu betonen. In der nächsthöheren Qualifikationsebene, insbesondere im ehemaligen gehobenen und höheren Dienst kommt es auf andere Dinge noch mehr an als auf Fachlichkeit. Dafür sind Kompetenzen zu vermitteln, die ich mit Selbstorganisation oder Selbstlernkompetenz bezeichnen würde. Kauntz: Von zunehmender Bedeutung ist dabei die Motivation der Mitarbeiter. Wenn die Führungskraft zum Beispiel nicht delegiert, dann werden die Jüngeren nicht lange bleiben, wenn sie selbst Verantwortung tragen wollen. Die Arbeitszufriedenheit ist ein wesentlicher Faktor. Es ist nicht immer nur das Geld, was motiviert. Das bedeutet, dass in der Personalentwicklung, in der Fortbildung und in der modularen Qualifizierung künftig viel mehr sogenannte Soft Skills vermittelt werden müssen. Mayer: Wir sind in aller Regel bei der Vermittlung der sogenannten Hard Facts ganz gut aufgestellt, die Notwendigkeit der Schulung ist unbestritten und anerkannt. Im Bereich der sogenannten Soft Skills haben wir – übrigens wie die Privatwirtschaft auch –, um es positiv zu formulieren, durchaus noch Entwicklungspotential. Darum ist es konsequent und folgerichtig, diese Themen auch in die modulare Qualifizierung mit aufzunehmen. Auch unsere Führungskräfte stehen vor neuen zum Teil riesigen Herausforderungen. Darauf

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müssen wir sie vorbereiten, sie begleiten. Darum ist es unverzichtbar, sich ab sofort aktiv mit diesem Thema zu befassen. Es ist unverzichtbar, daraus ein Muss für alle Phasen der Personalentwicklung zu machen. Fachwissen wird auf allen Ebenen bei unseren Beschäftigten vorausgesetzt, für unsere Zukunftsfähigkeit wird es jedoch entscheidend sein, über welche „entwickelten“ und „begleitenden“ Führungskräfte wir verfügen.

Ihren Worten ist zu entnehmen, dass die modulare Qualifizierung immer durch ergänzende und vertiefende Angebote begleitet und ergänzt werden müsste. Was kommt hier auf die Dienstherren zu? Pfeiffer: Natürlich muss begleitend, ergänzend und vertiefend zur modularen Qualifizierung gearbeitet werden. Es kommt darauf an, was vor Ort gebraucht wird. Die kontinuierliche Weiterentwicklung von Sozial- und Führungskompetenzen ist für alle Dienstherren wichtig. Personalentwicklung erfordert, dass sich ein großer wie kleiner Dienstherr gleichermaßen Gedanken macht: Welche Prioritäten setzen wir? Wo setzen wir an und mit welchen Maßnahmen kann ich diese und jene Basisbausteine nach meinen Bedürfnissen vertiefen. Lendner: Das sehe ich auch so. Fachlichkeit ist zwar notwendig, tritt jedoch peu á peu in den Hintergrund Eine Führungskraft hat zunehmende Verantwortung und muss nicht mehr das Detailwissen haben; ihr reicht ein Überblickswissen. Mayer: Auch an dieser Stelle noch einmal ein deutlicher Hinweis, Personalentwicklung ist nicht gleichzusetzen mit modularer Qualifizierung. Personalentwicklung ist mehr. Es wird in Zukunft einen ganzheitlichen Ansatz für alle Beschäftigten geben, der vielmehr beinhaltet als nur die modulare Qualifizierung. Modulare Qualifizierung ist aber rechtlich streng von den sonstigen Personalentwicklungsmaßnahmen zu trennen. Dieser Baustein der Personalentwicklung hat sich streng an den rechtlichen Vorgaben zu orientieren. Daneben wird es aber eine vielfältige und bunte

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Landschaft unterschiedlicher Maßnahmen zur Entwicklung unseres Personals geben, die bezogen auf ein Berufsleben weit über das hinausgehen, was über das „kleine Segment“, das für den Wechsel einer Qualifikationsebene im Beamtenbereich erforderlich ist.

