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WALDDÖRFER UMWELTZEITUNG NATUR • KULTUR • GESUNDHEIT UND SOZIALES FÜR HAMBURGS NORDOSTEN In Sasel eröffnen zwei Frauen ein Repair-Café. Unter dem Mot...

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WALDDÖRFER UMWELTZEITUNG NATUR • KULTUR • GESUNDHEIT UND SOZIALES FÜR HAMBURGS NORDOSTEN

In Sasel eröffnen zwei Frauen ein Repair-Café. Unter dem Motto „Wegwerfen? Denkste!“ wird gemeinsam repariert was sonst im Müll gelandet wäre. Seite 5

Zum Tag des offenen und in diesem Jahr unbequemen Denkmals lädt die Initiative Siedlung Berne zu einer Radrundfahrt durch die Gartenstadt ein. Seite 10

Mädchen und Jungen zu Besuch in Großhansdorf

Nr. 78

Aug 2013 www.wuzonline.de

Erholung für Tschernobyl-Kinder

Grüne IGS-Tour

Foto: Ilka Duge

Die ehemalige grüne Umweltsenatorin Anja Hajduk lädt 20 Interessierte zu einem kostenlosen dreistündigen Besuch der Internationalen Gartenschau (igs) in Wilhelmsburg ein. Unter sachkundiger Führung geht es zu ausgewählten Beispielen der Gartenschau. Die Führung findet statt am Freitag, 30. August um 15 Uhr. Anmeldung mit dem Stichwort igs sowie vollständigem Namen und Telefonnummer an [email protected] hamburg.gruene.de. Pro Person gibt es maximal zwei Plätze. Wer eine Begleitung mitbringen möchte, gibt auch deren Namen an. EinsendeDr. Wladimir Lomtev (3.v.r.) begrüßte die ersten acht ukrainischen Kinder mit ihren Begleitern schluss ist der 23. August. in der Park-Klinik Manhagen Über die Teilnahme entscheim letzten Jahr waren auf Tschernobyl-Region zu Gast im hallo auf ukrainisch. Und willdet das Los. Die Gewinner Einladung des Vereins Pry- Schullandheim „Erlenried“ in kommen sind die Kinder allewerden schriftlich benachvit erstmals14:53 16 Kinder richtigt. (WUZ) Anz_Backhaus_2007_Prozess_92x70 12.10.2007 Uhr Seiteaus 2 der Großhansdorf. Auch in diesem mal. Die Mädchen und Jungen

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Natürlich wirtschaftlich.

Jahr ist es dem Verein gelungen wieder 16 Mädchen und Jungen zur Erholung nach Deutschland zu holen. Pryvit heißt übrigens

leben in der 30-Kilometer Sperrzone rund um den stillgelegten Atomreaktor von Tschernobyl im Norden der Ukraine. Fortsetzung auf Seite 4

VOLKSMARKT 1981 - 2013 SAMMELN • TRÖDELN • SCHÖNE KÜNSTE Familienflohmarkt der Walddörfer, Marktplatz Volksdorf: 9 bis 16 Uhr in Verbindung mit dem Kultur- und Sozialtreffpunkt/ Kindermeile

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Anmeldeformulare in der Bücherhalle Volksdorf Neuer Termin: 3. November Volksbuch - Bücherbasar im WSV

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BUCHTIPPS

August 2013

von Siegfried Stockhecke, Agenda 21-Büro Volksdorf, Postfach 670502

„Die Erde gibt nach und der Himmel stürzt ein!“ So wurde zu Wikinger-Zeiten eine Katastrophe umschrieben. Genau dieses Gefühl beschleicht den Leser bei der Lektüre der beiden Bücher von Marc Elsberg und Andreas Eschbach. Black Out: „An einem kalten Februartag brechen in Europa alle Stromnetze zusammen. Der totale Blackout. Der italienische Informatiker Piero Manzano vermutet einen Hackerangriff und versucht, die Behörden zu warnen – erfolglos - der Kampf ums Überleben beginnt. Von Bild der Wissenschaft zum spannendsten Wissensbuch des Jahres 2012 gekürt flicht Elsberg vier Handlungsstränge zu einem atemberaubenden Spannungsstrang zusammen. Der Wissenschafts-Thriller „Ausgebrannt“ versetzt den Leser ebenfalls höchst dramatisch

IMPRESSUM Walddörfer Umweltzeitung© Redaktion und Anzeigen Ilka Duge (du), V.i.S.d.P. [email protected] Tel.: (0 40) 644 24 353 Fax.: (0 40) 604 50 692 Layout und Grafik Monika Thiel (mt) [email protected] Verlag m. MEDIENPRODUKTION GmbH Ahornweg 19 · 22395 Hamburg Druck A. Beig Druckerei und Verlag GmbH & Co. KG Pinneberg Die Zeitung wird auf Recyclingpapier gedruckt. Alle namentlich gezeichneten Beiträge sind in der Verantwortung der Autoren. Der Inhalt ist urheberrechtlich geschützt. Deshalb bedarf die Vervielfältigung von Informationen oder Daten, insbesondere die Verwendung von Texten, Anzeigen und Bild-, Grafikmaterial unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

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in die Endzeit des Erdöl-Zeitalters: In Saudi-Arabien versiegt das größte Erdöl-Feld der Welt und es kommt weltweit zu Unruhen. Bahnt sich das Ende der Welt an, wie wir sie kennen? Kann der alte Wikingerspruch auch heute noch Wirklichkeit werden? Nach der fesselnden Lektüre freut man sich einfach, dass der Lichtschalter tatsächlich funktioniert und man an der Tankstelle noch richtig tanken kann!

Aktueller Film-Tipp dazu: Planet RE: think. RE:duzieren – RE:cyceln – RE:generieren – RE:volutionieren. dokufilmfront im Koralle-Kino am 22. August um 19:45 Uhr. Es gibt nur einen Weg, die Zerstörung unserer Erde zu stoppen und den Ast, auf dem wir alle sitzen, selbst abzusägen: Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen.

Marc Elsberg, Black Out. Blanvalet 2013, 800 Seiten, 9,99 Euro Andreas Eschbach, Ausgebrannt. Bastei Lübbe 2008, 752 Seiten, 9,99 Euro

Das Zeitalter schwindender Ressourcen Der Bericht an den Club of Rome von Ugo Bardi ist eine wichtige und notwendige Fortschreibung der „Grenzen des Wachstums“ von 1972: „Ohne Öl keine grenzenlose Mobilität, ohne seltene Erden keine Handys, ohne Phosphat kein billiger Dünger. Wie ein Junkie von seiner Droge ist unsere Zivilisation abhängig von den Schätzen, die die Erde birgt. Doch die Anzeichen mehren sich, dass die Zeit billiger Rohstoffe bald vorbei sein wird…“ Ugo Bardi liefert eine faktenreiche Bestandsaufnahme der Rohstoffsituation unseres Planeten

und zeigt, wie wir unsere Art zu wirtschaften ändern müssen, wollen wir unseren Lebensstandard bewahren. „Durch einen sparsamen Umgang mit dem, was übrig geblieben ist und mithilfe der erneuerbaren Energien kann die Zivilisation fortbestehen, sofern wir alle bereit sind, unsere verschwenderischen Gewohnheiten aufzugeben.“ schreibt Ugo Bardi. Die „Grenzen des Wachstums“ rücken näher und die Folgen, die sich daraus ergeben, werden detailliert und umfassend dargestellt. Wir sollten dem Club of Rome für

seine Aufklärungsarbeit dankbar sein und erkennen: Wir haben nicht noch einmal 40 Jahre Zeit abzuwarten, denn die Grenzüberschreitungen finden bereits täglich statt. Am Ende stehen Taten – welche stehen in diesem Buch! Ugo Bardi, Der geplünderte Planet. Oekom 2013, 360 Seiten, 22,95 Euro

