zämme läbe · zämme rede · zämme schaffe - Gemeinde Blauen

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Blauner Dorfläbe zämme läbe  zämme rede  zämme schaffe Amtliches Publikationsorgan der Gemeinde Blauen Ausgabe 5 November/Dezember 2015 GIPSEN - ...

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Blauner Dorfläbe zämme läbe  zämme rede  zämme schaffe

Amtliches Publikationsorgan der Gemeinde Blauen Ausgabe 5 November/Dezember 2015

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Editorial Blauen hilft syrischen Flüchtlingskindern: über den Nothilfefonds von UNICEF Schweiz

Um Spenden mit beiliegendem Einzahlungsschein wird gebeten bis Ende November 2015.

Geschätzte Blaunerinnen und Blauner Millionen von Syrerinnen und Syrer sind auf der Flucht. Sie nehmen risikoreiche Wege zur See und über Land auf sich, um dem Krieg, dem Elend und der Hoffnungslosigkeit in ihrer Heimat zu entkommen. Die Entbehrungen der Menschen sind unbeschreiblich. Ihre Not und Verzweiflung verfolgen uns täglich in Bildern, die zu Herzen gehen. Und nun kommen die Kälte und Nässe des Winters als zusätzliches Drangsal auf die flüchtenden Menschen zu. Grosszügige Hilfe ist wirklich von Nöten. In seinem Artikel vom 7. Oktober hat Martin Stau i „Wo he latt“ ei d ü kli h geschildert, wie eine Fernseh-Reportage über die Flüchtlingsnot in Österreich in einer Nenzlinger Familie persönliche Betroffenheit und spontane Hilfe ausgelöst hat: Innerhalb von drei Wochen konnten rund 1,5 Tonnen Kleidung gesammelt und mit drei Kleinlastwagen nach Graz transportiert werden, wo die Sendung von der Caritas Österreich freudig in Empfang genommen und unter den Syrischen Flüchtlingen verteilt worden ist. Angeregt durch diese Privatinitiative aus Nenzlingen hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 20. Oktober eintausend Franken zugunsten syrischer Flüchtlingskinder gesprochen.

Durch private Spenden der Gemeindeangestellten und des Gemeinderats wird dieser Beit ag auf F . .-- aufgestockt. Nun laden wir Sie, geschätzte Blaunerinnen und Blauner, herzlich ein, sich ebenfalls grosszügig an dieser Initiative zu beteiligen. In der Februar-Ausgabe unserer Dorfzeitung werden Sie erfahren, welche Spendensumme in der Gemeinde zustande gekommen ist. Als „Ki de f eu dli he Ge ei de“ e de wir das gesamte Blauner Spendenaufkommen dem Kinder-Nothilfefonds der UNICEF Schweiz zukommen lassen. Laut Angaben von UNICEF sind in Syrien, in Nachbarländern und auf dem beschwerlichen Weg nach Europa 7,6 Millionen Kinder auf der Flucht. Viele sind krank, traumatisiert, unter- und mangelernährt. Sie benötigen dringend medizinische und psychologische Betreuung, sauberes Wasser, Kleidung, schulische Ausbildung – Ihre Spende hilft, das Leid dieser Kinder zu lindern! Spenden Sie bitte grossherzig. Schenken Sie den syrischen Kindern ein kleines bisschen von dem, was für die Ki de auf de „Sone te asse i Laufe tal“ sel st e stä dli h ist: Reichliche und gesunde Nahrung, warme Kleidung, Schulbildung: als Ausdruck Ihrer Fürsorge und Nächstenliebe. Gemeindepräsident, Dieter Wissler

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Amtliche Mitteilungen Periodische Neuwahlen – Gemeindewahlen 2016 Der Gemeinderat ordnet gemäss § 25 Abs. 2 des Gesetzes über die politischen Rechte (GpR) für die Amtsperiode vom 1. Juli 2016 bis 30. Juni 2020 nachstehende Wahlen an. In unserer Gemeinde sind folgende Urnenwahlen durchzuführen: a.

Urnengang vom 28. Februar 2016 5 Mitglieder des Gemeinderates

b. Urnengang vom 10. April 2016  Termin Nachwahlen Nachwahlen für die am 28. Februar 2016 nicht gewählten Behördenmitglieder c.

Urnengang vom 5. Juni 2016 Gemeindepräsidentin / Gemeindepräsident Mitglieder des Schulrates (Amtsperiode vom 1. August 2016 bis 31. Juli 2020)

d. Urnengang vom 3. Juli 2016  Termin Nachwahlen Nachwahlen für die am 5. Juni 2016 nicht gewählten Gremien WAHLVERFAHREN Die Wahl wird laut Gemeindeordnung für alle Behörden und Kommissionen nach dem Mehrheitswahlverfahren (Majorz) durchgeführt. STILLE WAHL Die Stille Wahl ist gemäss § 5 der Gemeindeordnung möglich. WAHLVORSCHLÄGE (Wahltermine entsprechen der Empfehlung der Landeskanzlei) Die Wahlvorschläge für alle Wahlen sind bei der Gemeindeverwaltung einzureichen, und zwar bis:    

Montag, 11. Januar 2016, 17.00 Uhr für die Wahlen vom 28. Februar 2016 Montag, 7. März 2016, 17.00 Uhr für die Nachwahlen vom 10. April 2016 Montag, 18. April 2016, 17.00 Uhr für die Wahlen vom 5. Juni 2016 Montag, 13. Juni 2016, 17.00 Uhr für die Nachwahlen vom 3. Juli 2016

WAHLVORSCHLAGSFORMULARE Wahlvorschlagsformulare können ab sofort unter www.bl.ch/Abstimmungen und Wahlen / Wahlvorschläge / Gemeindewahlen heruntergeladen oder auf der Gemeindeverwaltung bezogen werden. INHALT UND FORM DER WAHLVORSCHLÄGE:  Die Wahlvorschläge dürfen höchstens so viele Namen wählbarer Personen enthalten als Mitglieder zu wählen sind  Die Vorgeschlagenen sind mit ihren Vornamen, Namen, Geburtsdaten, Berufen bzw. Tätigkeiten, Wohnadressen und Heimatorten zu bezeichnen  Der Wahlvorschlag muss die unterschriftliche Zustimmung der Vorgeschlagenen zu ihrer Kandidatur enthalten. Die Zustimmung kann nicht zurückgezogen werden  Der Wahlvorschlag muss von mindestens 15 in der Gemeinde wohnhaften Stimmberechtigten handschriftlich unterzeichnet sein

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  

Ein Stimmberechtigter kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen und kann nach Einreichung des Wahlvorschlages seine Unterschrift nicht zurückziehen Der Name eines Stimmberechtigten, der mehrere Wahlvorschläge unterzeichnet hat, wird von der Gemeindeverwaltung auf dem zuerst eingereichten Wahlvorschlag belassen und auf allen übrigen Wahlvorschlägen gestrichen Die Stimmberechtigten können die Wahlvorschläge und die Namen der Unterzeichner auf der Gemeindeverwaltung einsehen

Wichtiger Hinweis! Die Wahlvorschläge sind am Einreichetag bis 17.00 Uhr auf der Gemeindeverwaltung einzureichen. Zu den Wahlen 6 er eisen ir au h auf den Artikel „Bürgerstaat und Staats ürger“ unseres Gemeindepräsidenten auf den Seiten 10 und 11. Gemeinderat Blauen

Demission Gemeinderat

Öffnungszeiten Feiertage

Andreas Vögtlin und Roger Kofmehl werden aus beruflichen Gründen nicht mehr für die Gesamterneuerung des Gemeinderats im kommenden Jahr kandidieren.

Die Gemeindeverwaltung bleibt über die Feiertage vom Donnerstag, 24. Dezember 2015 bis und mit Sonntag, 3. Januar 2016 geschlossen. Ab Dienstag, 5. Januar 2016 sind wir wieder für Sie da.

Der Gemeinderat dankt beiden Kollegen schon heute für ihren grossartigen Einsatz zum Wohle der Gemeinde. Andreas hat beachtliche 14 Jahre im Gemeinderat gewirkt, davon fünfeinhalb als Vizepräsident. Aber auch Roger hat mit seinen fünf Amtsjahren der Gemeinde mehr als eine Legislaturperiode geschenkt.

In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an die Nummer 079 871 37 32. Der Gemeinderat und die Angestellten der Gemeinde Blauen wünschen allen Einwohnerinnen und Einwohnern bereits jetzt eine schöne Advents- und Weihnachtszeit und anschliessend alles Gute im neuen Jahr.

Papiersammlung Auf Anfragen aus der Bevölkerung teilen wir gern mit, dass bei Briefumschlägen mit Sichtfenstern die Plastikfolie nicht entfernt werden muss.

Abfallkalender 2016 Der Abfallkalender 2016 ist als separate Anlage dieser Auflage beigelegt.

Neue Öffnungszeiten 2016 Im letzten Halbjahr wurde der Publikumsverkehr während den Schalteröffnungszeiten beobachtet. Der Gemeinderat hat nach der Überprüfung folgende neue Öffnungszeiten per 1. Januar 2016 beschlossen: Dienstag: 09.00-11.00 / 14.00 – 18.00 Donnerstag: 09.00 – 11.00 / 14.00 – 17.00 Mo., Mi. und Fr. geschlossen Die Telefonzeiten bleiben unverändert (Bürozeiten Montag bis Donnerstag)

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Ackerbaustellenleiter

Jubilare 2016

Roger Kofmehl hat per 31. Dezember 2015 seinen Rücktritt als Ackerbaustellenleiter bekannt gegeben.

70. Geburtstag: -Suter Erika Gerstenackerweg 4 -Braun Gertrud Stutzhalde 7

An der Sitzung vom 6. Oktober 2015 konnte das Amt bereits wieder neu besetzt werden. Ab 1. Januar 2016 übernimmt Patrick Staub aus Nenzlingen das Amt als Ackerbaustellenleiter. Er übt es bereits für die Gemeinden Nenzlingen und Grellingen aus. Wir danken Roger Kofmehl für die geleistete Arbeit und wünschen Patrick Staub einen guten Start.