Welche Chancen bietet die modulare Qualifizierung für die Personalentwicklung generell? Lendner: Das Gesetz erlaubt jedem Dienstherren, selbst zu entscheiden, welche Bedeutung die modulare Qualifizierung in seiner eigenen Personalentwicklung hat. Da kommt es halt drauf an, was man sich in diesem Zusammenhang leisten will oder auch leisten kann. Das Gesetz gibt uns Kombinationsmöglichkeiten: Wir haben ein Aufstiegsverfahren, wir haben Fortbildungen, wir haben Personalentwicklung, und ich denke, das Leistungslaufbahngesetz ist ein guter Ansatz, um die Wege und Maßnahmen jetzt miteinander zu verzahnen.

Welche Erfahrungen haben Sie bisher mit dem Personalentwicklungsprozess gemacht? Ist er integraler Bestandteil des Verwaltungsmanagements? Pfeiffer: In der Konzeption vielleicht schon. Vor Ort in den einzelnen Kommunen finden Sie alles! Es gibt hervorragende Modelle auch in kleineren Einheiten, wo man wirklich sagen muss: Hut ab! Und Sie finden Verwaltungen, die noch kein gewachsenes Verständnis für Personalentwicklung oder Mitarbeiterförderung haben. Die Wertigkeiten sind sehr unterschiedlich. Lendner: Ich beobachte dasselbe wie Frau Pfeiffer: Es gibt hervorragende Ansätze, aber auch die für die Verwaltung typische Tendenz, jede noch so gute Idee in eine lähmende Bürokratie zu überführen. Dann werden Formalien wichtiger als Inhalte. Mayer: Natürlich hätten wir uns gewünscht, dass manches im neuen Dienstrecht noch viel klarer, viel offensiver formuliert wird und sich vielleicht noch mehr Handlungsspielräume für die Dienstherren öffnen würden. Aber trotzdem ist es ein erster wichtiger

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Schritt, in die richtige Richtung und bei allen kritischen Betrachtungen, die man durchaus anstellen kann, sollten wir doch auch die Chance sehen, die sich für den kommunalen Bereich bietet, sich jetzt mit den Zielen und Chancen einer nachhaltigen Personalentwicklung zu befassen. Es ist an der Zeit, die notwendigen Maßnahmen mit auf den Weg zu bringen, Führungskräfte zu entwickeln, den beruflichen Aufstieg aktiv zu begleiten, Leistungsbezahlung modern und zukunftsfähig umzusetzen. Dies soll nicht aus einem Zwang heraus geschehen, sondern von der Erkenntnis getragen werden, dass es für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen mitentscheidend sein wird, dass wir uns als zuverlässiger, sozialer, innovativer und moderner Arbeitgeber und Dienstherr nicht nur darstellen, sondern dies umsetzen und täglich leben.

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Unsere Interviewpartner

Pfeiffer: Das sehe ich auch so. Die Diskussion um die modulare Qualifizierung hat der Personalentwicklung insgesamt einen wichtigen Schub gegeben. Sie hat ihr sogar einen noch stärkeren strategischen Aspekt verliehen, den sie schon viel früher verdient hätte!

Jetzt ist die richtige Zeit zum Handeln und diese sollten wir nutzen.

Ihre Ansprechpartnerinnen zur Personalentwicklung und modularen Qualifizierung Roswitha Pfeiffer Verena Pfeiffer Telefon: 089/54057-600 Telefon: 089/54057-660 [email protected] [email protected] Cornelia Kauntz Telefon: 089/54057-650 [email protected]

Alexander Lendner Landeshauptstadt München

Roswitha Pfeiffer BVS

Cornelia Kauntz BVS

Hans-Peter Mayer Bayerischer Gemeindetag

um die n rund g e g a r F Häufige Qualifizierun s.de v re modula r www.b ie unte S n e d fin

Fachtagung Personalmanagement Die Herausforderungen der Personalarbeit in der öffentlichen Verwaltung sind bekannt: demografische Entwicklung, zunehmend ältere Belegschaft, Fachkräftemangel, höhere Arbeitsbelastung, technische Entwicklungen. Diese und weitere Themen werden in der "Fachtagung Personalmanagement" behandelt. 25. und 26. Oktober 2011, Landshut www.verwaltungs-management.de

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Local Heroes & Global Players Kommunale Wirtschaftsförderung: Was sind ihre Aufgaben? Was kann sie wirklich leisten?