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VOLKSDORF

August 2013

Tennisgelände an der Steinreye ideal für Baugemeinschaft

Wohnprojekt Alstervogel nimmt Formen an

or gut zwei Jahren wurde die Idee bei einem Treffen von ehemaligen Klassenkameraden des GOA geboren. Warum allein im zu groß gewordenen Einfamilienhaus alt werden? Man könnte doch auch zusammenziehen und sich gegenseitig unterstützen. Eine Alten-WG in den Walddörfern? Nein, viel besser: ein oder mehrere Häuser - eine kleine Siedlung für Menschen mit dem gleichen Bedürfnis nach gegenseitiger Hilfe im Alltag und Interesse an gemeinschaftlichen Aktivitäten, ergänzt um jüngere Familien mit Kindern. Eine generationenübergreifende Baugemeinschaft! Gesagt, getan. Schnell fanden sich Interessierte, die mitmachen wollten. Der Verein Alstervogel wurde gegründet und Kontakt aufgenommen zum Bezirk Wandsbek und zur Agentur für Baugemeinschaften (AfB) in Hamburg. Seit 2003 werden in Hamburg Baugemeinschaften durch die AfB gefördert und unterstützt denn: Baugemeinschaften werden immer beliebter. Kommunen fördern Baugemeinschaften, denn sie bringen Leben in die Städte. Während Baugemeinschaften im innerstädtischen Bereich vor allem das Ziel haben, kostengünstig neuen Wohnraum zu erschließen, gibt es in den Randlagen noch viele, für die das gemeinsame Planen, das individuelle Bauen und das spätere Zusammenleben im Vordergrund steht. Viele der „Alstervögel“ leben schon lange in den Walddörfern, haben hier ihre Freunde und Bekannte und fühlen sich hier zu Hause. Ein Grundstück in der inneren Stadt kam daher nicht in Frage. Was lange fehlte, ist jetzt in greifbare Nähe gerückt – ein geeignetes Grundstück in Volksdorf: Seit 2008 ist für den

Foto: Alstervogel e.V.

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Freuen sich schon auf ihr neues Zuhause: die Mitglieder der Baugemeinschaft Alstervogel Tennisverein Wensenbalken klar, dass er sich ein neues Domizil suchen muss, denn der Pachtvertrag wurde von der Stadt nicht verlängert, weil auf dem Areal an der Steinreye Wohnungen entstehen sollen. Da der Verein unter das Dach des SV Bergstedt schlüpft, kann das Grundstück jetzt überplant werden. Ende 2013 hofft der Verein Alstervogel das freiwerdende Sportgelände an die Hand zu bekommen. Geplant sind vier Häuser mit insgesamt 45 Wohneinheiten, die zwischen 50 und 120 Quadratmeter groß sein werden sowie eine Gemeinschaftswohnung mit Gästezimmern und Räumen für gemeinsame Aktivitäten (Gruppentreffen, Feiern, Freizeit, Hobby). Im Zentrum der neuen Siedlung ist eine Grünanlage geplant. Neben Eigentumswohnungen/ Reihenhäusern, die nach neuesten ökologischen Gesichtspunkten gebaut werden sollen, wird es auch Mietwohnungen geben, die von einer Genossenschaft verwaltet werden. Der Baubeginn ist für 2015 geplant. Das Wohnprojekt Alstervogel besteht aus einer Gruppe von zurzeit etwa 30 Personen zwi-

schen 27 und 70 Jahren. Viele haben bereits erwachsene Kinder und leben jetzt allein stehend bzw. mit ihrem Partner zusammen. Andere haben noch jüngere Kinder und bereichern dadurch die Gruppe. Mit ihrer Idee hat der Verein in der Stadtplanungsabteilung im Bezirksamt offene Türen eingerannt. Auch der Planungsausschuss der Bezirksversammlung unterstützt die Idee. Nun müssen nur noch zusätzliche Interessenten gefunden werden, die sich am Projekt beteiligen. „Wir freuen uns sehr, dass der Bezirk es ermöglicht hat das Gelände Stein-

reye an eine Baugemeinschaft zu vergeben“, sagt Stefan Fehlauer, der seit Beginn dabei ist. „Wir hoffen, dass wir unseren Traum von einem gemeinsamen Wohnprojekt hier verwirklichen können und suchen vor allem noch Familien als Käufer für größere Wohnungen bzw. Reihenhäuser. Ein paar mehr Männer wären auch nicht schlecht.“ Das nächste Treffen ist am Sonntag, 25. August um 15.30 Uhr in der Begegnungsstätte Bergstedt. Mehr Infos und Kontakt auf www.alstervogel.de und www. hamburg.de/baugemeinschaften. (du)

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GROSSHANSDORF Aktuelle N achrichte n: www.wuz online.de

Foto: Ilka Duge

Fortsetzung von Seite 1 Mädchen und Jungen zu Besuch in Großhansdorf Erholung für Tschernobyl-Kinder

Die meisten kommen aus ärmlichen Verhältnissen, denn der Staat unterstützt die Menschen nicht, weil die Zone offiziell evakuiert wurde. Viele können es sich jedoch nicht leisten, aus der verstrahlten Region wegzuziehen. Daher sind fast alle Menschen die dort leben krank, weil sie sich weder einen Arzt noch Medikamente leisten können. Sie ernähren sich von dem, was sie selbst anbauen und das ist radioaktiv verseucht. In Großhansdorf geht also der erste Weg ins Krankenhaus, wo alle Kinder von Dr. Wladimir Lomtev eingehend untersucht werden. Der Arzt ist Ukrainer und kann auch bei Sprachproblemen helfen. Wie schon im letzten Jahr übernimmt die Klinik Manhagen die Kosten. Marianne und Otto Schnoor, pensionierte Kinderärzte untersuchen die Kinder ebenfalls ehrenamtlich. Auch Augen- und Zahnuntersuchungen stehen auf dem Programm. Während die acht- bis zwölfjährigen Mädchen und Jungen im letzten Jahr noch mit einem – sehr teuren - gecharterten Bus nach Großhansdorf gereist sind, konnte man in diesem Jahr auf einen Linienbus zurückgreifen, der zwischen Kiew nach Hannover verkehrt und nur halb so viel kostet. Der Fahrer hat die Kinder sogar in ihren verschiedenen Dörfern abgeholt. Der Generalkonsul der Ukraine in Hamburg Yuriy Yarmilko, hat außerdem für einen einfachen Grenzübergang gesorgt. Es ist ein gewaltiger Kraftakt, den der Aufenthalt in jedem Jahr mit sich bringt“, erzählt Wulf Garde, Vorsitzender des Vereins Pryvit „aber es lohnt sich, wenn man die Kinder sieht, wenn sie erholt und aufgepäppelt wieder nach Hause fahren“. Neben den Untersuchungen und Behandlungen – viele haben z.B. Karies oder Immunschwächen – sollen Spiel, Sport, Unterhaltung, Ausflüge und vor allem gutes Essen mit viel Obst die

August 2013

Wulf Garde mit den Kinderärzten Marianne und Otto Schnoor sowie Dr. Wladimir Lomtev kleinen Besucher stärken. In diesem Jahr sind noch zwei 15-jährige Mädchen mitgekommen, die sich ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen: ein Schnupper-Praktikum bei der Hamburger Polizei in Alsterdorf. Die Arbeit des Vereins baut auf dem Konzept und der fast 20-jährigen Erfahrung des „Freundeskreis Tschernobyl-Kinder Hamburg-Volksdorf“ auf, der altersbedingt aufgelöst wurde. „Statt eines Freundeskreises haben wir einen Verein gegründet, so dass wir Spendenbescheinigungen ausstellen können“, sagt der Wulf Garde. „Unterstützt werden wir auch von unserer Partnerorganisation in Kiew, die vor allem aus Frauen der evakuierten Stadt Prypjat – direkt neben dem Reaktorgelände besteht.“ Die Vereinsmitglieder können nur etwa fünf Prozent der Kosten für den Aufenthalt aufbringen. Größere Spenden

kommen u.a. vom Rotary-Club, aber nach wie vor ist der Verein auch auf viele Einzelspenden angewiesen, um jedes Jahr wieder den ukrainischen Kindern die Erholung und ärztliche Betreuung in Deutschland zu ermöglichen. (du)

Weitere Infos unter www.facebook.com/pryvit. Spendenkonto Haspa 1241150828.