Anpassung Fahrplan 2016 Seit dem Schuljahr 2015/2016 werden die Schüler aus Nenzlingen in Blauen (Kindergarten bis und mit 2. Klasse) und Laufen (3. bis 6. Klasse) unterrichtet. Die SchülerInnen welche die Primarschule in Laufen besuchen, benützen zurzeit den Postautokurs Nenzlingen Dorfplatz ab 07.17 (Ankunft Laufen Stedtli 07.25 Uhr). Da der Unterricht in Laufen erst um 08.00 Uhr beginnt, müssen die SchülerInnen in Laufen vor Unterrichtsbeginn ca. 30 Minuten überbrücken, was nicht optimal ist. Postauto Schweiz AG bietet der Gemeinde Nenzlingen nach Absprache mit dem Kanton an, den aktuellen Kurs 11920 in den bestehenden Kurs 11924 zu integrieren. Dafür würde der Kurs Laufen ab 07.24 nach Blauen wegfallen. Der Gemeinderat Blauen hat an der Sitzung vom 20. Oktober 2015 der Umstellung per 13. Dezember 2015 zugestimmt. Fahrplananpassungen:  Neuer bzw. verlängerter Kurs Nenzlingen Dorf ab 07.24 Uhr via Blauen, Dittingen nach Laufen  Wegfall Kurs Laufen Bahnhof ab 07.24 Uhr nach Blauen

75. Geburtstag: -Gürtler Sonja Hotzlerweg 15 -Mengelt Margaretha Emmenrainweg 8 -Steiner Roland Langmättliweg 12 90. Geburtstag: -Jeisy Hedwig Seniorenzentrum Rosengarten

29.11. 26.12.

07.01. 10.04. 30.07.

01.06.

Die Liste ist nicht abschliessend. Alle Jubilare und Jubilarinnen wurden vorgängig schriftlich betreffend der Bekanntgabe der datengeschützten Angaben angefragt. Wir gratulieren bereits allen Jubilaren und Jubilarinnen recht herzlich und wünschen weiterhin viele gesunde Jahre.

Samichlaus 2015 Der Samichlaus wird auch dieses Jahr den Weg nach Blauen finden: Am Samstag, 5. Dezember 2015 (Treffpunkt: 18.00 Uhr beim Schützenhaus) werden wir ihn, wie in den vergangenen Jahren, im Wald suchen gehen. Mitbringen: warme Kleidung, Tasse und Laterne. Am Samstag, 6. Dezember 2015 besucht der Samichlaus die Kinder zu Hause. Das Anmeldeformular kann auf der Gemeindeverwaltung abgeholt oder auf der Website (www.blauen.ch/Aktuelles) heruntergeladen werden. Anmeldeschluss: 22. November 2015

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abend geniessen. Stellen Sie ihre Arbeit itte ei . Da ke fü Ih Ve stä d is“.

Anonyme Meldungen/Hinweise Golde e Regel „Beha dle a dere so, ie du o ih e eha delt erde illst“ Auf seiner USA-Reise im September hat der Papst den amerikanischen Parlamentariern i Washi gto die „Golde e ‘egel“ ei es friedvollen Zusammenlebens in Erinnerung gerufen und erhielt, nach Medienberichten, dafür eine stehende Ovation. Ohne stehende Ovation, a e it ei e „Da kes hö “ wendet sich der Gemeinderat an die Einwohnerschaft von Blauen: Trotz eines Sommers, der mit heissen Tagestemperaturen zu abendlicher Aktivität, Umtrunk und Grillieren im Garten verlockte, gingen auf der Gemeindeverwaltung keine offiziellen Klagen zu Rasenmähens ausserhalb der Regelzeiten, noch zu nächtlichen ‘uhestö u ge ei . Die „Golde e ‘egel“ des Papstes ist also auch in Blauen bekannt und wird überwiegend befolgt. Leider nicht ganz, denn nach anonymen Hinweisen gibt es auch ei ige „S h a ze S hafe“ i Do f. A o y e Meldu ge können von der Gemeindeverwaltung allerdings nicht weiter bearbeitet werden, da zu einem „A geklagte “ i e ei „Kläge “ gehö t und Angeschuldigte das Recht haben, zur „A klage“ gehö t u d si h e teidigen zu können. Wenn Ihnen bei Verstössen gegen das Blauner Polizeireglement eine offizielle Meldung an die Gemeindeverwaltung angebracht erscheint, empfehlen wir deshalb folgendes Vorgehen: 1.

Sp e he Sie „Stö e f iede“ di ekt a ; höflich, aber bestimmt. Erläutern Sie, was sie stört und warum Sie sich gestört fühle . )u Beispiel: „Lä ige A eite sind nach unserem Polizeireglement von Montag bis Freitag nach 19.00 Uhr nicht erlaubt. Der Lärm Ihres Schlagbohrers/Rasenmähers etc. stört mich. Ich möchte jetzt in Ruhe meinen Feier-

2.

Wenn ein erster Aufruf nicht fruchtet: Sprechen Sie die Person noch einmal an und beharren Sie auf Unterlassung. Sagen Sie, dass Sie Anzeige auf der Gemeindeverwaltung erstatten, wenn die Unterlassung nicht sofort erfolgt. Und seie Sie ko se ue t, de „S h a ze S hafe“ e stosse i ht u gege das Polizeireglement, sondern in erster Linie gegen den Geist gut-nachbarschaftlichen Zusammenlebens.

3.

Eine A zeige folgt d ei „W“: We Na e und Adresse der beschuldigten Person) – was (nachvollziehbarer Beschrieb des Sachverhaltes) – wann (Datum und Uhrzeit). Wenn Sie Zeugen haben geben Sie diese an. Die Anzeige muss Ihre Adresse enthalten, datiert und von Ihnen unterschrieben sein. Nur dann ist sie für den Gemeinderat rechtlich verbindlich und wird verfolgt.

Ein friedliches und respektvolles Miteinander der Dorfgemeinschaft im Sinne der „Golde e ‘egel“ sollte A zeige i Blaue aber eigentlich zur grossen Ausnahme oder ganz überflüssig machen. Gemeinderat und Gemeindeverwaltung Blauen

Neugestaltung Friedhofanlage Im Jahre 2003 wurde ein erstes Konzept zur Neugestaltung unserer Friedhofanlage erstellt. Damals mit einer WC-Anlage, die sich heute erübrigt, da im «Begegnungszentrum im Bucherhaus» eine öffentliche und rollstuhlfähige Anlage vorgesehen ist und ab Frühjahr 2017 zur Verfügung stehen wird. Die inzwischen weit überwiegend vorgenommenen Urnenbestattungen ersparen auch den Bau einer kostspieligen Aufbewahrungshalle. Im Rahmen dieser

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Neugestaltung war auch ein Gemeinschaftsgrab zur Urnenbestattung geplant, dessen Realisierung nun vorgesehen ist. Aus verschiedenen Einzelgesprächen wurde deutlich, dass sowohl ortsansässige, vor allem aber auswärtige Angehörige die Möglichkeit der Urnenbestattung in einem Gemeinschaftsgrab wünschen, da damit der individuelle Unterhalt der Grabstätten in der Urnenwand bzw. im Urnenfeld entfällt. Mit Namenstafeln der Verstorbenen auf einer Jurasteinplatte ist individuelles Gedenken auch in einem Gemeinschaftsgrab möglich; für die würdevolle Gestaltung, den Unterhalt und die regelmässige Pflege der Grabstätte ist aber die Gemeinde verantwortlich. Bestattungen in der Urnenwand, im Urnenfeld oder konventionelle Erdbestattungen sind selbstverständlich auch weiterhin möglich. In einem Gespräch zwischen Gemeinderat und Kirchenrat der Römisch-Katholischen Kirche wurde diese Argumentation grundsätzlich nachvollzogen. Da eine Umgestaltung der Friedhofanlage diese jedoch für die kommenden zwei bis drei Jahrzehnte festlegt, wurde beschlossen, die Entscheidung auf eine breitere Grundlage zu stellen und die Meinung aller älteren Blaunerinnen und Blauner durch eine Umfrage einzuholen. Dadurch wird zusätzlich der künftige Bedarf an Grabfeldern für Urnennischen, Urnenfelder und Erdbestattungen ersichtlich. Die persönliche Befragung der 60- und über 60-jährigen Einwohnerschaft findet in diesen Tagen statt. Über das Ergebnis berichten wir an der Gemeindeversammlung vom 2. Dezember und in der Januar/Februar-Ausgabe 2016 unserer Dorfzeitung. Gemeinderat und Kirchenrat der röm. kath. Kirche Blauen

„Sta hel-Wirti “ Ag es Meury zum Gedenken Sie wollte kein Bild auf ihrer Todesanzeige. Ich respektiere diesen Wunsch auch hier: Jeder soll ihr Bild nach seiner Erinnerung im Herzen tragen: Als lebensfrohe, stets freundliche, gut gelaunte «Stachel-Wirtin». Fast ein Viertel Jahrhundert lang bediente sie ihre Gäste, nahm Bestellungen auf, brachte Essen und Trinken und hatte selbst bei vollem Haus Zeit für freundliche Worte: Agnes war Wirtin aus Berufung. Wenn sie mehr Zeit hatte, konnte es auch kritische Anmerkungen geben: Agnes nahm am Dorfgeschehen teil und war als Wirtin oft selbst Teil der Meinungsbildung. Aber stets zur Sache. Polemik lag ihr nicht. 2010 begann ihr Leidensweg. Ihr erster Kampf gegen den Krebs war erfolgreich. Hoffnung kam auf. Aber die Krankheit kam zurück, stärker. 2012 musste das Restaurant schliessen - und blieb geschlossen. Am 15. September 2015 geleitete die Trauergemeinde Agnes zu ihrer letzten Ruhestätte. Die grosse Zahl der Trauergäste bezeugt die Wertschätzung, die sie in ihrem Leben und darüber hinaus erfuhr. Auch der «Stachel» fehlt der Gemeinde. Die Hoffnung ruht nun auf Florian und Andreas. Beide sind noch in Ausbildung. In drei bis fünf Jahren, so liess Reto den Unterzeichner wissen, könnte Wiedereröffnung sein. Ganz Blauen wartet darauf! Dieter Wissler Gemeindepräsident

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Ei al i ht auf de Bä k he sitze u d die Aussi ht ge iesse , so der i anlegen, damit uns das einmalige Naturschutzgebiet erhalten bleibt.

Baselbieter Naturschutztag und „Blau er Weidputzete“ Immer am letzten Samstag im Oktober findet in den meisten Gemeinden des Kantons der Baselbieter Naturschutztag statt; heuer zum 21. Mal. Hunderte von Freiwilligen sind dann im Einsatz. Viele Helferinnen und Helfer, Sensen, Gabeln und Rechen geschultert, kamen auch in Blauen zur Besammlung am Schützenhaus. Eingeladen hatte der Burgerund Gemeinderat, der Natur- und Vogels hutz e ei u d die Aktio „zä ele ezämmerede-zä es haffe“. Die „Blau e Weidputzete“ hat ei e iel längere Tradition als der Baselbieter Naturschutztag, weiss Ruedi Schmidlin, Präsident der Burgerkorporation zu berichten. „Sie ist 1979 erstmals durchgeführt worden. Damals u de die e eits estehe de Aktio „zämmelebe-zämmerede“ du h die Pflege des Blau e Natu s hutzge ietes, e e „zä e

Rah e der „Weidputzete“ Ha d

s haffe“ e gä zt. Seit 99 oga isie t ‘uedi die Weidputzete. Zuerst als Gemeinderat und seit 2002 als Präsident des Burgerratsund hat nie gefehlt: ob bei Sonne, Regen oder Schnee. Annähernd acht Stunden waren die naturbedachten Blaunerinnen und Blauner im Einsatz. Haben Farne, Dornen und sonstiges Gestrüpp entfernt und gleich an Ort und Stelle verbrannt. Bei prächtigem Wetter liessen sich die Helferinnen und Helfer das von der Burgerkorporation gestiftete Mittagessen im Freien schmecken und konnten auch nach getaner Arbeit noch gemütlich in der warmen Herbstsonne zusammen sitzen und ein Schwätzchen halten. Die Veranstalter, vorab die Burgerkorporation, danken allen Blaunerinnen und Blauner, die sich zahlreich und mit grossem Einsatz an de „Weidputzete“ eteiligt ha e , seh herzlich.