Foto: Ingo Heemeier

Die Betreuung und Unterstützung der örtlichen Betriebe ist eine klassische Aufgabe kommunaler Wirtschaftsförderung. Was bedeutet dies heute konkret in einer globalen und vernetzten Welt, in der es zum Teil gar keiner zwingenden Verortung in der Realität mehr bedarf? Welchen Beitrag kann eine Kommune zur Erhaltung und Stärkung der lokalen Wirtschaftskraft überhaupt leisten? Welche Anforderungen stellen zukünftige Industrie- und Wirtschaftsbetriebe an ihren Standort?

chen Standortfaktoren wie ein familienfreundliches Umfeld, qualifizierte Arbeitskräfte, Kunst und Kultur für die Standortentscheidung von Unternehmen immer wichtiger. Damit geht die Wirtschaftsförderung von ihrer klassischen Aufgabenstellungen weiter zu den Themen Stadt- und Regionalentwicklung. Integrierte Stadtentwicklung, integrierte ländliche Entwicklung oder die Bedeutung kommunaler Energiekonzepte sind Schlüsselbegriffe, die in den nächsten Jahren noch an Bedeutung gewinnen werden.

Wurde die Nachbargemeinde noch vor einigen Jahren als Konkurrent im Wettbewerb um einen neuen Discounter bekämpft, so haben sich heute viele Gemeinden in einer Region zusammengeschlossen und verfolgen abgestimmte Einzelhandelskonzepte. Ziele sind dann z.B. lebendige Innenstädte, die Verringerung von Leerflächen und eine Reduzierung des Flächenverbrauchs. In der Konsequenz kann dies durchaus zu einer Ablehnung eines neuen Discounters mit nur wenigen billigen Arbeitsplätzen führen.

Die Einbindung von Unternehmen in Wissenschaftsund Politikstrukturen, das Ermöglichen von Kooperationen und Netzwerken zwischen diesen Akteuren, aber auch in der Region stehen damit auf der Agenda der Wirtschaftsförderung. Hochaktuell und von erheblicher Brisanz sind die neuen Formen der Bürgerbeteiligung, die eine andere Verantwortungskultur fordern. Kommunen müssen sich diesen neuen und innovativen Formen der Bürgerbeteiligung öffnen und Entscheidungen gemeinsam mit Bürgern entwickeln.

Dieses Beispiel zeigt, dass viele Aufgaben von der lokalen Wirtschaftsförderung nicht mehr alleine gelöst werden können. Sie müssen in einem viel stärkeren Maße mit Nachbargemeinden oder Regionen kooperieren, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Sehr eindrucksvoll zeigt sich dies in den sogenannten europäischen Metropolregionen wie beispielsweise München oder Nürnberg, die mit internationalen Standorten wie Wien, Zürich oder London um Arbeitsplätze und Investitionen konkurrieren. Die Metropolregion Nürnberg umfasst 150.000 Unternehmen und 3,5 Mio. Einwohner – ohne erfolgreiche Stadt-Land-Partnerschaften wäre dies nicht zu bewältigen. Netzwerke, Kooperationen und Kontakte über den eigenen Wirkungskreis hinaus sind für den Wirtschaftsförderer von heute von herausragender Bedeutung. Neben den harten Faktoren wie Gewerbesteuer, Grundstückspreise oder Infrastruktur werden die wei-

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Kommunale Wirtschaftsförderung – ein spannendes, aktuelles und politisches Thema mit vielen neuen Herausforderungen. Fangen wir an! Besuchen Sie die Fachtagung zum Thema: Kommunale Wirtschaftsförderung 16. - 17. November 2011, Augsburg Programm und weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.verwaltungs-management.

Ihre Ansprechpartnerin Gertraud Kast Telefon 089/212674-20 [email protected]

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Sicherheit bei Veranstaltungen Rückblick auf den Tag des Sicherheitsrechts

Foto: Dmitry Nikolaev - Fotolia.com

Spätestens seit den Geschehnissen in Duisburg ein nahezu unerschöpfliches Thema… Landratsämter stehen vor der Frage, inwieweit sie sich schon im Vorfeld einer Veranstaltung mit den Ordnungsämtern abstimmen sollten. Gemeinden aller Größenordnungen stehen unterschiedlichsten Vorstellungen seitens der Veranstalter oder der Bevölkerung aber auch der örtlichen Politik gegenüber.