WUZ-Info: Am 6. August vor 68 Jahren beendeten die Amerikaner den 2. Weltkrieg mit dem Atombombenabwurf über der japanischen Stadt Hiroshima. Drei Tage später detonierte eine weitere Atombombe über Nagasaki. Die Explosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort. Weitere 130.000 Menschen starben bis Jahresende an den Folgen. Trotz dieser verheerenden Auswirkungen wurde die Atomkraft zur Stromgewinnung seit den 1950er Jahren vorangetrieben. Den bis dahin größten Rückschlag gab es am 26. April 1986, als in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine im Atomreaktor von Tschernobyl eine Explosion mit Super GAU (größter anzunehmender Unfall) stattfand.

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SASEL

Im Sasel-Haus öffnet das erste Hamburger Repair-Café

Wegwerfen? Denkste!

ut 330 Millionen Tonnen Abfälle fallen jedes Jahr in Deutschland an, davon rund 50 Millionen Tonnen privater Haus- oder Sperrmüll. Viele Dinge landen im Müll, weil sie kaputt sind. Eine professionelle Reparatur übersteigt meist den Anschaffungspreis. Doch viele Dinge lassen sich mit wenigen Handgriffen wieder instandsetzen. Dafür fehlt den meisten Menschen jedoch das Geschick und das Wissen. So genannte Repair-Cafés wollen hier eine Lücke schließen. In Sasel wird am 17. August das 22. Repair-Café in Deutschland eröffnet. Die Idee kommt aus den Niederlanden, wo Martine Postma 2009 das erste Café eröffnete. Seitdem gibt es Ableger u.a. in Belgien, Brasilien, Kanada, Deutschland, Lettland, Italien, Großbritannien und den USA. Repair-Cafés sind kostenlose Treffen, bei denen die Teilnehmer allein oder gemeinsam mit anderen Dinge reparieren. Werkzeug und Material für alle möglichen Reparaturen ist vorhanden. Ehrenamtliche Reparaturexperten wie Elektriker, Schneiderinnen, Tischler oder Fahrradmechaniker helfen den Laien bei der Arbeit. So werden etwa Kleidung, Möbel, elektrische Geräte, Fahrräder, Gebrauchsgegenstände oder Spielzeug wieder heil. Die CaféTermine finden möglichst alle zwei Monate am selben Ort statt. In Sasel haben Kristina Deselaers und Christin Stöckmann die Idee aufgegriffen und wollen das erste Hamburger Repair-Café eröffnen. Durch viel Öffentlichkeitsarbeit haben sich inzwischen schon etliche Interessenten gemeldet. Wichtig ist den beiden Frauen, dass das Repair-Café eine Einrichtung für gegenseitige Hilfe ist. Es soll keine Konkurrenz entstehen zu professionellen Kundendiensten. Daher werden im Repair-Café die Din-

Foto: Ilka Duge

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Kristina Deselaers und Christin Stöckmann (r.) freuen sich über viele Interessierte ge zur Reparatur nicht einfach nur abgegeben: Das gemeinsame Reparieren steht im Vordergrund. Hier lernen Menschen unter dem Motto „Wegwerfen? Denkste!“Gegenstände auf andere Weise wahrzunehmen und sie ganz neu wertzuschätzen. Der Gedanke der Nachhaltigkeit steht an erster Stelle: nicht wegwerfen und neu kaufen, sondern reparieren, das Reparaturwissen erhalten und weitergeben und den sozialen Zusammenhang der Gemeinschaft vor Ort fördern. Da die beiden Saselerinnen das Projekt bisher allein auf die Beine gestellt haben, freuen sie sich über Unterstützung jeglicher Art, ob bei Kuchenspenden, als Hilfe in der Cafeteria oder als „Experte“, Interessierte sind stets willkommen. „Vielleicht hat der begeisterte Tüftler, der sonst eher ohne Publikum repariert oder sich selbst auch gar nicht als ‚Experte‘ sieht, Lust bei uns mit zu machen“, fragt sich Kristina Deselaers. „Viele haben auch keine Erfahrung mit einem Ehrenamt. Wir suchen keine Menschen, die sich Vollzeit verpflichten, sondern alle zwei Monate einen entspannten und inspirierenden Nachmittag im Repair-Café verbringen mögen, dort Ihr Wissen teilen und ande-

ren damit eine Freude machen. Oft entwickeln auch Frühpensionierte oder Menschen ohne Arbeit ihr ganz eigenes Reparaturwissen. Auch sie möchten wir gerne motivieren bei uns mitzumachen. Was uns fehlt ist z.B. auch jemand, der Uhren reparieren kann.“ Wer nichts zu reparieren hat, nimmt sich eine Tasse Kaffee oder Tee oder hilft jemand anderem bei der Reparatur. Verschiedene Bücher zum Thema Reparatur und Heimwerkern ergänzen als Inspirationsquelle das Angebot. Da das Repair-Café eine ehrenamtliche Einrichtung ist muss

es sich selbst tragen. Auch wenn keiner für die Reparatur etwas bezahlen muss, sind doch Spenden willkommen. Vor allem für die Raummiete, das Material und die Flyer haben die beiden Frauen Unterstützung aus dem Sondermitteltopf der Bezirksversammlung bekommen. Das erste Repair-Café in Hamburg findet statt am Samstag, den 17. August von 14 bis 18 Uhr im Sasel-Haus, Saseler Parkweg 3. Weitere Infos gibt es unter www.repaircafe-sasel.de oder Tel. 01577/3306217. (du)

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NATUR UND UM W ELT

August 2013

Hamburg will Vorreiterrolle bei Dachbegrünung übernehmen

„Grasdächer“ verbessern das Stadtklima n unseren Städten sind heute mehr als zwei Drittel der Fläche versiegelt. Ökologen haben berechnet: Wenn nur fünf Prozent aller Gebäudeoberflächen begrünt würden, wäre eine entscheidende Verbesserung des Stadtklimas erreicht. Grüne Dächer und Fassaden sind also nicht nur eine Augenweide sondern auch ein Dienst an der Umwelt.

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wärmer als im Umland. Dadurch entwickeln sich kleinräumige Gewitter, die zu Überschwemmungen führen können. Dachund Fassadengrün sorgt für ein deutlich besseres Stadtklima.