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„Bürgerstaat u d Staats ürger“ – Milizpolitik zwischen Mythos u d Moder e“ So lautet der Titel eines Buches, das die «Denkfabrik» Avenir Suisse zu Beginn dieses Jahres vorgestellt hat. Als Gegensteuer zum erlahmenden Engagement der Schweizer und Schweizerinnen in öffentlichen Ämtern wird darin eine grundsätzliche Reform der Milizprinzips und die Einführung eines allgemeinen Bürgerdienstes für Männer, Frauen und niedergelassene Ausländer vorgeschlagen: Die Krise des Milizsystems sei nur durch ein neues Milizsystem zu überwinden! Mit den 2016 anstehenden Gesamterneuerungswahlen des Gemeinde- und Schulrats sowie der Meliorationskommission wird das Milizsystem auch in Blauen wieder einer harten Prüfung unterzogen werden. Ist der von Avenir Suisse geforderte allgemeine Bürgerdienst aber ein taugliches Mittel, das Milizwesen zu revitalisieren? Gemeindepräsident Dieter Wissler skizziert dazu die staatstragenden Grundideen des Milizsystems und trägt einige eigene Gedanken vor. Von Bürgerpflicht zu Bürgerrecht «Das Milizsystem ist der Grundpfeiler der politischen Kultur der Schweiz: Öffentliche Aufgaben und Ämter werden freiwillig und nebenamtlich übernommen». So steht es in den heutigen Lehrbüchern. In der Helvetischen Republik war der Einsatz für das Gemeinwesen noch Bürgerpflicht. Erst mit dem aufkommenden Liberalismus des 19. Jahrhunderts wurde Bürgerpflicht zu Bürgerrecht, das auch Nichtbeteiligung erlaubte. Beim damaligen Ansehen öffentlicher Amtsträger war Abseitsstehen aber die Ausnahme. Es galt als selbstverständlich, ein angebotenes «Ehrenamt» anzunehmen. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts, auch bedingt durch steigende Ansprüche der Bundes- und Kantonsverwaltungen, erlitt das Milizsystem seinen ersten Einbruch.

Die stärkste Belastung erfuhr das System aber im Wertewandel der beiden letzten Jahrzehnte. In der «Ich-Gesellschaft» ist Engagement für die Gesellschaft immer weniger angesagt und «Abseitsstehen» wird allgemein toleriert. Damit verwässert das Prinzip des solidarischen Einsatzes für die Gemeinschaft und die Zahl der Frauen und Männer, die bereit sind, sich für das Gemeinwohl zu engagieren, nimmt ab. Trotz der klaren Sprache in Artikel 6 unserer Bundesverfassung, der besagt «Jede Person nimmt Verantwortung für sich selber wahr und trägt nach Kräften zur Bewältigung der Aufgaben in Staat und Gesellschaft bei.» Der zweite Halbsatz ist aus dem Bewusstsein vieler Menschen gestrichen. Das zeigt auch das stark rückläufige Freiwilligenengagement. Rückläufige Freiwilligenarbeit Das Bundesamt für Statistik erfasst die Freiwilligenarbeit der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz seit 1997. Damals betrug die Quote der freiwillig Tätigen; im letzten Erhebungsjahr 46,7 %, im Jahr 2013, nur noch 33,3 %. In absoluten Zahlen entspricht dies einer Abnahme von u d Personen! Vor allem Freiwillige mit qualifizierter Ausbildung und Führungskräfte haben ihr Engagement überdurchschnittlich zurückgefahren. Behörden geht damit potentielles Verwaltungs- und Managementwissen verloren, das mit zunehmender Regelungsdichte der Kantone immer wichtiger wird. Abgesehen von diesem Qualitätsverlust haben zwei von drei Schweizer Gemeinden überhaupt Mühe, ihre Ämter zu besetzen. Hemmschuh Gemeindestrukturen Die abnehmende Bereitschaft, sich in kommunalen Aufgaben zu engagieren wird durch die überwiegende Kleinstruktur der Schweizer Gemeinden verstärkt, denn jede hat den gleichen Bedarf an kommunaler Grundausstattung, wie Gemeinde- und Schulrat, Sozialhilfebehörde oder Wahlbüro. Knapp zwei Drittel der Schweizer Kommunen haben

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weniger als 1'000, etwa ein Drittel sogar unter 500 Einwohnerinnen und Einwohner. Diese Dorfgrössen werden den Anforderungen an effiziente und tragfähige Verwaltungseinheiten kaum noch gerecht. Der Kanton Glarus hat mit diesen Kleinststrukturen aufgeräumt und seine ursprünglich 25 Ortsauf drei Einheitsgemeinden reduziert. Neben finanz- und ordnungspolitischen Gründen auch mit dem Argument, dass viele Körperschaften Mühe hatten, geeignete Kandidaten für ihre Aufgaben zu finden. Unser Kanton ist ebenfalls weitgehend kleindörflich strukturiert; auch bei uns haben viele kleinere Gemeinden Mühe bei der Besetzung vakanter Ämter. Beispiele aus jüngster Zeit gibt es viele. Exemplarisch ist Hersberg, in der das kommunale Milizsystem 2008 seinen Offenbarungseid leisten musste und die Gemeinde erst nach einjähriger Zwangsverwaltung wieder in ihre Selbständigkeit entlassen werden konnte. Druck zur Bereinigung ineffizienter Strukturen kommt inzwischen von der Seite, welche jede Gemeinde am empfindlichsten und wirksamsten trifft, nämlich der finanziellen. Baselbieter Gebergemeinden fordern mit Recht, dass auch die Empfängergemeinden einen Beitrag zur Sanierung ihrer Finanzhaushalte leisten - denn das Füllhorn des kantonalen Finanzausgleichs wird je länger je leerer. Ist so gesehen, und nach Glarner Muster, eine Grossgemeinde «Laufental» ein ganz und gar utopisches Modell? Ist «Selbstverwaltung der Gemeinden» tatsächlich ein Gut, das es um jeden Preis, auch um den überhöhter Gemeindesteuern, ineffizienter Verwaltungen und horizontalem Finanzausgleich zu erhalten gilt? Die Fusionen Witterswil/Bättwil bzw. Stein/Schupfart/Mumpf /Obermumpf wurden Mitte September abgelehnt, weil nach Aussagen von zwei betroffenen Gemeindeammännern «der Leidensdruck noch nicht gross genug sei». Nenzlingen hat seine Schule geschlossen,

Grellingen stöhnt unter der Last der Sozialhilfe, Roggenburg gehört zu den finanziell schwächsten Gemeinden des Kantons. Aber jede dieser Gemeinde leistet sich eine eigene Gemeindeverwaltung und eigene Gemeindebehörden. Wie geht es in Blauen weiter? Die Geburt einer Grossgemeinde «Laufental» werde ich sicher nicht mehr erleben. Wir werden deshalb in Blauen weiterhin pragmatisch an unserer Dorfentwicklung festhalten, gezielt nach Effizienzsteigerung und Strukturverbesserung in der Gemeindeverwaltung suchen und Kooperationsmöglichkeiten mit Nachbargemeinden prüfen. So werden wir Blauen aus eigener Kraft zukunftsfähig halten. Aber wie stellen wir sicher, dass das Milizwesen, insbesondere in der Besetzung offener Stellen im Gemeinderat überlebt? Einen allgemeinen Bürgerdienst - den Ansatz von Avenir Suisse - halte ich für bedenklich: Die «Verordnung» politischer Mandate könnte zwar numerisch zu vollbesetzten Räten führen. Aber nur erklärte Freiwilligkeit, persönliches Engagement und eine gewisse Begeisterung machen den Unterschied zwischen einem «Funktionär» im Gemeinderat und einer Person aus, die sich als Rat dem Gemeinwohl seiner Kommune verpflichtet fühlt. Damit bin ich bei Ihnen, geschätzte Leserinnen und Leser: Ob das Milizwesen in Blauen nach den Gesamterneuerungswahlen des nächsten Jahres zukunftsfähig bleibt, liegt einzig und allein bei Ihnen! Ich hoffe es gibt unter den über zweihundertfünfzig 20- bis 50-jährigen Blaunerinnen und Blaunern Personen, die sich durch diesen Appell angesprochen fühlen. Ich erinnere an Artikel 6 der Bundesverfassung - zweiter Halbsatz! Wenn Sie interessiert sind: Ein offenes Amt könnte ab sofort besetzt werden: Rufen Sie mich an. Jederzeit unter 061 766 93 33. Dieter Wissler, Gemeindepräsident

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Brunnen- und Wegmeister Christoph Thüring Christoph Thüring berichtet auf den folgenden Zeilen über seine vielseitige Arbeit zum Wohl und zur Sicherheit der Blauner Bürgerinnen und Bürger. Ausser in meinen Ferien, in denen mich Dominique Borruat vertritt, bin ich das ganze Jahr im Pikett-Dienst (24 Stunden). Und wenn das Handy klingelt, bange ich immer ein wenig, ob es wohl irgendwo ein Leck in einer Leitung gibt. Mein Handy ist immer dabei, täglich kontrolliere ich mehrmals die Wetterlage auf meinem Handy-Display und auf der Kontroll-App der Wasserversorgung checke ich immer wieder, ob alles ok ist und normal verläuft. Bei Veränderungen der Wetterlage und besonders bei Sturmwarnung schaltet mein „Inneres System“ auf Alarmbereitschaft. Im Sommer können mich starke Gewitter zu Soforteinsätzen zwingen. Bei Sturm fallen auch schon mal grössere Äste oder ganze Bäume auf unsere Gemeindestrassen, die möglichst rasch entfernt werden müssen damit es zu keinen Verkehrsbehinderungen oder gar zu Unfällen kommt. Im Winter-Dienst heisst es oft schnell und frühzeitig zu handeln. Wenn heftiger Schneefall oder Eisregen angesagt sind, beginnt meine Arbeit bereit um vier Uhr früh, bei extremen Schneefällen habe ich auch schon durchgeschafft. Mit dem neuen Schneepflug wird es in diesem Winter sicher besser gehen und auch einfacher werden. Besser einteilen kann ich die wiederkehrenden Aufgaben. Die Ränder der Gemeindeund Flurstrassen werden mindestens zweimal jährlich gemäht und alle Jahre von zu üppigem Buschwerk befreit. Zu meinen regelmässigen Pflichten gehört auch die wöhe tli he E tlee u g de „‘o idogs“, die