Sicherheit aus verschiedenen Gesichtspunkten Daher kamen die 110 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen Tag des Sicherheitsrechts der Bayerischen Verwaltungsschule und der Bayerischen Akademie für Verwaltungs-Management GmbH wohl auch aus unterschiedlichsten Behörden, um das Thema „Sicherheit bei Veranstaltungen“ aus verschiedenen Gesichtspunkten zu betrachten. Beiträge wurden seitens des Bayerischen Staatsministeriums des Innern sowohl für die Kreisverwaltungsbehörden hinsichtlich der Anforderungen an die Katastrophenschutzbehörde als auch für große und kleine Gemeinden geboten, wie z. B. ein abwechslungsreicher Bericht des Marktes Garmisch-Partenkirchen zu den Vorbereitungen der Ski-Weltmeisterschaft 2011 oder ein äußerst kurzweiliger Vortrag zum Sicherheitskonzept für das Chiemsee-Reggae-Festival mit rund 40.000 Besuchern in der kleinen Chiemsee-Gemeinde Übersee. Die Stadt Würzburg hat zusammen mit der Regierung und dem Polizeipräsidium Unterfranken ein Sicherheitskonzept für seine zahlreichen unterschiedlichsten Veranstaltungen erstellt. Unterschiedlichste Fragestellungen konnten hier kompetent beantwortet werden.

Menschen in Ausnahmesituationen Ergänzt wurde die Tagung um einen interessanten Einblick in das Verhalten von Menschen in Ausnahmesituationen (Wussten Sie, dass wir fast alle eine starke Abneigung gegen Umwege haben und wir daher auch nur schwer auf alternative Wege lenkbar sind?). Der zweite Tag war ganz dem Thema „Versammlungsstättenverordnung“ gewidmet, in dem es sowohl um die Beurteilung der grundsätzlichen Eignung der Versammlungsstätte als auch um die Erstellung eines Sicherheitskonzeptes ging.

Die Fachtagung wurde insgesamt als sehr positiv bewertet. Trotz des breit gefächerten Angebots an verschiedenen Vorträgen und Praxisforen besteht aber nach wie vor ein hoher Informationsbedarf unterschiedlichster Art.

Weiterführendes Seminarangebot Wir führen das Thema „Sicherheit bei Veranstaltungen“ daher im Fortbildungsjahr 2012 in verschiedenen Seminarangeboten fort.  Brand- und Gefahrenschutz bei Veranstaltungen Sicherheitsrechtliche Belange bei Veranstaltungen (Themensammlung zur Versammlungsstättenverordnung, Gaststättenrecht, LStVG, Zusammenarbeit mit der Polizei)  Die Versammlungsstättenverordnung für Bauaufsichtsbehörden  Sachkundige Person in Versammlungsstätten (Auswirkungen der Versammlungsstättenverordnung auf die Organisation von Versammlungsstätten) Termine und Orte finden Sie im Internet unter www.bvs.de. Ihre Ansprechpartner Michaela Thienemann, Telefon: 089/54057-620, [email protected] Anton Miehling Telefon: 089/54057-260, [email protected]

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Fit für das Energiemanagement Die ersten Absolventen der neuen Weiterbildung

20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Weiterbildung zum/zur „Energiemanager/-in (BVS)“ haben das abschließende Modul „Leistungsnachweis und Projektarbeit“ erfolgreich besucht, das am 26. September 2011 zum ersten Mal durchgeführt wurde. Damit sind die ersten Energiemanager/-innen (BVS) auf dem „Markt“.

Was aber für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurzfristig betrachtet wohl noch wichtiger war: Sie wurden hervorragend von den beiden Dozenten, Theo Karmann und Herbert Hofmuth, auf den Leistungsnachweis vorbereitet. Die Folge: Alle haben ihn mit Bravour bestanden. Gratulation!

Die Weiterbildung schloss mit dem Modul „Effizientes Energiemanagement – Leistungsnachweis und Projektarbeit“ ab. Dieses bestand aus einer von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gemeinsam zu bearbeitenden Projektarbeit und einem einzeln zu bearbeitenden Leistungsnachweis. Der Leistungsnachweis bezog sich auf alle Themen, die Gegenstand der Seminarmodule waren. In den vorangegangenen Modulen der Weiterbildung erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Die ersten Absolventinnen und Absolventen der Qualifizierungsmaßnahme „Rüstzeug“, um ein effizientes Energie- „Energiemanager/-in (BVS)“ mit Theo Karmann (1. v.l.) und Herbert Hofmuth (3. v.l.), den management einführen oder ein vor- beiden Dozenten, die sämtliche Seminare gemeinsam gehalten haben, sowie Anton Foto: Michael Bauer handenes Energiemanagement op- Miehling (2. v.l.) und Ursula Spicker (4. v.l.) von der BVS. timieren zu können und damit einen Beitrag zur Umwelt- und Ressourcenschonung einer- Die Weiterbildung, die angesichts der Energiewende seits und zur Haushaltsentlastung ihrer Behörde an- noch stärkere Bedeutung erlangen dürfte, wird dererseits zu leisten. selbstverständlich auch im Programmjahr 2012 wieder angeboten. Die fünf Seminarmodule der Weiterbildung „Energiemanager/-in (BVS)“ Einzelheiten zu den Modulen der Weiterbildung finden Sie unter www.bvs.de/energiemanager Modul 1 Grundlagen und Organisation