Freizeitbereiche, Ruhezonen, soziale Treffpunkte, Regenwasserspeicher oder Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen aktiviert werden. Grüne Dächer wachsen aber

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Von der Bergstedter Firma biotop begrüntes Vordach Bepflanzte Dächer nehmen Regenwasser auf, das langsamer verdunstet und gleichzeitig für Kühlung sorgt. Darüber hinaus binden sie Kohlendioxid, Staub und Schadstoffe. Außerdem sorgt ein bepflanztes Dach für einen besseren Wärmeschutz im Sommer und Winter - und das auf ganz natürliche Weise. Damit leisten grüne Dächer einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Sie ersetzen zwar keine Wärmedämmung, senken jedoch zusätzlich den Energieverbrauch und somit den Kohlendioxid-Ausstoß. Hamburg will in diesem Bereich jetzt eine Vorreiterrolle einnehmen. Beim dritten Internationalen Gründach-Kongresses im Mai in der Hansestadt erklärte Bürgermeister Olaf Scholz, dass er die Entwicklung einer umfassenden kommunalen GründachStrategie in Auftrag gegeben hat. Dabei sollen die Dachflächen, je nach Eignung und Bedarf, als

nicht nur in der Stadt. In den Walddörfern und im Alstertal gewinnt die Dachbegrünung bei der Gartengestaltung und im Gartenbau eine immer größere Bedeutung aufgrund der zunehmenden Anzahl von Carports und Flachdächern. Bei einer Neuanlage wird auf dem Dach vom Dachdecker zuerst ein Dachaufbau mit wurzelfester Abdichtung erstellt oder vom Gärtner eine Wurzelschutzfolie aufgebracht, die die Dachabdichtung vor Verletzungen durch Wurzeln schützt. Auf die Wurzelschutzfolie wird ein Vlies gelegt. Die nächste aufzubauende Schicht ist die Dränschicht, die den Abfluss des Wassers aus der Vegetationsschicht sichert. Die oberste Schicht bei einer Dachgartenanlage ist die Vegetationstragschicht, deren Dicke zum einen von der Tragfähigkeit des zu begrünenden Daches und zum anderen von der Art der gewählten Begrünung

abhängt. „Da bei einer extensiven Dachbegrünung kleinere Pflanzen ohne ein stark ausgeprägtes Wurzelwerk verwendet werden, reicht hier häufig eine Dicke von ca. 10 cm“, weiß Gernot Heise von der Firma biotop. Bei extensiv begrünten Dachflächen verwendet man Pflanzen, die unter z. T. extremen Bedingungen mit einem minimalen Pflegeaufwand gedeihen. Besonders wichtig ist die Fähigkeit der ausgewählten Pflanzen auch längere Trockenperioden ohne Schäden zu überstehen. Geeignet sind u. a. Sedum-, Sempervivum-, Thymus, Festuca- und Hieracium-Arten. Eine extensive Dachbegrünung bietet sich auch nachträglich für jede/n Garage, Carport, oder Schuppen an, wenn die Statik dieses erlaubt und die Dachneigung nicht zu groß ist. (WUZ)

VHSSommerwerkstatt Die VHS-Ost präsentiert vom 23. bis 25. August ihr künstlerisches und kunsthandwerkliches Angebot und ihre Kunstwerkstätten im Volkshochschulhaus in Farmsen in verschiedenen Workshops. Alle Angebote vom Zeichnen, Malen, Goldschmieden, Reisefotografie, Stein- und Holzbildhauerei, Filzen bis zum Tanzoder Gesangsworkshop werden begleitet von erfahrenen Künstlern und Kunsthandwerkern. Insgesamt beginnen bereits im August fast 90 Kurse und es finden Informations- und Beratungsveranstaltungen auch im VHS-Haus in Wellingsbüttel, Rolfinckstraße 6a statt. Weitere Infos im VHS-Zentrum Ost im Berner Heerweg 183, Tel. 4288530 oder unter www. vhs-hamburg.de. (WUZ)

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M EIENDORF

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Gewerbefläche am Schierenberg wird überplant FE

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So sieht die Planung für das neue Wohnquartier am Schierenberg (Straße am oberen Bildrand) aus Knappheit an Arealen für den Wohnungsbau wäre es im Einzelfall vertretbar, Gewerbe- in Wohnungsbauflächen umzuwandeln, so Schünemann. Das städtebauliche Konzept sieht den Bau von fünf Geschosswohnungsbauten vor. Vier U-förmige Häuser gruppieren sich um eine zentrale, dreieckige Freifläche. Entlang dieser Freifläche weist die Bebauung vier Geschosse auf, so dass ein gefasster, urbaner Raum mit öffentlichem Charakter entsteht. In den übrigen Bereichen, insbesondere zur Straße Schierenberg, sind drei Geschosse vorgesehen. Zur Straße Schierenberg hin öffnen sich die Gebäude und bilden damit einen vergleichsweise kleinteiligen Übergang zur sich nördlich anschließenden Bebauung. Die entstehenden Höfe dienen als private Freiräume und für die Oberflächenentwässerung. Im Geschosswohnungsbau am westlichen Plangebietsrand ist die Integration einer Kindertagesstätte vorgesehen. Die Gebäude werden durch eine neu zu errichtende Ringstraße erschlossen; notwendige Stellplätze sollen in Tiefgaragen Platz finden. Je nach Wohnungsgröße sind 160

bis 200 Wohneinheiten möglich. Vorgesehen ist ein Anteil von mindestens 30 Prozent öffent-

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1.OG W O H N E N

lich geförderter Wohnungen. Susanne Zechendorf (Grüne) freut sich, dass der Investor nur Mietund keine Eigentumswohnungen bauen will und dass er das jetzt zum Teil versiegelte Areal durch Mietergärten sowie Grün- und Wasserflächen und zwei Kinderspielplätze aufwertet. Zur Umsetzung des Vorhabens ist eine Planrechtsänderung von Gewerbe in Wohnen erforderlich. Auch der Flächennutzungsplan und das Landschaftsprogrammes müssen geändert werden. Daher wird ein vorhabenbezogener Bebauungsplan mit der Bezeichnung Rahlstedt 129 neu aufgestellt, der das alte Planrecht ablösen soll. Die öffentliche Plandiskussion zum Bebauungsplan findet am Montag, dem 19. August um 18 Uhr im Gymnasium Meiendorf, Schierenberg 60 statt. (WUZ) EG

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2.OG W O H N E N

1.OG W O H N E N

1.OG W O H N E N

EG

WOHNEN

EG

GRÜN

GEHWEG GRÜN

GRÜN GEHWEG

GRÜN

1,42

3,00

WOHNEN

RAMPE 15 %

3,00

2,00

1,42

SYSTEMSCHNITT

5,00 18,43

2,00

0

5m

B-B

3.OG W O H N E N

3.OG W O H N E N

2.OG W O H N E N

2.OG W O H N E N

EG

ANLEITERBEREICH

5 m²

F

2.OG W O H N E N

1.OG W O H N E N

1.OG W O H N E N

m

Pappel 0.3/6

Eiche 0.5/12

23.80

H

IV

Fahrräder

85

MÜLL

III

III

BGF 702 m² F

Fahrräder

Fahrräder

4.15 5.00

C

MIETER - GÄRTEN

B

Fahrräder

F

EIC

²

KLEIN-KINDER 182 m²

GF 1092 m² BGF 2496 m²

Rampe 169 m²

B

ER

3xEiche 3x0.45/20

IV

Esche 0.3/6

Buche 0.4/12

RB

30

5 m²

MÜLL

F

F

EINFAHRT

F

ICH

5 m²

5 m²

m L h = 3,0 m + 3,0 m = 6,0 ND MIT ERDWAL

GF 1207 m² BGF 2608 m²

RE

5 m²

III

BE

ANLEITERBEREICH

F

KISPI 1519 m²

ER



m² 101

Eiche 0.45/16

EIT

ITE

4400 4402

2.65 3.50 2.10

L AN

LE

KISPI 1115 m²

KLEIN-KINDER 111 m²

F

5 m²

27

5 m²

LL

BE ST H .PL.