Überwachung der öffentlichen Entsorgungsstelle am Werkhof, der Unterhalt aller öffentlichen Anlagen, unserer beiden Spielund Sportplätze sowie des Friedhofs. Bei der vor Festtagen üblichen Beflaggung der Dorfstrassen und dem Aufrichten des Christau s a „Gute B u e “ helfen mir Dominique Borruat und Fridolin Lisser. Im Werkhof ist zudem noch der Unterhalt des gemeindeeigenen Maschinenparks zu bewerkstelligen, der Salzbedarf für den Winter zu berechnen, die Reinigungschemikalien für die Rohre und Brunnen zu verwalten und die tagtäglichen Rapporte als Qualitätsnachweis und Rechtfertigung meiner Arbeit zu führen. Ich erinnere mich an einen Tag im Winter, als ich beim Schneeräumen war und ein Dorfbewohner durch das dichte Schneegestöber auf mich zu rannte und rief: „Ko s h ell, du usst das Wasse a stelle !“ Da als u de ei Hyd ant angefahren. Kehrt wendend fuhr ich zum Werkhof um den Schieberschlüssel zu holen, damit ich rasch die beiden Schieber zudrehen konnte, bevor die ganze Strasse zur Schlittschuhbahn zufror. Mein Job ist extrem vielfältig und fordert grosse Spontanität. Das bedingt eine sehr flexible Einteilung meiner Arbeitszeit. Oft muss ich selbst entscheiden, was dringend erledigt werden muss und was liegen bleiben kann. Zur Erledigung meiner Aufgaben braucht es gutes handwerkliches Geschick, um improvisieren zu können und spontan all die kleinen Defekte zu reparieren und beheben zu können, die fortwährend anfallen. Die Verantwortung, die mein Aufgabengebiet mit sich bringt, trage ich gerne. Ich schätze den direkten Kontakt und den Umgang mit den Einwohnern. Mir ist bewusst, dass ich nicht alle Wünsche erfüllen kann. Aber dessen können Sie gewiss sein: ich gebe mein Bestes. Christoph Thüring, Brunnen- & Wegmeister

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che und nachhaltige Entwicklung auszeichet“. Der Gemeinderat ist sehr stolz, dass die Bundesexperten unser Dorf als Vertretung der Schweiz für den Wettbewerb 2016 ausgewählt und nominiert haben.

Jan Béguin, Petra Hellemann, Bundesamt für Landwirtschaft, Bern; Barbara Meier, Christian Kröpfli, Fachstelle Melioration, Zentrum Ebenrain (v.l.n.r.)

Bundesexperten nominieren Blauen als Vertreter der Schweiz für den „Europäis he Dorfereueru gspreis “

Die Eu opäis he A eitsge ei s haft „La de t i klu g u d Do fe eue u g“ u de 1988 gegründet, um den internationalen Erfahrungsaustausch in ökologischen, ökonomischen, soziologischen und kulturellen Fragen des Dorflebens zu fördern. Träger sind u.a. die Vertretungen von zwölf Landesund Bundesregierungen. Neben der Schweiz nehmen Belgien, Deutschland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Bulgarien, Polen, Ungarn, die Slowakei sowie Tschechien teil. Seit 1990 wird im zweijährigen Turnus ein Wett e e u de „Eu opäis he Do ferneueru gsp eis“ du hgefüh t. I de Schweiz kommt dem Bundesamt für Landi ts haft die Aufga e zu, „ei e eso de s repräsentative und beispielhafte Gemeinde auszuwählen, die sich durch eine ganzheitli-

Die Auswahl und Nominierung von Blauen erfolgte auf Grundlage einer umfangreichen Dokumentation, die Gemeindepräsident Dieter Wissler dem Bundesamt für Landwirtschaft eingereicht hatte und den Experten a ih e „Tagfah t“ a . Septe e a Hand eines Posters ausführlich erläutern konnte. Das Poster können Sie übrigens im Gemeindeaushang begutachten und damit den Gesamtplan sowie die einzelnen Schritte zur Blauner Dorfentwicklung noch einmal nachvollziehen. Über unsere weiteren S h itte zu „Eu opäis he Do fe eueu gsp eis “ halte i Sie sel st erständlich auf dem Laufenden und werden in der Januar/Februar-Ausgabe über den Stand unserer Bewerbung berichten. Die „Tagfah t“ der Bundesexperten erfolgte im Rahmen einer Überprüfung des Blauner Meliorationsverfahrens. Grundsätzlich steht dieses während und nach der Ausführung unter Aufsicht des Kantons und wird von der Fachstelle Melioration des Landwirtschaftlichen Zentrums Ebenrain unter Leitung von Christian Kröpfli übernommen. Das Bundesamt für Landwirtschaft übt die Oberaufsicht aus und kann Kontrollen vor Ort, sogenannte „Tagfah te “ du hfüh e . Ja Bégui hat nach jahrelanger Betreuung das Baselbiet an seine Amtsnachfolgerin Petra Hellemann abgetreten. Blauen war für die Beiden somit letzte und erste Station im Kanton BaselLandschaft

Gemeinderat Blauen

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Vereins- und Dorfgeschehen

Endlich wieder ein Seifenkistenrennen in Blauen Das letzte Seifenkistenrennen fand vor sieben Jahren statt. Inzwischen sind die Piloten von damals selbst gestandene Frauen und Männer. So auch Nando Wüthrich: 2008 sta tete e o h i de „U -G uppe“, heute ist er Präsident des Blauner Jugendrates. Sein Team, unterstützt von der kommunalen Kinder- und Jugendbeauftragten, Fabienne Plattner, und vielen Helferinnen und Helfern, nahmen die (fast) verloren gegangene Tradition wieder auf. Die Mühe der Akteure hat sich gelohnt und auch Petrus hat es mit der Veranstaltung gut gemeint: Die neun Teams der 7- bis 14Jährigen lieferten sich, angefeuert von begeisterten Zuschauerinnen und Zuschauern, pa ke de ‘e e auf de u d langen Strecke vom Parkplatz Kirchägerten bis hinunter zur Primarschule. Derweil stellten die Blau e „You gste “ i de Tu nhalle

ihre Geschicklichkeit mit Bobbycars unter Beweis. Dank des guten Wetters erfuhr auch die Festwirtschaft reichlichen Zuspruch. Selbstverständlich gab es Siegerinnen und Sieger, die stolz auf das Ehrentreppchen steigen durften. Gewonnen hat aber das ganze Dorf: Allen voran die teilnehmenden Kinder. Aber auch Mütter und Väter, Freunde und Bekannte, die tolle Kisten bauten und sich höchst originelle Outfits für ihre Buben und Mädchen ausdachten. Und nicht zuletzt die Zuschauer und Zuschauerinnen, denen ein erlebnisreicher Nachmittag beschert wurde. Der Gemeinderat dankt allen Akteuren im Namen der Dorfgemeinschaft, insbesondere jedoch dem Jugendrat Blauen für sein Engagement für unsere Blauner Kinder. Weitere Fotos sind unter www.blauen.ch / Portrait / Fotoalbum ersichtlich.

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„Hilfe – der Blauenberg brennt! Versetzen Sie sich gedanklich zurück in unseren Ausnahmesommer 2015: Wochenlange Trockenheit und höchste Waldbrandgefahr! Aber trotz vielfacher Hinweise und Warnungen grillieren unbedachte Wanderer dennoch am Blauenberg. Heftige Windstösse blasen einige Funken in die Weide. Grasbüschel beginnen zu lodern. Das Feuer breitet sich aus, erfasst den Waldrand. Der Brand gerät ausser Kontrolle. Die ersten Bäume beginnen zu brennen! Und der Wind wird i e heftige … Wir Blaunerinnen und Blauner können nur hoffen, dass ein solches Horrorszenario nie eintritt und falls doch, die regionalen Feuerwehren bald problemlösend zur Stelle wären. Wenn regionale Mittel nicht mehr ausreichen, kann auf Gesuch des Kantonalen Führungsstabes die Katastrophenhilfe der Armee angefordert werden. Diese wird vorwiegend zur Infrastrukturunterstützung von Polizei, Feuerwehr und Sanität bei Grossereignissen eingesetzt.

Zu Gast bei unseren Rettungstruppen am «Blauenberg» Im Zusammenhang mit der Übung CONEX15 der Territorialzone 2 hatte unser Katastrophenhilfebatallion 2 (Kata Hi Bat 2) den Auftrag, einen Wassertransport ab Birs im Raum Grellingen (Ausgang Eggfluhtunnel) über eine sechs Kilometer lange Leitung (Durchmesser 150 mm) bis zur Raumlieferung Obere Rütti auf der Blauenweid mit einer Förderleistu g o is zu Lite p o Mi ute zu erstellen und zugunsten der regionalen Feuerwehren für das Löschen eines ausgedehnten Waldbrandes am Blauenberg zu betreiben. Um die 320 Höhenmeter zu überwinden, standen insgesamt sieben Wasserbecken, acht Pumpen, acht Brandeinsatzbzw. Wassertransport-Sortimente und rund 130 Soldaten im Einsatz.

Solche komplexen Einsätze müssen aber immer wieder unter Praxisbedingungen geübt werden. Deshalb führte die Territorialzone 2 vom 16. bis 25. September die Volltruppenübung CONEX15 durch. Dabei wurden im Grossraum Basel und der Nordwestschweiz verschiedene Übungsszenarios trainiert, darunter auch der Einsatz des Katastrophenhilfebataillons 2 am 21. September in Blauen. Julius Jeisy (gebürtiger Blauner und aufgewachsen in Pfeffingen), in verschiedenen Chargen ehemaliger Offizier der Luftwaffe sowie der Feuerwehr Pfeffingen, hat die Übung intensiv miterlebt. Die Redaktion des «Blauner Dorfläbe» dankt ihm für seinen fachkundigen Teilnahmebericht. In den folgenden Absätzen gibt Julius Jeisy seiner persönlichen Meinung Ausdruck.