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Modul 2

Grundlagen der Bautechnik und Anlagentechnik

Modul 3

Energiecontrolling, Software

Modul 4

Energieeinkauf, Verträge, Nutzersensibilisierung

Modul 5

Leistungsnachweis und Projektarbeit

Ihr Ansprechpartner Anton Miehling Telefon 089/54057-260 [email protected]

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Kommunale Pressesprecher schließen Weiterbildung ab Feierstunde in Regensburg

Die ersten Absolventinnen und Absolventen des Lehrgangs „Referent/-in für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (BVS)“ bekamen ihr Zertifikat in den historischen Hallen des Regensburger Rathauses überreicht. V.l.: Anita Alt (Maxhütte-Haidhof), Petra Halbig (Unterschleißheim), Elisabeth Wimmer (xperregio), Hans Rehbehn (Lkr. WeilheimSchongau), Christopher Mielke (Saalfeld), Melanie Bischoff (Ebersdorf), Tobias Dietz (Tiefenbach), Gisela Goblirsch (Lehrgangsleitung), Joachim Wolbergs (3. Bgm. der Stadt Regensburg), Michael Werner (Vorstand der BVS), Silke Seel (Fortbildungsreferentin bei der BVS). Foto: Stadt Regensburg/Peter Ferstl

Sie tragen Verantwortung – die Pressestellen der Gemeinden, Landkreise und Städte. Sie sind Schaltstellen der Kommunikation und ihre Aufgaben sind breit gefächert, denn die Kommunalverwaltungen bieten unendlich viele Ansatzpunkte für Themen und die dazugehörige Medienarbeit. Wer in einer Stadt oder Gemeinde mit der Pressearbeit und der Öffentlichkeitsarbeit betraut wird, ist nur selten ein Profi auf diesem Gebiet. Meist kommen die Pressesprecher und ihr Team aus der Verwaltung in eine ihnen eher unvertraute öffentliche Kommunikationswelt, erklärt Michael Werner, Vorstand der BVS. „Für diese Quereinsteiger in die Kommunikationswelt ist der BVS-Lehrgang entwickelt worden.“ Nun haben die ersten Lehrgangsteilnehmer/-innen die Ausbildung abgeschlossen. Die Abschlussprüfung fand in Regensburg statt und Bürgermeister Joachim Wolbergs ließ es sich nicht nehmen, die Absolventen im Rathaus zu begrüßen. Kommunikation mit Journalisten und Bürgern ist wichtig. So sehen es viele Bürgermeister. Die Wege dazu sind jedoch vielfältig. Veranstaltungen oder Informationsmaterialien, Websites oder soziale Netzwerke können hervorragende Informationsarbeit leisten –

wenn man sie planvoll nutzt. Die Schaltstellen der Kommunikation müssen professionell funktionieren. Dafür braucht man Leute, die sich in der Verwaltung ebenso gut auskennen, wie in den Medien. Davon sind auch die Absolvent/-innen überzeugt, die aus Ober- und Niederbayern, Oberfranken, der Oberpfalz und sogar aus Thüringen zur Weiterbildung gekommen sind. „Unsere Aufgabe ist die eines Übersetzers. Wir müssen dafür sorgen, dass zum Teil sehr komplizierte Sachverhalte so nach außen gelangen, dass sie verstanden werden. Auf Anhieb und auch von Lesern oder Zuhörern, die nicht mit ganzer Konzentration die Information verfolgen. Dazu ist eine Menge Handwerkszeug nötig.“ Über ein Jahr, aufgeteilt in acht Module, gibt der Lehrgang einen Überblick über die wichtigsten Bereiche der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie wolle jedoch mehr als nur Handwerkszeug vermitteln, erklärt Lehrgangsleiterin Gisela Goblirsch. „Kommunikation hat mit Verständnis zu tun. Verständnis für den Gesprächspartner. Ein guter Öffentlichkeitsarbeiter ist ein verlässlicher Dienstleister für die Öffentlichkeit. Dazu gehört ein bestimmtes Selbstverständnis. Wer das einmal verstanden hat, liefert automatisch gute Arbeit.“