BGF



AN

F



Eiche 0.5/15

F

5 m²

m² 1092 m² 2496

F

2xEiche 2x0.4/14

F

LL

GF F BG

NF KITA 0 m²

rd.50

288

85 4.15 5.00



IV

5 m²

ER

BE ST H .PL.

F

LL

ET

Eiche 0.9/22

Eiche 0.8/14



MI







EN

m² 1092 m² GF F 2496 BG

F

702

N TE

RT

Ä - G

702

IV

7 m² e 18 Ramp

LL

702

2.50

BGF

F

LL

AH



III BGF

F

A

III

N



SF

III BGF

5 m²

A

Pappel 0.22/6

KE

Eiche 0.5/12

N KE ICH TE -BEC RR

I

E

2.OG W O H N E N

A M

RW

Platane 0.6/14

BGF

S

2.50

13.00

4 m²

Buche 0.2/4

Eiche 0.45/14

S

Birke 0.6/11

Platane 0.35/10

Buche 0.2/6

Pappel 0.2/7

A

= 3,0 m + 3,0 m = 6,0 m Lärmschutzwand + Erdwall h

r=

Pappel 0.25/7

R

1.OG W O H N E N

WOHNEN

EG

GRÜN

GEHWEG

GRÜN / SPIELEN

GEHWEG

3,00

2,00

6,50 16,50

2,00

SYSTEMSCHNITT

Projekt

G

ER

NB

18.00

UE

8.25

6.75

Eiche 0.45/14

T

Bauherr

RE

18.00

FE

13.00

Pappel 0.25/8

S

Eiche 0.6/12

13.00 5

R

m

Platane 0.45/12

20.00

15.00 15.00

E

Planung

20.00

L

Plan

HIE

E

W O H N Q U A R T I E R

SC

S

Ahorn 0.3/8

13.00

LÄRMSCHUTZWA

Grafik: Folker Schneehage, Architekt BDA/Bezirksamt Wandsbek

22.00

A

HR

7 m²

13.00 48.00

10,5

UE

E RW

6xWeide 6x0.5/20

16.50

0

145.5

17.90

Das heute unbebaute Grundstück ist im geltenden Bebauungsplan Rahlstedt 28 als Gewerbegebiet festgesetzt. Früher befand sich auf dem Areal eine Gärtnerei. Inzwischen liegt die Fläche seit vielen Jahren brach und wurde für eine gewerbliche Nutzung nicht nachgefragt. Da nördlich der Straße Schierenberg ein Wohngebiet liegt, ist die Straße nur sehr eingeschränkt hinsichtlich Lärmemissionen und erwartbarer Verkehrsbelastung als Erschließungsstraße für Gewerbe nutzbar. Zum angrenzenden südlichen Gewerbegebiet hin gibt es bereits jetzt einen Erdwall mit Lärmschutzwand, der zu den Seiten hin ausgebaut werden soll. Die benachbarten Gewerbegebiete werden also keine Einschränkungen erfahren und bleiben erhalten. Angesichts dringend benötigter Flächen für den Wohnungsbau ist es aus Sicht von SPD und Grünen verantwortungslos, den gegenwärtigen Zustand der Brache weiter hinzunehmen. CDU und FDP stimmten gegen die Pläne, weil sie Gewerbegebiete nicht antasten wollen. „Zwischen 1995 und 2011 wurden in Wandsbek 88,5 Hektar neue Gewerbeflächen geschaffen (Stand Juli 2012). Davon stehen knapp 20 Hektar ungenutzt zur Verfügung, die Fläche Schierenberg ist dabei nicht eingerechnet“, weiß Rainer Schünemann (SPD). Bei diesem Umfang an Gewerbeflächen und der ausgesprochenen

48.00

18.00

D

ie „Dr. Helmut Greve Bau und Boden Aktiengesellschaft“ beabsichtigt auf ihrem 1,9 Hektar großen Grundstück an der Straße Schierenberg in Meiendorf Wohnungen zu bauen. Der Planungsausschuss der Bezirksversammlung hat im Juni die Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanverfahrens und eine öffentliche Plandiskussion am 19. August beschlossen.

13.00

GRÜN

S

S C H I E R E N B E R G

Greve Bau will 160 bis 200 neue Wohnungen bauen

WOHNEN

GRÜN

3,00

0

5m

C-C

WOHNQUATIER AM SCHIERENBERG HAMBURG

PROF. DR. DR. H.C. HELMUT GREVE PROF. DR. H.C. HANNELORE GREVE

OSTERBEKSTR. 90B 22 083 HAMBURG

TELEFON : 040 - 27 89 00

FOLKER SCHNEEHAGE ARCHITEKT BDA

LAGEPLAN SYSTEMSCHNITTE

J A N U A R 2013

ILMNACHT

R GRÜNEN F INLADUNG ZU

“ Y E N O H N A H „MORE T AM FREITAG 6. SEPTEMBER 2013, EINLASS 19:30 UHR

im Koralle-Kino, Kattjahren 1 (U1-Volksdorf) Politisches Gespräch mit ANJA HAJDUK

I E R F T T I R T EIN

GRUENE-WANDSBEK.DE

8

WO H L D ORF- OHLSTEDT / HUM M ELSBÜTTEL

August 2013

Erweiterung des NSG Wohldorfer Wald

Senat übergeht Stellungnahme der Naturschutzverbände

A

Warum soll es in den Erweiterungsflächen erlaubt sein, mit Wasserfahrzeugen aller Art zu fahren, zu baden, zu tauchen, Drachen oder Flugmodelle oder Schiffsmodelle zu starten? Hat jemand die Absicht, ein Tourismus-Objekt in Wohldorf zu eröffnen? fragt sich Horst Bertram vom Botanischen Verein zu Hamburg. Warum sollen nicht mindestens zehn, sondern nur fünf Prozent der „Holzbodenfläche“ unbewirtschaftet bleiben? Warum soll es nicht zehn sondern nur fünf Biotopbäume je Hektar „Holzbodenfläche“ geben? Will Hamburg ein Maximum an Holz aus dem Wald holen? Warum soll im Erweiterungsgebiet die Jagd z.B. auf Ringeltauben groß-

Foto: Ilka Duge

m 25. Juni hat der Hamburger Senat die Erweiterung des Naturschutzgebietes (NSG) Wohldorfer Wald beschlossen. Wie schon in der WUZ im Dezember 2012 berichtet, hat die AG Naturschutz Hamburg (www.agnaturschutz-hamburg.de) Zweifel angemeldet, die jetzt bei der Umsetzung nicht berücksichtigt wurden.

Wanderweg im Südwesten des Wohldorfer Waldes zügig erlaubt werden - anders als im bisherigen NSG-Teil? Und warum schließt man für die Er-

weiterungsflächen ausdrücklich die für den bisherigen NSG-Teil geltenden Schutzziele nach der

Planfeststellungsverfahren Müllberge hat begonnen In der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) gibt es Pläne zur Genehmigung für eine Deponie der Klasse I für kontaminierten Erdaushub an den „Hummelsbüttler Müllbergen“ im Norden der Hummelsbüttler Feldmark (die WUZ berichtete). Die zukünftige Deponie an der Westseite der „Müllberge“ soll innerhalb von elf Jahren eine Gesamthöhe von 40 Metern erreichen. Die bisher als Schmittsche Koppel benannte Fläche liegt direkt an der Glashütter Landstraße - von dieser nur abgetrennt durch eine Baumreihe. Nach

elfjähriger Auffüllung würde die Deponie eine Fläche von 40.000 Quadratmetern bedecken. Die Interessengemeinschaft „Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge“ lehnt die Deponiepläne aufgrund der Altlasten aus den Altdeponien und der neuen Gefahren für die Umwelt rund um die Müllberge ab. Sie fordert eine Prüfung auf Sanierung der Altdeponien, die Begrabung sämtlicher Deponiepläne und die Erarbeitung eines zukunftsweisenden Konzept am Runden Tisch für die gesamte Fläche der Müllberge.