Um möglichst rasch den im Einsatz stehenden Feuerwehren eine beschränkte zusätzliche Wasserkapazität zur Trinkwasserversorgung von Blauen bereitzustellen, wurde im Verbund mit unserer Luftwaffe mittels eines Super Puma Helikopters, Wasser aus der Birs in ein erstes Becken in das Gebiet westlich der Rütti eingeflogen. Der Abspracherapport

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zwischen dem Kata Hi Bat 2 und dem Schadenplatzkommando des Kantons BL erfolgte 09:15 Uhr im neuen Feuerwehrmagazin in Laufen. Anschliessend wurde die Einsatzachse im Gelände erkundet, bezüglich Machbarkeit beurteilt und die Truppe in die zugewiesenen Bereitschaftsräume befohlen. In Anwesenheit des Blauner Gemeindepräsidenten Dieter Wissler und einigen weiteren Kollegen von mir wurde um 12.00 Uhr der Erkundungsrapport in Laufen durchgeführt, der Antrag an die Luftwaffe gestellt und der Einsatzbefehl an die unterstellten Rettungskompagnien erteilt. Ab zirka 14.00 Uhr begann das Erstellen des Wassertransportes in den zugeteilten Abschnitten. Ab etwa 14.30 Uhr erfolgten bereits die ersten Flüge mit dem angeforderten Detachement der Luftwaffe und zirka 18.30 Uhr erreichte das Wasser über die erstellte Transportleitung das oberste Becken zur Freude und Zufriedenheit aller Beteiligten. Zusätzlich fand während der Übung ein Rettungseinsatz eingeschlossener und verunglückter Personen unter Atemschutz über das Erdgastunnelportal Blauen im Siegfeld statt. Als langjähriger Offizier in verschieden Chargen in der Luftwaffe und der Feuerwehr Pfeffingen hat mich die Übungsanlage durch den Teilprojektleiter Rettung (Maj i Gst Pirmin Knüsel), der Befehlsrythmus im Kata Hi Bat 2 (Oberstlt i Gst Reto Graber), sowie die anstrengende und professionelle Arbeit von Kader und Mannschaft im Felde und insbesondere deren Engagement und Freundlichkeit gegenüber Gästen und der anwesenden Bevölkerung sehr beeindruckt. Der rege Austausch zwischen den Soldaten und der lokalen Bevölkerung wurde von beiden Seiten sehr geschätzt. Auch der Kontakt zu den drei Offizieren des Verbindungskommandos Baden-Württemberg war für mich unerwartet und das Gespräch mit ihnen ein Zeichen der grenzüberschreitenden Freundschaft und nachbar-

schaftlichen Hilfsbereitschaft. Mit Freude und Genugtuung darf ich heute feststellen, dass die Verbände in unserer Territorialregion an einer modernen und robusten Ausrüstung gut ausgebildet sind sind und die notwendigen Leistungen im Katastrophen- oder Krisenfall als Milizangehörige nach einer kurzen Sofortausbildungsphase zugunsten unserer Sicherheit und unseres Wohlstandes erbringen können.

Dass wir diese Milizverbände heute nicht aus dem Stand aufbieten und vollständig ausrüsten können ist meines Erachtens äusserst bedenklich und ein Versagen unserer Politiker und der gegenwärtigen Armeeführung. Darum wählte ich am 18.10.2015 Kandidaten in den National- und Ständerat, die diese schwerwiegenden Mängel in unserer Milizarmee erkennen und für deren rasche Behebung mit Nachdruck in Bern einstehen werden. Was unsere Armee im Rahmen einer langfristig vorbereiteten Übung für unseren Sicherheitsverbund in unserer Territorialregion 2 leisten muss und kann, zeigte die Übung mit aller Deutlichkeit. Da sind nicht nur die Fähigkeiten von Informatikern und wenigen Infanteristen gefragt, sondern eine rasche und hohe Einsatzbereitschaft und Leistung unserer Milizverbände im Gesamtverbund Armee. Wir sind es unseren aktiven Soldaten und Offizieren sowie unserer Bevölkerung und unserer Heimat schuldig, unseren Sicherheitsverbund vor der problematischen Sparwelle zu schützen. Ereignisse, wie zum Beispiel plötz-

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licher Stromausfall über Zeit, Ankunft grosser Migrationsströme in unserer Region, Erdbeben und andere denkbare Szenarien, können sowohl durch eine Cyberattacke und/oder durch gezielte konventionelle Attacken überraschend ausgelöst werden.

In Blauen: Hauptübung Stützpunktfeuerwehr Laufental Mit diesem Beitrag im «Blauner Dorfläbe» gehe ich ein wenig fremd. Normalerweise lesen Sie meine Kolumne i «s lettli» o Borer-Druck, Laufen. Auf Anfrage von Gemeindepräsident Dieter Wissler berichte ich aber gerne über die diesjährige Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Laufental, die am 17. September in Blauen stattfand. Neben den Gästen aus Wirtschaft, Politik und Feuerwehr war auch die Einwohnerschaft von Blauen und den Nachbargemeinden eingeladen. Pünktlich zu Beginn der Übung um 13.30 Uhr, wie wir es von Blauen gewohnt sind, hörte es auf zu regnen und die Sonne zeigte sich von ihrer besten Seite. Am ersten Posten wurde parallel eine Rettung aus der Höhe mittels Hubretter und eine Rettung aus de Tiefe ittels „‘ollgliss“ u d D ei ei gestell vorgeführt. Ich selber durfte die ganze Übung moderieren. So auch die beiden Rettungen, welche - kaum hatte man damit begonnen - auch schon wieder vorüber waren.

Es gilt, solchen Überraschungen wirksam vorzubeugen und ihren Auswirkungen mit den im Sicherheitsverbund Schweiz vorhandenen Mitteln sowie ihren gut ausgebildeten Verbänden, jederzeit auf Anhieb erfolgreich entgegentreten zu können. Dazu ist die alt bewährte dezentrale Teilmobilmachung der Armee 61 wieder einzuführen und die betroffenen Truppen sind wieder vollständig auszurüsten. Julius Jeisy, Pfeffingen

Der ganze Ablauf ist standardisiert und die involvierten Personen sind allesamt auf den Gerätschaften ausgebildet. Bis auf die Fahrer der Fahrzeuge sind wir bei der Feuerwehr allesamt Generalisten und extreme Teamplayer. Eigenschaften, welche auch im privaten und geschäftlichen Umfeld höchst wertvoll sind. Bei der zweiten Demonstration galt es, einen Mitarbeiter zu retten und dabei die Sicherheitsvorschriften einzuhalten. Der Mitarbeiter stürzte beim Verladen eines Fasses, dieses schlug Leck, begrub den Mitarbeiter unter sich und verschmutze ihn mit Diesel. Auch hier läuft die Rettung unter Einhaltung der Vorschriften nach einem vordefinierten Schema ab. Die Besucher wurden in den Alarmierungsprozess einbezogen und halfen mit, dass die richtigen Mittel, zur rechten

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Zeit am richtigen Ort waren. Die Nummer 112 sollte nun allen Anwesenden geläufig sein. So konnte auch dieser Einsatz erfolgreich zu Ende gebracht werden. Beim anschliessenden Postenlauf bei der Mehrzweckhalle konnten dann alle Interessierten einmal mit einem Spreizer arbeiten und herausfinden, wie gefühlvoll man damit umgehen kann. Zudem bestand die Möglichkeit, sein Geschick an zwei weiteren Posten unter Beweis zu stellen. Nicht zuletzt konnten auch einige Fahrzeuge der topmodernen Flotte besichtigt werden. Mitten in der Vorführung liess aber der Wettergott auch Blauen links liegen und es begann zu schütten wie aus Kübeln. So haben wir den Postenlauf abgebrochen und für die Anwesenden begann der Apéro eine halbe Stunde früher. Nachdem der offizielle Teil mit Beförderungen, Ehrungen, Entlassungen, einem Rückund einem Ausblick im Magazin in Laufen zu

Ende war, verschoben alle wieder nach Blauen, um dann das gemeinsame Winzerfondue nach vorgängig serviertem Salat zu geniessen. Wiederum hatten wir die Ehre diverse Promis bei uns zu begrüssen. Zum einen hat uns Kurt alias Opus so richtig eingeheizt und die Halle zum Kochen gebracht. Keiner glaubte mehr an eine Steigerung, doch wie alle Fans behaupten, hat es sich dann in Blauen bewahrheitet: Elvis lebt (Danke an Romy und John Diehl). Nach einem feinen Dessertbuffet und dem von der Gemeinde offerierten «Kaffee avec» öffnete die Bar und manch einer dislozierte dorthin, um den Abend gemütlich ausklingen zu lassen. Insgesamt eine gelungene Hauptübung! Danke an alle Besucher und Besucherinnen, Mitwirkenden, sei es im Hintergrund oder davor. Wir kommen gerne wieder nach Blauen. Hptm. Markus Burger

Übung beim Restaurant Stachel (Foto: Stützpunktfeuerwehr Laufental)

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Blauner Herbstmärt: Ein Tag wie aus dem Bilderbuch Am Samstag, 26. September war wiederei al „Blau e He st ä t“. Bei he li he Herbstwetter, die Sonne zeigte sich allerdings erst gegen 11.00 Uhr, fanden sich viele auswärtige Besucherinnen und Besucher, Blauner und Heimwehblauner im Dorfkern ein. Die 35 Markstände boten für jeden etwas! Suchte man Gemüse, Brot oder Züpfen, Eingemachtes und Gebranntes, Öle, Keramikartikel, Gestricktes und Flohmarktartikel, fast alles fand seine Abnehmer. Die gemütlichen Beizen – „Cho stü li“, „Mil he Sepp“, „‘aclettestu e“, „Holze eizli“ ode die eide Kaffeestu e „Kultu s hüü e“ u d „Hü eli“ – waren ab Mittag durchwegs voll besetzt. Auch das Kinderkarussel und die Aufführunge des „Ci us Maus“ ha e g osse Anklang gefunden. Nicht zu übersehen waren auch die strahlenden Kinderaugen beim

„Ki de s h i ke “. Der Herbstmarkt, der alle Zwei Jahre stattfindet, wir immer mehr zu einem kleinen Dorffest, bei dem sich Alt und Jung, Dorfbevölkerung und Auswärtige, die Gelegenheit bietet, sich zu treffen und gemütlich zusammen zu sitzen und zu „s h ätze “. Die Aktio „zä elä e-zä e ede“, die den Herbstmarkt bereits zum achten Mal organisierte, wird sich für den nächsten Markt, der am 23. September 2017 stattfindet, bestimmt zusätzliche Attraktionen einfallen lassen. Weitere Fotos unter www.blauen.ch / Portrait / Fotoalbum Aktio „zä

Bernhard Bucher elä e-zä e ede“

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Kirchenchor am Herbstmärt Auch der diesjährige Herbstmarkt war ein voller Erfolg. Wiederum öffneten wir das Chorbeizli bei unserer Mitsängerin Alexandra Schlicker Spain. Einige Tage vor dem Anlass wurde das notwendige Material zusammengetragen und am Donnerstag- und Freitagabend wurde fleissig aufgebaut. Am Freitagnachmittag wurde gerüstet, geschnitten, angebraten, abgeschmeckt und am Schluss noch probiert ob die Gulaschsuppe den hohen Anforderungen entspricht. Das Resultat war hervorragend; dies ist nicht zuletzt dem gespendeten Top-Fleisch zu verdanken. Hier nochmals ein herzliches Dankeschön an den Fleischlieferanten.