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Verwaltungswirte feiern erfolgreiche Prüfung Festveranstaltung am 30. September 2011 in Lauingen

Die diesjährige traditionelle Festveranstaltung anlässlich des erfolgreichen Bestehens der Prüfung in der zweiten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Verwaltung und Finanzen, fachlicher Schwerpunkt nichttechnischer Verwaltungsdienst (QE2nVD) fand am 30. September 2011 im BVS-Bildungszentrum Lauingen statt. 180 Anwärter/-innen dürfen sich nun als „Verwaltungswirt/-in“ bezeichnen. Maximilian Weininger, Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der BVS, gratulierte den erfolgreichen Anwärterinnen und Anwärtern zur bestandenen Qualifikationsprüfung und händigte gemeinsam mit Referentin Christina Kühn die Urkunden aus. Johannes Kammerl (Stadt Ingolstadt) blickte in seiner Teilnehmerrede auf einige Ereignisse in der vergangenen Ausbildungszeit zurück. Die witzige und charmante Rede sorgte für großes Schmunzeln. Musikalisch abgerundet wurde der offizielle Teil durch eine Abordnung der Stadtkapelle Gundelfingen, „Das Bläser Quartett“. Im Anschluss wurden die Ergebnisse gefeiert. DJExpress Harald Schaller und sein Team, sowie der Sänger Danny Keen sorgten für Stimmung. Die jahrgangsbeste Verwaltungswirtin Claudia Hartmann (Mitte) gemeinsam mit Christina Kühn (BVS) sowie Maximilian Weininger (Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der BVS). Fotos: Daniel Hajduk

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Die Jahrgangsbesten

Name

Dienststelle

1

Claudia Hartmann

LRA Bad Kissingen

2

Claudia Ziegler

LRA Augsburg

3

Sabrina Müller-Stedefeld Stadt Nürnberg

4

Ramona Hasenfratz

Stadt Ingolstadt

5

Johannes Kammerl

Stadt Ingolstadt

6

Nina Gilbert

Stadt Erlangen

7

Julia Prestele

Lkr. Unterallgäu

8

Katrin Potzel

Stadt Bayreuth

9

Tobias Englhard

LRA Augsburg

10 Christian Hüttner

Lkr. Coburg

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Sieben der zehn Jahrgangsbesten gemeinsam mit Christina Kühn (l., BVS) sowie Maximilian Weininger (Leiter des Geschäftsbereichs Ausbildung bei der BVS)

Klasse Augsburg

Klasse Landshut

Klasse München I städtisch

Klasse München II städtisch

Klasse Neustadt a.d. Aisch

Klasse Nürnberg

Klasse Regensburg

Klasse Würzburg

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Berufsbegleitende Weiterbildungen auf einen Blick Neuer Sonderdruck erschienen

Erstmalig hat die BVS einen Sonderdruck für die berufsbegleitenden Weiterbildungen aufgelegt. FORTBILDUNG 2012 BERUFSBEGLEITENDE WEITERBILDUNGEN

Kompetenz. Wissen. Erfolg.

Der neue Sonderdruck „Berufsbegleitende Weiterbildungen“.