Inzwischen wurde das Planfeststellungsverfahren von der BSU am 1. August begonnen. Die Behörde bietet für Interessierte ein Infogespräch noch vor der öffentlichen Auslegung der Pläne am Freitag, 16. August um 16 Uhr an. Thema sind nicht nur die Pläne, sondern auch der „Ablauf des formalen behördlichen Verfahrens“ und die Beteiligungsrechte der Bürger. Anmeldung unter Tel. 428404154 oder Mail [email protected] (WUZ)

FFH-Richtlinie (Flora-Fauna Habitat) aus? Will sich der Senat die Wieder-Aufhebung eines Tages vorbehalten? In der Begründung der Verordnung ist jedoch zu lesen, dass der größte Teil des Erweiterungsgebietes von Lebensräumen der FFH-Richtlinie eingenommen wird, weiß Bertram. „In der Stellungnahme der AG Naturschutz waren diese Mängel des Verordnungs-Entwurfs klar benannt worden. Diese Einwände hat der Senat schlicht vom Tisch gewischt und eine Verordnung beschlossen, deren Text in Teilen im Widerspruch zu der Begründung steht. Offensichtlich hat die Wirtschaftsbehörde, zuständig für Hamburgs Forsten, hier massiv eingegriffen“. Warum lässt sich die Umweltsenatorin diese Eingriffe bieten? Warum setzt sie sich nicht dafür ein, Hamburgs Wälder in die Umweltbehörde zu übernehmen? Viele Fragen, auf die Bertram bisher keine Antworten bekommen hat. Die Stadtentwicklungsbehörde hat eine ähnliche Anfrage der WUZ bisher auch nicht beantwortet. (WUZ)

Radtour durch den Brook Die grüne Spitzenkandidatin Anja Hajduk lädt ein zu einer Radtour durch das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook am Sonntag, 18. August um 10.30 Uhr. Geführt wird die Tour vom NABU. Neben dem eigenen Fahrrad sollte auch ein Fernglas mitgebracht werden. Die Radtour dauert etwa zweieinhalb Stunden. Der Treffpunkt ist am Bahnhof Ohlstedt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahl bitten die Grünen um Anmeldung unter [email protected] (WUZ)

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WALDDÖRFER / ALSTERTAL

August 2013

Verlässliche Zahlen für Hamburgs Nordosten gefordert

Politik kommt um das Thema Fluglärm nicht herum

ie Bürgerinitiative Alstertal/Walddörfer gegen Fluglärm (BAW) hatte zu einer Diskussionsrunde zum Thema Fluglärm eingeladen. Etwa 250 Interessierte nicht nur aus Duvenstedt, waren gekommen. Die Initiative fordert von den Parteien in der Bürgerschaft sich für die Einstellung der verkürzten An- und Abflüge und für steilere Winkel bei Anund Abflügen einzusetzen sowie für die strikte Einhaltung des Nachtflugverbots zwischen 22 und 7 Uhr. Eines hat die Initiative inzwischen erreicht: Im Süden Duvenstedts wurde vom Flughafen eine mobile Lärmmessstation eingerichtet. Hier sollen nicht nur Durchschnittswerte erhoben werden sondern auch Einzelschallergebnisse. „Einen Tag vor Beginn der Landebahnbauarbeiten lagen die Spitzen hier -, etwa einen Kilometer entfernt vom Leitstrahl -, bei 70 Dezibel, weiß Dörte Walberg. „Normalerweise fädeln sich die Flugzeuge bei etwa zehn bis 15 nautischen Meilen (15 bis 22 Kilometer) vom Aufsetzpunkt entfernt bei Bargteheide auf den Leitstrahl ein. Bei den verkürzten Anflügen geschieht das in etwa fünf bis sechs nautischen Meilen über Duvenstedt oder Bergstedt. Durch den Bremsvorgang in sehr viel geringerer Höhe verursachen sie mehr Lärm“, erklärt Dörte Walberg, Sprecherin der Initiative das Problem. Der Grund für die verkürzten Anflüge wird von der Deutschen Flugsicherung (DFS) gern mit Sicherheitsaspekten begründet und damit, dass sich der Lärm nicht nur auf ein Gebiet konzentrieren soll. Fakt ist inzwischen jedoch, dass sich der Kerosinverbrauch durch den kürzeren Weg wirkungsvoll reduzieren lässt. Axel Schmidt, beim Flughafen zuständig für den Umweltschutz, bestritt den erhöhten Lärmpegel,

Foto: Ilka Duge

D

Diskussionsteilnehmer von links: Prof. Greiser, Dennis Thering, Axel Schmidt, Dörte Walberg, Andreas Dressel, Ulrich Flamme (Ini), Fluglärmschutzbeauftragte Gudrun PierohJoußen, Moderator Borwin Richter, Ulla Möller (Ini) und Olaf Duge. Nicht auf dem Foto: Sabine Wils gab aber später zu, dass ein Kurvenflug mehr Lärm verursacht als ein Geradeausflug. Die DFS, die in der Runde nicht vertreten war, hatte vorher bestätigt, dass im letzten Jahr 25 Prozent der Anflüge über die Landebahn 23 (Langenhorn/Poppenbüttel) verkürzt waren. Die anwesenden Politiker von SPD, GAL, CDU und Linke sprachen sich gemeinsam dafür aus den aktiven Lärmschutz weiter verbessern zu wollen. Andreas Dressel (SPD) erklärte, dass demnächst zwei Anträge zum Thema im Umweltausschuss, zu dem auch die DFS eingeladen würde, behandelt werden. Für ein europaweites Nachtflugverbot will sich Sabine Wils (Linke) im Europaparlament einsetzen. Olaf Duge (Grüne) forderte, dass bundesweit Grenzwerte für Fluglärm festgelegt werden. Die Grünen sind auch für eine drastische Erhöhung der Start- und Landegebühren nach 22 Uhr. Dennis Thering (CDU) möchte, dass wie in Frankfurt auch für Hamburg kanalisierte Anflugrouten eingeführt werden. Für alle Beteiligten ist es zudem wichtig, dass über die verkürzten Anflüge Buch geführt wird, dass

es verlässliche Daten, auch über Lärmbelastungen gibt, die für die Walddörfer und das Alstertal relevant sind. „Es gibt in Hamburg keine Zahlen, wie viele Menschen vom Fluglärm betroffen sind“, sagt Dörte Walberg. Dass Lärm und insbesondere Fluglärm vor allem in der Nacht krank macht ist unbestritten. Lärm erzeugt Stress, was zu Herz-Kreislauferkrankungen führen kann. Das hatte auch Professor Dr. med. Eberhard Grei-

ser, emeritierter Professor für Epidemiologie und Biostatistik am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen, zuvor in einem eindrucksvollen Vortrag dargelegt. Nicht berücksichtigt wurden bei der Debatte bisher die ökologischen Auswirkungen des Luftverkehrs: Durch die Verbrennung von Kerosin entstehen gesundheitsschädliche und klimawirksame Gase besonders in der Nähe der An- und vor allem der Abflugrouten. (du)