Obwohl Priska den ganzen Tag im Chorstübli im Einsatz stand, hat sie uns am Abend noch zum Grill eingeladen. Wir danken Priska und Heinz für den gemütlichen und gelungenen Ausklang. Zum Schluss danken wir allen die in irgendeiner Weise mitgeholfen haben den Anlass durchzuführen. Der Dank geht selbstverständlich auch an unser treues Publikum. Auf Wiedersehen in zwei Jahren.

Sabina Hänggi-Cueni Kirchenchor Blauen

Zu Besuch beim Musikverein Bleichheim Vor ein paar Jahren war der Musikverein Bleichheim aus dem badischen Deutschland ei u s zu Gast. U te de Motto „Musik e i det“ ha e i da als zusa e einen Konzertabend hier in der MZH gestaltet.

Am Samstag um 08.00 Uhr trafen wir uns zum Aufstellen und Einrichten unserer Lokalität und des Flohmarktes. Mit einer wunderschönen Tischgarnitur, Blumenbrünneli sowie diversen anderen Gegenständen hat Robert Borruat unser Chorbeizli verschönert. Besten Dank dafür. Der Dorfmarkt scheint uns in Richtung kleines Dorffest zu gehen. Der Ansturm hat uns entsprechend viele Gäste gebracht und somit war die Gulaschsuppe bereits um 13.30 Uhr ausverkauft. Die Kundschaft hat den Markt gemütlich genossen; auch der Flohmarkt zog Interessierte an und Vreni und Ursula waren im Flohmarktelement. Die ausgesprochen gute Stimmung hat uns zum spontanen Singen animiert; dies verdankten die Gäste mit viel Applaus.

Am Sonntag, 20. September feierte nun der MV Bleichheim sein 130-Jahr-Jubiläum, wozu wir eingeladen wurden. Der Bleichheimer Dirigent Udo Schmitz und unser Dirigent José Martin Blanco kennen sich vom früheren Studium her. Umso mehr freuten wir uns auf diesen Gegenbesuch! Mit einem Potpourri aus Schweizer Liedern und entsprechendem Outfit dazu sind wir in unser Frühschoppenkonzert gestartet. Zu hö e ga es die „S iss Lady“ it Alpho nklängen von José Martin Blanco und Piccolospiel von Adrian Oettli, „T ä e“ it de Solistinnen Monika und Rebecca Schneider, „Legä dä u d Heldä“ it ‘appe Julia Ae i, „Vo d Se hötte“ it ei e „)äue le“ o Bernhard Bucher, „He ige“ it solistischer Einlage von Sascha Bucher und noch weitere schweizerische Melodien.

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Im zweiten Konzertteil spielten wir Pop und ‘o k aus alle Welt ie „Y.M.C.A,“ ,“Eupho ia“, „Su e of 9“ u d ei ige andere bekannte Stücke. Das zahlreiche Publikum in der gemütlich dekorierten Halle einer Schreinerei bedankte sich mit grossem Applaus für unser abwechslungsreiches Konzert. Bei feinen selbstgebackenen Kuchen, einem Gläschen Wein aus der Region oder bei einem Mass Bier war anschliessend gemütliches Zusammensein angesagt.

Corina Christ Präsidentin Musikverein Blauen

Adventskonzert Am Sonntag, 20. Dezember 2015 um 17.00 Uhr möchte der Musikverein Blauen Sie ganz herzlich zu einem Adventskonzert in der „Kultu s hü e“ ei lade u d it usikalischen Klängen auf die bevorstehenden Weihnachtstage einstimmen. Ausklang bei Glühwein und Gebäck.

Musikverein Blauen

Ab uff d’Rigi… …das hatten wir Frauen der Gymnastikgruppe uns vorgenommen. Am 12. August bestiegen wir das Postauto um 07.13 Uhr (es wartete extra noch, bis auch die Letzte noch um die Ecke geeilt kam) nach Laufen und weiter via Basel nach Arth-Goldau. Bei munteren Gesprächen und ab und zu mit einem Blick auf die vorbei fliegende Landschaft, verging die Zeit wie im Fluge. An der Talstation der Rigi Bahn – oh jeh – standen die Ausflügler bereits Schlange,

trotzdem fanden alle noch einen Sitzplatz. Langsam kletterte die Bahn in die Höhe – eine imposante Landschaft eröffnete sich uns. Rigi Kulm war Endstation und nach kurzem Spaziergang standen wir auf dem Gipfel. Es war sonnig und heiss, aber dunstig. Sehen konnten wir nur die nächst liegenden Bergen, der Pilatus blitzte nur selten durch den Dunst. Die ‘igi heisst ja au h „Die Kö igi de Berge“. Da ei da hte i h eige tli h i e , Königinnen thronten einsam über Allem – aber hier oben und heute tummelten sich tausende Menschen unterschiedlichster Nation auf den Wegen! Nach dem Mittagessen bestiegen wir wieder die Bahn nach Rigi Wölfertschen und spazierten der Berglehne entlang nach First. Der eindrückliche Felsenweg eröffnete uns anschliessend einen grossartigen Blick auf den Vierwaldstättersee. Nach kurzer Rast auf Rigi Kaltbad gings hinunter nach Vitznau, wo an der Schiffstation bereits grosses Gedränge herrschte. Die Fahrt auf dem See bis Luzern war kurzweilig, immer noch war es sehr heiss. Deshalb liessen sich Einige von uns vom Springbrunnen beim KKL Luzern abkühlen. Andere zogen es vor, sich in der Altstadt bei der Kappelbrücke mit einem kühlen Bier zu erfrischen. Die Rückreise verlief ruhig – wir waren doch alle etwas müde, aber zufrieden. Immer wieder während des Tages kamen schöne, heitere, interessante, anregende, manchmal auch ernste Gespräche unter uns zustande – was sehr schön war! Zum Schluss sei Inge Meury ein blumiges Kränzchen für die gute Organisation überreicht. Verena Sutter Geiger

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Kino Blauen wird zur Dorftradition Am 3. Oktober 2015 war es endlich soweit, bereits zum dritten Mal fand der beliebte Kinoabend in Blauen statt. Gleich nach Türöffnung trafen die ersten Kinobesucher ein. Mit Freude stellten wir fest, dass die Bar auch bereits vor dem Film gut lief und die Caipirinhas sehr gut ankamen. Auch die Popcornmaschine war im vollen Einsatz und verwöhnte uns mit frischem Popcorn. Gespannt zählten wir beim Eingang die Besucher und stellen einen neuen Besucherrekord von 65 Personen fest. Langsam wurde es auch immer schwerer, noch einen Platz zu finden, da aber alle etwas zusammen gerückt sind, fand jeder einen Platz.

Um 20.15 Uhr startete das Kinoerlebnis mit dem lustigen sowie berührenden Familienfil „Ho ig i Kopf“. Wi ha e iele positive Rückmeldungen zu diesem Film erhalten. Es ist schön zu beobachten, dass die Besucheranzahl jedes Jahr steigt und das Projekt unterstützt wird. Auch nächstes Jahr findet dieser beliebte Event natürlich wieder statt. Wir danken allen Helferinnen und Helfern für ihren tollen Einsatz und allen Besuchern für ihr Kommen.

Das Projektteam vom Jugendrat Blauen Sharon Sprunger, Jennifer Christ, Michèle Messmer und Saara Jeisy

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Ausflug der Schule Blauen zur Ausstellu g „Li i g Me ory“

Gerne teilt unsere Schule mit diesem Bericht die gesammelten Eindrücke, mit welchen die Kinder und Lehrpersonen von dieser spannenden Ausstellung zurückgekommen sind! Zuerst kurz etwas zur Ausstellung selbst: In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel und dem Schlossverein Zwingen wurde ein Projekt lanciert, um das seit 10 Jahren leerstehende Areal der Papierfabrik Zwingen nochmals aufleben zu lassen. Diverse Künstlerinnen und Künstler gestalteten Beiträge zur Bedeutung der Papierfabrik früher. Im Rahmen dieses Projekts durften die Schulen des Laufentals die Papierfabrik besichtigen und an verschiedenen Workshops teilnehmen. Nachfolgend die Berichte und ein paar Bilder zu den Besuchen der 1. – 6. Klassen. Eindrücke der 1. Klasse Am Freitag, 11. September 2015 fuhr eine fröhliche Schar Erstklässler nach Zwingen um die Ausstellu g „Li i g Me o y“, zu Eh e der alten Papierfabrik, zu besuchen.

Wir wurden herzlich empfangen von Barbara van der Meulen und zwei ihrer Studentinnen. Barbara van der Meulen erklärte uns, dass Sie die Kuratorin dieser Ausstellung sei, und dass sie ganz gut auf die Kunstwerke der verschiedenen Künstlerinnen und Künstler aufpassen müsse. Mit ihren spannenden Kunstwerken auf dem Fabrikareal, aber auch in den Fabrikhallen, wollten die Künstler die leerstehende Papierfabrik noch einmal zum Leben erwecken. Gespannt auf die Kunstwerke folgten wir Barbara van der Meulen in die erste Fabrikhalle. Da gab es einen Raum voller riesigen, mit Luft gefüllten Blasen durch die man hindurchgehen konnte. Sofort hatten die Kinder Ideen was das sein könnte; eine grosse Raupe oder eine Wolke? Wenn Luft in Blasen hineinströmte, sah es aus, als würde das Gebilde atmen. In der zweiten Halle haben Künstler die Fenster mit verschieden farbigen Folien überzogen. Wir hatten Glück, denn die Sonne schien an diesem Morgen in die Halle hinein, und so reflektierten die Farben auf dem Boden der Fabrikhalle wunderbar. Wieder draussen machte uns Frau van der Meulen darauf aufmerksam, wie die Natur sich das Fabrikgelände langsam wieder zurückerobert. Tatsächlich, auf dem Dach der Fabrik entdeckten wir Bäume, die regelrecht vom Dach in den Himmel wachsen! Besonders beeindruckt waren die Erstklässler, als sie erfuhren, dass im Keller der Papierfabrik ein Fuchs wohnt und dass er durch ein kleines Loch in der Mauer immer wieder in sein Zuhause zurückkommen kann. Natürlich hätten sie den Fuchs am liebsten besucht! Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem Kunstwerk vorbei, das man nur hören konnte. Es polterte laut aus einer Fabrikhalle und wieder konnten wir uns selber vorstellen, was oder wer da so ein Geräusch machen könnte.