Mit dieser Neuerscheinung werden Sie im täglichen Betrieb unterstützt, die passenden Weiterbildungsangebote schnell und gezielt zu finden – ganz gleich ob für den kommunalen oder staatlichen Bereich. Für viele Aufgabenfelder werden Qualifizierungswege angeboten, die berufsbegleitend besucht werden können, um die Weiterentwicklung und den kontinuierlichen Aufbau von persönlichen, fachlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen zu fördern. Das vorliegende Programm enthält viele interessante Angebote, in deren Entwicklung auch Kundenanregungen eingeflossen sind. Ein großes Anliegen ist es, diese Wünsche bestmöglich aufzunehmen und in zielorientierte Lösungen zu integrieren. Darum arbeitet die BVS auch kontinuierlich an der Weiterentwicklung und Neukonzeption der berufsbegleitenden Weiterbildungen. Unter www.bvs.de ist zudem das Gesamtangebot abrufbar. Unter dieser Adresse erhalten Sie auch kurzfristig und direkt Informationen. Sie können Musterverträge, Aufgaben zur Prüfungsvorbereitung und andere Serviceleistungen als Download abrufen. Außerdem helfen Ihnen die Ansprechpartner der BVS gerne bei allen Fragen rund um die Aus-, Fort- und Weiterbildung. Die BVS möchte es Ihnen einfach machen, die richtige Veranstaltung zu finden und unterstützt Sie bei der Qualifizierung Ihrer Mitarbeiter/-innen – ob in der Verwaltung, der Kindertageseinrichtung, der Wasserwirtschaft, dem Bäderbetrieb oder im Bauhof.

Die berufsbegleitenden Weiterbildungen auf einen Blick MANAGEMENT UND FÜHRUNG  Führungskraft (BVS)  Projektleiter/-in (BVS)  Führungsfachkraft im KITA-Bereich KOMMUNIKATION – PERSÖNLICHER ARBEITSSTIL  Office Manager/-in (BVS) BÜRGERSERVICE UND MEDIEN  Pressereferent/-in (BVS)  Referent/-in für Öffentlichkeitsarbeit (BVS) INFORMATIONSTECHNOLOGIE  Verwaltungsinformationswirt/-in PERSONAL  Neu im Personalbereich (BVS/AKDB)  Reisekostensachbearbeiter/-in (BVS) DOPPIK UND BETRIEBSWIRTSCHAFT  Verwaltungsbetriebswirt/-in (BVS)  Bilanzbuchhalter/-in (BVS)  Buchhalter/-in (BVS) FINANZEN UND ABGABEN  Vollstreckungsfachkraft – Innendienst (BVS) BAUWESEN UND ARCHITEKTUR  Gebäudemanager/-in (BVS)  Energiemanager/-in (BVS)  Sachkundige/-r für Spielplätze (BVS) UMWELT UND TECHNIK – BÄDERBETRIEBE  Betriebsleiter/-in (BVS)  Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten  Diverse Vorbereitungslehrgänge

Fordern Sie den neuen Sonderdruck jetzt an!

PÄDAGOGIK  Geprüfte/-r Dozentin/Dozent (BVS)

Telefon 089/54057-540 [email protected] www.bvs.de/kontakt

AUSBILDUNG  Angestelltenlehrgang II (AL II)  Einführungslehrgang – Verwaltung (ELV)  Ausbildung der Ausbilder (AdA) Weitere Infos unter www.bvs.de/weiterbildungen

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BesserWissen IMPRESSUM Wissenswert Das Kundenmagazin der BVS Hervorgegangen aus BVSaktuell, gegründet 1999

Der Durchschnittsmann kennt sein Auto besser als seinen eigenen Körper: So wissen 91% wie viel ihr Auto verbraucht – allerdings nur 58% ihre Blutgruppe und nur 43% ihren Cholesterinwert. Die Luftmenge, die der Bugatti Veyron pro Minute bei der Höchstgeschwindigkeit von 407 km/h ansaugt, würde ausreichen, um vier Tage lang atmen zu können. Die Sonne ist ein Stern. Im Amazonas gibt es pinke SüßwasserDelphine. Die flächenmäßig größte deutsche Stadt nach Berlin (891,85 km²) und Hamburg (755,29 km²) ist Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt (632,24 km²). Das Budget der NASA ist niedriger als die jährlichen Ausgaben der US Army für die Kühlung der Zelte in Afghanistan mit Klimaanlagen.

Bayerische Verwaltungsschule

Ridlerstraße 75 80339 München Telefon 089 / 54057- 0 Telefax 089 / 54057-599 [email protected] www.bvs.de Herausgeber Michael Werner, Vorstand Verantwortliche Redaktion Michael Bauer, BVS Layout Daniel Hajduk, BVS Schlussredaktion Barbara Klostermann Titelfoto Eva Kluge Konzept sons, Kempten Auflage 6.800 Exemplare Herstellung Offprint, München Abo- und Anzeigenservice Telefon 089 / 54057- 540 Telefax 089 / 54057- 599 [email protected] Alle Rechte vorbehalten. Ab- und Nachdruck nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers.

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