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BERNE / VOLKSDORF

August 2013

Tag des unbequemen Denkmals

Fahrradführung durch die Gartenstadtsiedlung Berne

I

Zum ersten Mal nimmt die Gartenstadtsiedlung Berne als „frischgebackenes“ Denkmal am „Tag des offenen Denkmals“ teil. Die Initiative-Siedlung-Berne veranstaltet am Samstag und Sonntag 7. und 8. September um jeweils 12 und 15 Uhr Fahrradführungen durch die Siedlung. Themen sind die historischen Aspekte der Siedlung und - anlässlich der Auseinandersetzungen um die Unterschutzstellung der Siedlung - auch die jüngste Vergangenheit. Besucher haben die Gelegenheit, sich ein Haus von innen anzusehen und mehrere Gärten zu besichtigen. Nach den Fahrradführungen werden bei Kaffee und Kuchen noch offene Fragen beantwortet. Startpunkt ist an beiden Tagen vor der Lienaustraße 19. Aktuelle Infos und etwaige Änderungen des Programms unter www. Initiative-Siedlung-Berne.de. „Das diesjährige Motto ‚Unbequeme Denkmäler?‘ berührt einige grundsätzliche Fragen der Denkmalpflege: Was ist erhaltenswert und warum? Was macht ein Denkmal unbequem? Gibt es überhaupt ‚bequeme‘ Denkmäler?“, schreibt Irina v. Jagow, Stiftung Denkmalpflege im Vorwort des Programms. „Ein Denkmal kann unter verschiedenen Gesichtspunkten als unbequem angesehen werden. Besonders augenfällig ist das für die Zeugnisse von Krieg, Kolonialismus und Diktatur: Die politischen und sozialen Umstände der Zeit, in der sie entstanden, aber auch die Erfahrungen, die Menschen machten, als sie mit dem Objekt verbunden waren – sei es dass, sie unterdrückt wurden, gekämpft oder gelitten

Fotos: Ilka Duge

mmer am zweiten Septemberwochenende öffnen sich beim Denkmaltag historische Orte in ganz Europa. Das Schwerpunktthema in diesem Jahr in Hamburg lautet „Unbequeme Denkmäler?“.

haben. Ihre Erhaltung dient der Aufklärung und Auseinandersetzung mit ihnen und den Umständen ihrer Entstehung.“ Das vollständige Programm kann unter: www.hamburg.de/kulturbehoerde/denkmalschutzamt heruntergeladen werden. (WUZ)

Doppeltes Denkmal: ehemaliges Wohnhaus der Widerstandskämpfer Käthe und Richard Tennigkeit mit Stolpersteinen am Moschlauer Kamp

Serie: Ich geh durchs Dorf – 8. Folge: Faustrecht in Volksdorf Montag Morgen gegen zehne. Sonnenschein, alles freundlich. Es wird Zeit für mich bei Simon einige gebrauchte Pappkartons für meine „Lesefrüchte“, antiquarische Bücher, abzuholen. An der U-Bahnstation vorbei fahre ich Richtung Uppenhof, hinter dem zweiten Zebrastreifen wirds enger. Kein Fußgänger? Also hinein in den zugeparkten schmalen Abschnitt. Da, ein strammer Radfahrer so Mitte 60, mein Alter, fährt mitten auf der Fahrbahn, ein hochmoderner Fahrradritter mit Klettverschlüssen anstatt Fahrrad-

klammern und einem spacigen Helm, alles höchstwertig. Routiniert aber irgendwie angestrengt strampelnd gibt er mir keine Gelegenheit bei Gegenverkehr vorbei zu kommen. Durch einen Überholvorgang weitgehend über die linke Spur kann ich doch vorbei. Ich hupe kurz und mahne mit einer leichten Handbewegung: Bitte rechts halten! Das hätte ich mal lieber nicht machen sollen. Jetzt komme ich in Schwierigkeiten: ein Auto setzt vor mir aus der Parkbucht und ich muss halten.

Der Biker zieht jetzt links an mir vorbei, holt mit der Faust aus und haut mit voller Kraft gegen meine Windschutzscheibe. Ein ganzkörperlich gebrülltes „Idiot“ folgt – und am ausparkenden Auto vorbei wird er am Horizont immer kleiner. Schnell ist er auch noch. Eben noch ein schöner Morgen, dann so was. Es wird eng hier in Volksdorf. Rücksichtslosigkeit, Brüllerei und Faustrecht sind keine Lösung. Was dann? Agenda-21-Büro Volksdorf, Siegfried Stockhecke

August 2013

11

NATUR UND UM W ELT

Wie die Wirtschaftsbehörde mit „ihrem“ Wald umgeht

Fichten-Plantage statt Öko-Wald

M

„Waldbauliches Ziel der Hamburger Landesforstverwaltung ist die Begründung, Pflege und Erhaltung standort- und funktionsgerechter, in sich gesunder, möglichst naturnaher Waldlebensgemeinschaften, die infolge ihrer Größe, Artenvielfalt und Artenstruktur gegen äußere Einflüsse möglichst widerstandsfähig sind. Dieses Ziel soll mit dem geringsten Aufwand und unter Ausnutzung der natürlichen Entwicklungsprozesse angestrebt werden. Dazu gehört auch die Eigenentwicklung von Wäldern.“(Umweltbehörde, 1982) Auf 15 Prozent der Brachäcker nordöstlich von Tangstedt wurden nach dieser Maxime sogenannte Bioinseln geschaffen. Das sind Quadrate von etwa 25 mal 25 Metern, die mit je einer heimischen Laubbaumart bepflanzt wurden. Innerhalb der Bioinseln kann sich ein bestandseigenes Mikroklima aufbauen, das die biologische Widerstandskraft der jungen Bäume stärkt. Die Artenauswahl erfolgte gemäß der Standortkartierung mit Trauben- und Stieleiche, Esche, Rotbuche und Bergahorn, an den Rändern mit Hainbuche, Blutrotem Hartriegel, Haselnuss, Faulbaum und Vogelbeere. „Zukünftig sollen die Flächen sich weitgehend selbst überlassen bleiben, so dass sich durch natür-

Foto: Horst Bertram

it der Herausnahme von 170 Hektar der ehemaligen hamburgischen Staatsgüter Wulfsdorf und Wulksfelde aus der landwirtschaftlichen Nutzung konnte auf bisherigen Ackerflächen westlich der B 432 in Höhe Rethfurt/Kreis Stormarn in den 1990er Jahren ein ökologisch bedeutsames Projekt in Gang gesetzt werden: Die Landesforstverwaltung (damals Teil der Umweltbehörde) setzte hier das sogenannte „Taiga-Modell“ um.