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Zum Abschluss des spannenden Morgens durften die Kinder dann mit den beiden Studentinnen noch etwas basteln. Aus Papierresten der Papierfabrik kleisterten die Kinder ein schönes Körbchen, welches sie später mit nach Hause nehmen durften. Der Ausflug zur Living Memory-Ausstellung war für alle, Kinder und Erwachsene, ein spannendes Erlebnis, bei dem alle Sinne zum Zug kamen. Bestimmt werden wir uns noch lange daran erinnern und somit auch die alte Papierfabrik nicht ganz vergessen! Vielen Dank an Frau van der Meulen, die beiden Studentinnen und auch die Mamis, die uns nach Zwingen begleitet haben. Ursula Dill

dass hier vor ein paar Jahren noch eine Papiermaschine gelärmt hat. Wir hören „fffff“, Luft, die i ge d o du hströmt. Als wir um die Ecke biegen wird ein riesiges Luftkissen sichtbar. Es sind Plastikplanen, mit denen man sogar Geräusche machen darf. Jetzt kommt Leben in die sonst so stillen Kellerräume der ehemaligen Papierfabrik. Dies sind Eindrücke unserer Führung mit Ba a a a de Meule du hs „Li i g Meo y“ i de ehe alige Papie fa ik ) ingen. Anschliessend durften die Schülerinnen und Schüler in einem Workshop noch etwas basteln und konnten so etwas von dem alten Papier aus der Fabrik als Erinnerung mit nach Hause nehmen. Ein herzliches Dankeschön an Barbara und ihre Studentinnen. Kathrin Küng

Eindrücke aus den Tagebüchern der 5. und 6. Klasse Wir fuhren nach Zwingen zur alten Papierfabrik. Die Fabrik wurde 2004 geschlossen und bevor sie abgerissen wird, haben ein paar Künstler noch einige Kunstwerke in die Fabrik getan.

Eindrücke der 2. bis 4. Klasse Es ist dunkel im Raum und ganz still. Plötzlich werden Kinder sichtbar – aber sie stehen auf dem Kopf. Eine gigantische alter Fabrikhalle, dämmerig und still ist es darin. Dank der farbigen Folien an den Fenstern wirkt sie wie eine Kathedrale und man kann sich gar nicht vorstellen,

Barbara van der Meulen begrüsste uns mit ihren beiden Assistentinnen. Barbara hat Kunst studiert und sie zeigte uns verschiedene Kunstwerke im Fabrikgelände. Wir liefen zusammen in einen alten Raum, dort waren grosse Plastikblasen. Barbara erzählte uns, dass die Künstler damit zeigen wollen, dass die Blasen noch ein letztes Mal die alte Fabrikluft ein- und ausatmen. I ei e Co tai e a ei e „Ca e a O su a“. Es a du kel, u ei klei es Lo h

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brachte Licht auf die andere Seite. Wir konnten sehen was hinter uns war, aber alles war verkehrt.

Zum Schluss bastelten wir aus alten Fabrikpapieren ein kleines Büchlein. Wir durften auch Pläne mit nach Hause nehmen.

Dann gingen wir in die Fabrik. Mehrere Lampen bildeten das Wort LEAV, das heisst Blatt.

Ich kannte die Fabrik nicht wirklich gut, dennoch finde ich es schade, dass sie abgerissen wird!

Dort hörten wir auch traurige Musik. Die Künstlerin hat Trauerlieder gesungen und am Computer verzerrt, so dass es unheimlich tönte.

Ich fand den Ausflug toll und spannend. Schüler und Schülerinnen der Primarschule

Aus einem Gebäude tönte Partymusik und vor der Tür standen Bierflaschen. Das sollte eine Party darstellen. Ausserdem hat eine Klasse Bilder gemalt und Interviews mit Leuten gemacht, die in der Fabrik gearbeitet haben. Einige haben auch die Pflanzen untersucht, die jetzt dort wachsen. Diese kann man sogar als Erinnerung kaufen.

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Stimmungen und Stimmen Reisen in Westafrika von Mary Henrietta Kingsley Buchbesprechung von Ursula Pecinska Diesmal empfehle ich ein Reisebuch, geschrieben 1897, das mich sehr begeistert hat. Mary Henrietta Kingsley (1862-1900) war eine Engländerin, unverheiratet, die alleine insgesamt drei Reisen ins westliche Afrika unternahm. Eine unerschrockene, mutige Frau, die allen Widerständen trotzte, die Begabung besass, auf die Einheimischen zuzugehen und sich von den Stammesfrauen und den Häuptlingen die Welt erklären liess. Sie beschrieb die Lebensweisen der Einheimischen, entdeckte für die Fachwelt gänzlich unbekannte Fischarten – zwei Fische tragen ihren Namen und setzte sich gegen den Sklavenhandel und für die Rechte der afrikanischen Ureinwohner ein. Zurück in England verfasste sie kritische Artikel über die Kolonialpolitik, hielt Vorträge im ganzen Land - sie füllte Hallen mit bis zu 2000 Zuhörerinnen und Zuhörer und schrieb zwei Bücher über ihre Reisen. Sie zog monatelang klaglos in einem langen wollenen Rock, schwarzer Bluse und mit einem Hütchen auf dem Kopf durch den Busch. Sie lernte Kanu zu fahren, kenterte mehrere Male - sehr zum Amüsement der am Ufer stehenden Einheimischen. Sie reiste auch durch die Stammesgebiete der Fangs, als Kannibalen gefürchtet – sie aber fürchtete sich nie. Sie überstand stoisch jede Expedition, und nie, aber wirklich nie, verzichtete sie auf ihre Tasse Tee. An den unmöglichs-

ten Orten; auf Sandbänken, mitten im Fluss im Kanu und in den Dörfern trank sie ihren Tee, der täglich von einem ihrer Begleiter zubereitet wurde. Auf einer Reise fiel sie in eine Grosswildfalle und lag auf vielen scharfe Spitze : „Dies si d so die Mo e te, i denen man die Segnungen eines guten feste ‘o ks i kli h zu s hätze le t.“ Als einer ihrer Begleiter ins Loch hinunter starrte u d f agte „Du getötet“, antwortete sie mit ihrem t o ke e Hu o : „Ni ht seh – su h ei e Lia e u d zieh i h hi aus.“ Mary Kinsley untersuchte die Fauna und Flora, sammelte Fetische, Fische und anderes Getier für das Britische Museum, notierte sich die Bräuche der Urbevölkerung und die zahlreichen Geschichten über Zauberkräfte und Hexerei und lernte das Handelsenglisch, das damals auch von Einheimischen mit verschiedenen Muttersprachen gesprochen wurde. Sie äusserte sich kritisch über die Missionare, schlug sogar vor, Afrikaner nach England zu schicken, damit man dort von deren Lebensfreude profitieren könne. Ihre Aufzeichnungen sind mit Humor und Selbstironie gespickt. Ich musste mehr als einmal laut auflachen während der Lektüre dieses aussergewöhnlichen und spannenden Buches. Ma y Ki sley s h ie „Das S hi ksal lie t die Mutige .“ Na h de Lektü e dieses Bu hes bin ich überzeugt, dass das Schicksal Mary Kinsley während ihren drei Reisen durch Afrika sehr geliebt hat. Sie starb 1900 an Typhus in Südafrika während ihres Einsatzes als Krankenpflegerin. Mary Henrietta Kingsley Reisen in Westafrika / Durch FranzösischKongo, Corisco und Kamerun 1895 Übersetzt von Niels-Arne Münch Edition Erdmann 2013

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Die Raser – oder wurde Emma (0,5-jährig) überhaupt gehört?

Philosophie als Lebenshaltung im Alltag (2)

Gedanken von Jürg R. Zaugg zum Interview i „Blau er Dorflä e“ vo Ju i 5

Lieber unbekannter Leser: Auch Du bist ein Philosoph, wenn Du die Probleme des Lebens auf ganz persönliche Art angehst. So kam ich auf die Idee, dass Dich eine Beschäftigung mit der griechisch-römischen Philosophie besonders interessieren müsste. Deshalb habe ich mich entschlossen, Leben und Denken der ersten Philosophen in möglichst leicht verständlicher Form darzustellen. Warum die Griechen und Römer? Weil im Kontext mit den heutigen Wertediskussionen in der Gesellschaft, die antiken Vorbilder Lebensmodelle anbieten können.

Einige der wichtigsten Prioritäten in der klassischen Philosophie sind Wachsamkeit, Bewusstheit, Achtsamkeit und Rücksichtnahme. Diese soll der Mensch im Alltag praktizieren. Aber, was ist denn los mit den Menschen, denen ich immer wieder begegne? Die zu schnell und rücksichtslos durch das Dorf, den Wald rasen? Ohne dass sie achtsam sind und mit ihrem Verhalten das Leben von Tieren und Menschen brutal gefährden. Beherrschen Sie ihre Geschwindigkeit in einer ersten Lektion: vor, bei und nach dem Schulhaus! Diese Strasse ist kein Autobahnzubringer. Die T18 fängt erst in zirka 15 Minuten Fahrzeit an. Viele Menschen haben Ängste wegen drohendem Unheil, Unglück, Krieg, Brutalität oder Schlägereien. Dieselben Menschen sehen nicht, dass sie mit ihrem Verhalten dieses Kli a „p oduzie e “, el hes auf de ganzen Welt am Zunehmen ist. Wir alle müssen mithelfen, diesen Prozess zu bremsen. Fangen wir damit an; es gibt mehr als genügend Gelegenheiten dafür.

Für die meisten Menschen ist Philosophie eine Denkübung. Für die antiken Philosophe a sie jedo h i ht „ u “ auf das Denken beschränkt. Für sie war Philosophie Lebenshaltung, Lebenskunst und Wissenschaft vom rechten Leben und Sterben zugleich. Der römische Philosoph Seneca nannte die Philosophe „Pädagoge des Mens he ges hle hts.“ „Philosophie ist die Mutte alle gute Ha del s u d ‘ede s“ sagte der Politiker und Philosoph Cicero und der Grieche Epiktet „De U sp u g de Philosophie ist das Gewahrwerden der eigenen S h ä he u d Oh a ht.“

Vielen Dank an die Fahrer, die sich an die gemachten Spielregeln halten. Wenn sie i ht ä e …

Senecas Ziel und Hauptinteresse lag in den moralischen Fragen. Sein Ziel war die Unabhängigkeit des Menschen von Äusserlichkeiten. Die Abkehr von Alltagsdingen, die, wie wichtig sie auch erscheinen mögen, zurücktreten müssen gegenüber einer moralischen Festigu g. Ma Au el, de „Philosophe kaise “ hat u s die „E ah u ge a si h sel st“ hi te lasse . I ei e de stü is hsten Zeiten des Römischen Reiches, geprägt von Kriegen und Naturkatastrophen, hat er sich nach einer sorglosen Jugend zu einer radikalen Umkehr entschlossen: zu einem philosophischen Leben.

Jürg R. Zaugg

Jürg R. Zaugg

Die höchste Form von Intelligenz sind Selbstbeherrschung und Gerechtigkeit; dies war schon Platons Überzeugung. Wo ist sie geblieben? Nur wer glücklich sein will, zieht das Glü k au h a ! „T otz alle e de die Menschen dasselbe tun wie bisher, und e Du aus )o ze e ste ü dest.“ Aus Marc Aurel; Selbstbetrachtungen; Ja – oder Nein?

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Ausflüge der Dorf-Senioren und des Gemeinderats Hatten wir im letzten Heft vom Jungbürgerausflug 2015 berichten dürfen, so vermittelt das „Blau e Do flä e“ dieses Mal Ei d ü ke von zwei weiteren Gruppen, die sich in jüngerer Vergangenheit einen jeweils eindrucksvollen und gleichzeitig gemütlichen Reisetag gönnten. Die Rede ist zum einen vom Gemeinderats- und zum anderen vom Seniorenausflug. Senioren im Schwarzwald Gleich 61 Frauen und Männer der nicht mehr ganz jungen Generation erlebten am 10. September 2015 einen eindrucksvollen Tag beim diesjährigen Seniorenausflug. Die Nordostschweiz und das angrenzende deutsche Nachbargebiet waren die Ziele dieser Erkundigungsreise, die über Kaiserstuhl, Eglisau durchs Klettgau nach Blumberg führte,

wobei die unternehmenslustigen Seniorinnen und Senioren die letzten 25 Kilometer bis zum Mittagstisch in Blumberg nicht mehr mit dem Car unter die Räder nahmen, sondern auf den Schienen der berühmten „Saus h ä zle ah “. Im Gasthaus Hirschen in Blumberg wurde das schmackhafte Mittagessen kredenzt, ehe die Reise weiter führte über Singen und Radolfszell nach Stein am Rhein. In diesem schmucken Städtchen genossen die Reisenden einen freien Aufenthalt, ehe die Rückfahrt durchs die für viele noch unbekannte, aber wunderschöne Landschaft des Thurgauer Hinterlandes führte. Gegen acht Uhr abends, also rund zwölf Stunden nach der Wegfahrt, endete für die ganze Gruppe mit der wohlbehaltenen Ankunft in Blauen ein eindrucksvoller und geselliger Ausflug.

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Gemeinderat im Emmental Sechzehn Personen des Gemeinderates und aus dem Kreis der Gemeindeangestellten machten sich am 22. August 2015, zusammen mit einigen Partnerinnen und Partnern bei bestem Wetter auf, das Emmental kulturell und kulinarisch zu entdecken: Mit einem Kleinbus in den sicheren Händen von Roger Kofmehl und einem Privat-PW, den Josef Zindel lenkte, steuerten die Reiselustigen zuerst den fantastischen Skulpturenpark des 2011 verstorbenen Künstlers und TinguelyFreund Bernhard Luginbühl in Mötschwil bei Burgdorf an. Eine rund 90minütige Führung vermittelte wuchtige Eindrücke vom kreativen Schaffen dieses weltberühmten Emmentalers, der sich auch vor tonnenschweren Metallbrocken nicht scheute und daraus voller Fantasie Monumente der bemerkenswerten Art schuf.

Das Mittagessen erinnerte an die gute alte Pfadi- oder Schulzeit: Auf einer Anhöhe oberhalb von Eggiwil mit einer wunderbaren Aussi ht i ie ‘i htu ge ga s auf de o Do i ik Bo uat „pfa e fe tig“ e eit gestellten offenen Feuer gebrätelte Würste und Bier. Am späteren Nachmittag gab es im Fo u Su is ald „Auslauf“ it P og a nach freier Wahl, das die einen mit Jassen, die andern mit Schwimmen und wieder andere mit einem internen Boules-Turnier gestalteten, ehe im verträumten, etliche hundert Jahre alten Restaurant Löchlibad in Landiswil, ein feines Nachtessen in urchiger Emmentaler Atmosphäre serviert wurde. Allen, die an einem oder beiden Ausflügen organisatorische Hilfe leisteten, sei ganz herzlich gedankt. Sie ermöglichten allen Ausflüglern die Bestätigung, dass es auch ausserhalb unseres wunderschönen Blauen sehenswerte Flecken gibt. Waltraud Zindel Gemeinderätin

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Spass und Unterhaltung Rätselhaftes Blauen 1

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Waagrecht 1 Sie grasen auf Wiesen in Blauen – und werden von der Preisstifter-Familie angeboten (zwei Wörter) 13 Strangers in the Night oder My Way im Ohr – da kommt Dir wer sofort in den Sinn (Vorname, Name) 14 Der Baumeister vom Steigenweg 8, kurz und bündig 15 1908 ist nicht der Jahrgang von 1 waagrecht, der kam erst sieben Jahr später zu Welt, sondern die Postleitzahl eines Walliser Dorfes – nämlich? 16 Hoffentlich kommst Du nicht erst nach Verlängerung auf das Kürzel, sondern im Normal-Vall s h elle …. 17 Google den türkischen Vornamen Mesut – und schon erscheint zuoberst der hier gesuchte Familienname eines deutschen Fussball-Weltmeisters 19 Grosser Raum in Lisa Allemann 21 Stelle die gesuchte Silbe vor Fang, hast Du den Beginn. Und stellst Du die Silbe vor den Ton, hast Du den Vornamen unseres Kreuz-Wirtes 24 Der Kühlturm unweit des gesuchten Solothurner Dorfes zwischen Olten und Aarau entfacht seit Jahr und Tag heisse Debatten 30 I Blaue si d es F&F l o o dell oli a u d Si o Mülle a der Emmengasse 2 32 Einheimische nennen ihre europaweit berühmte Luxuseinkaufsstrasse mitten in Düsseldorf abgekürzt nur so 33 Du tust es grad jetzt

Senkrecht 1 Jimi Hendrix machte unter anderem diese Frisur der Hippie-Zeit populär – ge au ie das Musi al „Hai “ 2 Passend, dass der Nachlassempfänger im Sterben liegt 3 British Airways? Bundesanwalt? Der frühere FCB-Spieler Papa Malick..? 4 Ruft auch in Blauen mehrfach zu einem kurzen Gedenken 5 Es braucht Schüler, Schnee, Leiter, eine Woche Zeit 6 In diesen drei Kästchen bringst Du Lysergsäurediethylamid unter, sofern Du nicht unter halluzinogenem Einfluss stehst 7 Hie lie e die Ope it ei e „A“ a letzte Stelle ei füge als die K a kheit it ei e „S“ 8 Ernst Niklaus Estermann 9 A Okto e fest t i kt a die … oft oh e ….! 10 Zum Behördenbüro fehlt am Anfang der Anfangsbuchstabe des Alphabets 11 Diesen Frauenname findest Du in der Alternative 12 Preisspenderins Gatte steht hier vornamentlich kopf 18 Befehlsform an den Schützen – und Lebensinhalt hoffentlich aller Menschen 20 Obschon sie sich in der Tadelei verbirgt, singt diese englische Popsängerin (neu: „Hello“ oh e Fehl u d Tadel 22 Und noch ein Frauenname – bekannt aus einem IbsenDrama. Such ihn im Honorar 23 Dieser Versuch steht Kopf 25 Vogelart, schwarz, asiatisch und gefährdet 26 Kurzer Reitverein – oder deutsches Autokürzel aus der Stadt der berühmten Spiele 27 Pour cette année, i lest passé 28 Moll-Note zwischen Cis und Dis 29 Wenn Du es mit Deinem Bauern Schieber-Partner abstichst, bist Du ein schlechter Jasser 31 Preisspenderin .egula wohnt am .enzlingerweg (JoZ)

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Teilnahmebedingungen zum Preisrätsel auf der Vorderseite Man kann vieles in Blauen, zum Beispiel die Flasche des wunderbaren Eierkirsches geniessen, die Regula und Alvar Aebi aus ihrem Bio-Bauernbetrieb für dieses Rätsel als Preis spenden. Aber für das Lösungswort, das sich von oben links nach unten rechts in den eingefärbten Kästchen ergibt, uss a u te a h ) i ge fah e . Ode , i s hli ste Fall, olle …..

Das Lösungswort per Postkarte einsenden oder einwerfen an die Gemeindeverwaltung Blauen oder per Mail an [email protected] Eine Gewinnerin oder ein Gewinner wird ausgelost und erhält eine Flasche des begehrten Eierkirsches, gesponsert vom sorgsamen Landwirtschaftsbetrieb von Regula und Alvar Aebi am Nenzlingerweg 2. Einsendefrist bis 31. Dezember 2015 Auflösung und Name der Gewinnerin oder des Gewinners in der nächsten Ausgabe (Januar/Februar 2016).

Lösu g des Rätels i „Blau er Dorflä e“, Ausga e 4, September/Oktober 2015 Lösungswort: Wettertief Gewinner: Als Gewinner eines Gutscheines für den Blauner Dorfladen im Wert von 4223 Rappen, gestiftet von Stefan Jermann, Senior Consultant, Trailconsulting AG, wurde Inge Meury-Kamber ausgelost. Herzlichen Glückwunsch!

Impressum Redaktion: Daniela Wey, Dieter Wissler, Josef Zindel Nächste Ausgabe: Anfangs Februar (Ausgabe Januar/Februar 2016 ) Einsendeschluss: 8. Januar 2016

Auflage 500

Es gilt in allen Texten, in denen sie wegen der einfacheren Lesbarkeit nicht ausgeführt ist, auch die weibliche Form.

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Kontakte Öffnungszeiten und Telefonnummern Gemeindeverwaltung Blauen, Dorfstrasse 15, 4223 Blauen

Notfallnummern

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag

112 / Internationaler Notruf 117 / Polizei 118 / Feuerwehr 144 / Sanität 1414 / Rega

geschlossen 09.00 - 11.00 Uhr geschlossen 09.00 - 11.00 Uhr geschlossen

14.00 - 16.00 Uhr 14.00 - 18.00 Uhr geschlossen 14.00 - 16.00 Uhr geschlossen

Gemeindepräsident

Dieter Wissler

Telefon E-Mail

061 766 96 33 [email protected]

Vize-Gemeindepräsident

Andreas Vögtlin

Telefon E-Mail

061 766 12 53 [email protected]

Gemeindeverwalterin - Sekretariat Burgerkorporation - Sekretariat Meliorationskommission - AHV-Zweigstelle

Daniela Wey

Telefon Fax E-Mail

061 761 17 73 (1) 061 761 17 33 [email protected]

Finanzverwalterin - Kassierin Burgerkorporation - Kassierin Meliorationskommission - Kassierin Forstrevier

Christine Meury-Cavegn

Telefon Fax E-Mail

061 761 17 73 (2) 061 761 17 33 [email protected]

Abwart

Dominique Borruat

Natel

079 481 22 86

Telefon (P)

061 761 24 72

Natel

079 645 33 94

Telefon (P)

061 761 37 01

Christoph Thüring

Natel

079 675 48 24

Thomas Hägeli

Telefon

061 751 14 07

Frid Lisser

Aussendienstangestellter / Brunnen- und Wegmeister Bauverwalter Vorderes Laufental

[email protected] Gemeindepolizist

Markus Wüthrich

Primarschule/Kindergarten Blauen

Natel

079 413 96 19

Telefon

061 763 07 92

Burgerkorporation Blauen

Ruedi Schmidlin

Telefon (P)

061 761 18 86

Revierförster

Markus Schmidlin, Dittingen

Telefon (P)

079 216 39 60

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