Stechfichten aus Nordamerika im hamburgischen Öko-Wald liche Aussaat auch die Pflanzenarten der Umgebung ansiedeln und im Laufe der Zeit artenreiche Pionierwälder heranwachsen können.“ (Umweltbehörde, 1993) Diese Ziele wurden offenbar inzwischen still und heimlich (mindestens teilweise) aufgegeben. Auf Flächen, die der Eigenentwicklung dienen sollen, wurden Weihnachtsbaumkulturen angelegt, wie sich bei Kartierungsstreifzügen zufällig herausstellte, fand Horst Bertram vom Botanischen Verein Hamburg

heraus. Die Plantagen sind sogar auf Luftbildern von Google Earth zu entdecken. Im August vor Ort aufgenommene Fotos zeigen in Reihe stehende Stech-

fichten (Picea pungens), deren Heimat die Rocky Mountains sind, unter ihnen auch zahlreiche mit blaugrüner Benadelung. In der Fläche 2 fallen scheinbar baumlose Reihen auf. Erst die Nachsuche förderte hier verzwergte (mehrfach verbissene) Nordmanntannen (Abies nordmanniana) zutage, die im Kaukasus beheimatet sind. Mit der vorgeblichen ökologischen Waldbewirtschaftung sind solche Plantagen in keiner Weise zu vereinbaren. Sie widersprechen vollends den Behauptungen und politischen Festlegungen über die Rolle der Ökologie in hamburgischen Staatswäldern. Im Gegenteil: Es sollen schnelle Gewinne erwirtschaftet werden. Das Regelwerk des Forest Stewardship Council (FSC 2010), dem sich Hamburg verschrieben hat, lässt derlei Plantagenwirtschaft überhaupt nicht zu (Prinzip 10) , und es ist schleierhaft, wieso diese Anpflanzungen den Kontrollen des Zertifizierers entgehen konnten. Unter einem Umweltsenator Curilla, Vahrenholt, Kuhbier oder Porschke wäre das nicht passiert - da gehörte die Forstverwaltung in die Umweltbehörde. Fazit des Botanischen Vereins: Wenn man solchen Widersinn vermeiden will, dann muss die Verantwortung für unseren Wald aus der Wirtschaftsbehörde in den Naturschutzbereich der BSU zurückverlagert werden. Dass Handlungsbedarf besteht, hatte bereits die Evaluierung der Forstbehörde durch einen Fachmann vor zwei Jahren ergeben. (WUZ) ●

Gartengestaltung



Teichbau



Naturspielplätze



Baumpflege

040 - 601 06 80 www.biotop-hamburg.de

12

NATUR UND UM W ELT

August 2013

Wespen, Hummeln und Hornissen

Keine Angst vor schwarz-gelb

ommer, Sonne, draußen sein. Nach mehreren regnerischen Sommern genießen viele Menschen ihren Garten, Balkon oder die Grünflächen der Stadt auch um draußen zu Essen oder zu Grillen. Jetzt im August müssen sie damit rechnen, dass auch Wespen vor allem von Süßspeisen aber auch Fleisch und Wurst angelockt werden. Dabei ist Ärger vorprogrammiert, denn viele Menschen fürchten sich vor den schwarz-gelben Insekten. Bei Wespen denkt jeder zunächst an die gelb schwarz gezeichneten Insekten mit dem gefürchteten Stachel. Wespe ist aber auch der Name für fast alle Insekten, die wir Hautflügler nennen. Dazu gehören auch Bienen, Hummeln, Hornissen und Ameisen. Alle acht in Deutschland vorkommenden sozialen Wespenarten leben wie Honigbienen, Hummeln, Hornissen und Ameisen nicht allein, sondern bilden Völker. Bekannt und teilweise lästig sind nur zwei der acht sozial lebenden Wespenarten: die Gemeine Wespe (beiges Nest) und die Deutsche Wespe (graues Nest). Sie bauen ihr Zuhause stets an dunklen Orten, während die „friedlichen“ Wespen ihre filigranen Bauten frei hängend am Dachstuhl, an Markisen oder auch im Gebüsch aufhängen. Bei Wespen, Hummeln und Hornissen entsteht jedes Jahr ein neues Nest. Im Frühjahr nach der Überwinterung fängt ein einzelnes Weibchen, die Königin, mit dem Nestbau an. Je nach Art sucht es einen geeigneten Platz: Während Wespen und Hummeln Erdlöcher bevorzugen, bauen Hornissen nur überirdisch (ockerbraunes Nest). Hier werden Baumhöhlen, Totholz, Hohlräume in Bauwerken oder Vogelnistkästen bevorzugt. Hummeln findet man auch in Hausisolierungen. Das Startnest bei Wespen besteht

Foto: Jon Sullivan.PDPhoto.org/Public Domain/wikipedia

S

Eine Königin der Deutschen Wespe kann bis 20mm groß werden aus einer kleinen Wabe mit wenigen sechseckigen Zellen. In diese legt die Königin jeweils ein Ei und zieht die ersten Larven selbst groß. Etwa Ende April/Anfang Mai schlüpfen die ersten Arbeiterinnen und beginnen mit der Aufzucht weiterer Larven und mit der Erweiterung des Nestes. Als Baumaterial wird verwittertes Holz verwendet, dass die Wespen mit ihren Kiefern abschaben, mit Speichel vermischen und zu einer Art Pappmaché verarbeiten. Wenn im Spätsommer Jungköniginnen und Drohnen (Männchen) herangewachsen sind, haben die Arbeiterinnen Zeit, an sich selbst zu denken und erscheinen an unseren Eisbechern und Obstkuchen. Bei Hornissen, Wespen oder Bienen gilt die bekannte Faustregel: ruhig bleiben, nicht um sich schlagen oder durch Pusten verjagen und hastige Bewegungen vermeiden, denn die Brummer

stechen nur, wenn sie sich angegriffen fühlen. Es ist sinnvoll Nahrungsmittel im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Wespen werden übrigens auch durch süßes Parfum und bunte Kleidung angelockt. Während Hornissen und Wespen ihr Nest aus morschem Holzmaterial anfertigen, scheiden Hum-

doku film front

meln aus ihrem Hinterleib Wachs aus, das sie zum Bau verwenden. Hornissennester können 60 Zentimeter hoch werden und sind unten offen. Im Gegensatz zu den Wespen sind Hornissen und Hummeln nicht an Süßspeisen interessiert. Da Hornissen auch nachts jagen verirren sie sich jedoch schon mal in hell erleuchtete Räume. Wird das Licht ausgeschaltet, verlassen sie meist das Zimmer. Hummeln trauen sich im Gegensatz zu vielen anderen Insekten auch schon im kalten Frühjahr aus der Erde. Sie sind damit wichtig als Bestäuber für früh blühende Arten. Die dicken Brummer bringen sich durch Muskelzittern auf die richtige Temperatur. An einer Blüte rütteln sie so stark, dass der Körper über und über mit Pollen bestäubt wird. Ein Unterschied zwischen Bienen und Hummeln sowie Wespen und Hornissen ist ihre Nahrung. Hornissen erbeuten im Lauf eines Sommers enorme Mengen an Fliegen, Wespen oder Bremsen, während Wespen kleine Insekten wie Mücken, Raupen, Larven oder Blattläuse lieben. Hummeln und Bienen dagegen brauchen den Nektar der Blüten. Für sie ist es wichtig, dass es auch im Frühjahr und im Herbst noch blühende Blumen im Garten gibt. (du)

Der engagierte Dokumentarfilm im Koralle Kino in Volksdorf vorgestellt vom Agenda

21-Büro

Volksdorf, S. Stockhecke 19:45 Uhr

jeweils um

22. August: Planet RE: Think von Eskil Hardt (2012) Nachhaltigkeit ist der einzige Weg, die Zerstörung der Erde zu stoppen. Schon der Film Eine unbequeme Wahrheit (2006) von Al Gore sollte eine Warnung an die Menschen sein. Diese Doku zeigt, was sofort verändert werden muss. 5. Sept.: Die Mühen der Ebene von G. Hollerbach und P. Eicker (2012) Monheim am Rhein – 120 Millionen Schulden – sieben Parteien – ein Bürgermeister 29 Jahre jung. 1999 zog Daniel Zimmermann mit seiner Jungendpartei PETO in den Stadtrat ein. Jetzt ist PETO zweitstärkste Fraktion. Klasse Doku. Mein Beitrag zur Wahl!