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Editorial hauspost Juni 2000 Seite 1 Die Themen Gert-Klaus Förderer Geschäftsführer der Schweriner Abfallentsorgungsund Straßenreinigungsgesellsc...

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Editorial

hauspost Juni 2000

Seite 1

Die Themen

Gert-Klaus Förderer Geschäftsführer der Schweriner Abfallentsorgungsund Straßenreinigungsgesellschaft mbH (SAS)

Spioniert

Sehr geehrte Leserinnen, sehr geehrte Leser der hauspost, in letzter Zeit werde ich hin und wieder darauf angesprochen, dass es so ruhig um die SAS geworden sei, von mir mit Ausnahme der hauspost so gar nichts mehr zu lesen ist und Ähnliches.

Fraktionen unter sich: Muß Harald Scheffler gehen oder nicht? Seite 11

Ausgelassen

Tipps: Wo Pfingsten in Schwerin gefeiert wird 

Da ist natürlich etwas Wahres dran, und dies hat auch seine Gründe. Mit den Jahren lernt man einfach, dass es in so einem Geschäft wichtiger und richtiger ist, seine Arbeit zuverlässig und im Stillen zu verrichten, als beispielsweise gleich über jeden neu angeschafften Müllcontainer eine mehrseitige Presseerklärungen abzugeben und sich selbst damit so überaus wichtig zu nehmen.



Wir SAS`ler, sage ich immer, fahren, wie es unser Auftrag ist, nur den Müll von A nach B, was gibt es darüber schon groß zu berichten? Einiges schon, wird jetzt unser Fahrpersonal sagen. Beispielsweise die täglichen Ärgernisse mit den immer öfter in den gelben Tonnen liegenden Müll. Außerdem wird immer mehr Müll einfach vor die Tonnen geworfen. Probleme gibt es auch bei den immer noch reichlich zugeparkten Müllbehältern. Ich als „Chef“ kann dann immer nur sagen: „Das gehört zu unserem Job, wenn wir es nicht machen, findet sich heutzutage ganz schnell ein anderer - so ist das Leben.“

Überprüft

Es ist auch das Leben, das von einem Geschäftsführer eines kommunalen Unternehmens verlangt, so kostengünstig zu arbeiten wie irgend möglich. Denn es ist ja der Kunde Bürger, der das Ganze finanziert. Zum Ganzen gehört auch die Pressearbeit, auch sie kostet Zeit und damit Geld. Deshalb trennen wir auch ganz sorgfältig die Informations„wertstoffe“ vom Informationsmüll. Und zwar vorher.

Seite 5

Entschlossen

WGS verlegt Firmensitz in die Innenstadt  Seite 7 Stadtwerke-Baustellen in der Altstadt liegen im Plan  Seite 8

Geprobt

Wie Schauspieler als Musketiere kämpfen lernen  Seite 15

Unterwegs

Mit dem Fahrrad durch die schönsten Gegenden Mecklenburgs  Seite 16

Präziser

Neue Wege in der Neuronavigation im Medizinischen Zentrum  Seite 23

Sommer-Service

Tipps und Tricks für Picknickfreunde in Schwerin Seite 26+27 Was macht eigentlich...

der beliebte Schauspieler Kurt Nolze Seite 20

Titelfoto: maxpress/ Heike Homp (max)

Trends

Seite 2

Unglaublich Lieblos... ...finde ich den Umgang von internationalen Behör­den und Medien mit dem „Love Letter” - Virus. Erstmal wird unnötig Panik verbreitet, so dass durch die Panik mehr zerstört wird als durch den Virus. Das ZDF meldet 10 Milliarden Dollar Schaden. Zu guterletzt wird der Welt ein Sündenbock aus Manila präsentiert, der jetzt für die Schwächen der Computersysteme herhalten muss. Und wer hat ihn gefunden - das FBI. Hier funktioniert die internationale Kooperation!!! Ziel einer solchen Kam­ pagne ist die Krimi­ nalisierung von Leuten, die sich „zu“ gut mit Com­pu­tern auskennen und vermeintlich unkontrollierbar sind. Danach werden die Gesetze verschärft und jedes Computer-Kid zum potentiellen Terroristen erklärt. Außerdem lassen sich vor solchen Hintergründen Lauschangriffe besser durchsetzen. Das Problem liegt doch auch darin, dass der Endanwender keine Chance hat zu erfahren was sein Rechner eigentlich macht. Warum sagt nicht vor Ausführung des Virus ein Dialog „Hallo lieber Anwender, das folgende Programm versendet EMails und löscht MP3-MusikDateien auf Ihrer Festplatte. Wollen Sie fortfahren?“ Danke NEIN! Das scheint für die Programmierer von Microsoft zu schwer zu sein, denn wieder mal sind die Opfer ausschließ­lich Windows-Benutzer. Wenn also schon Computer­terroristen gejagd werden sollen, dann bitte auch die Richtigen. matze

Baggylook ist angesagt

Das Foto

Tiefer Hosenboden für cooles Outfit Weite Hosen, deren Hosenboden in den Kniekehlen hängt, die Hände lässig in den meist viel zu großen Taschen, so oder ähnlich sind viele jugendliche Zeit­genossen auf den Straßen der Stadt unterwegs. Fragen wie: „War­ um fällt die Hose nicht runter?“ und „Kann man so Treppen steigen?“, stellen sich da beim ahnungslosen Beob­achter von allein. Die Mei­­­nun­­gen d­er­­ Schwe­­r­iner reichen von schoc­ kiertem „Un­ möglich!“ bis zu „Cooler Lo­ok­­.­­“­­­­­ ­Da­bei hat diese für so Manchen lus­tige Mode einen ursprünglich ernsten Hin­tergrund. Die His­torie der wei­ten Ho­sen geht bis in die Sklavenzeit zurück. Mit der Be­­g­rün­dung „Sie könnten prinzipiell als Waffen ge­braucht werden“, wurden und wer­­den den zumeist farbigen In­sassen in US-amerikanischen Gefäng­nis­ sen Gürtel und Hosenträger abge­no­m­­­­men.­ Wer weite Hosen trägt, der halte sie eben fest. Innerhalb der amerikanischen Hip­ Hop-Be­ wegung wur­ de diese schikanierende Maß­ nahme positiv um­ge­deutet. Stolz werden bis heute weite, herunterhängende Hosen ohne Gürtel als­Zei­­chen des Pro­testes gegen eine rassistische Gesellschaft getragen. Weltweit haben An­hänger der HipHop-Kultur die­ses Zei­ chen der Ver­­­brüderung ü­­be­rnom­men, allerdings meist mit Gürtel. Bei uns zum Modetrend ge­­wor­den, sind im­­mer m­ehr we­i­te Ho­­sen unterwegs. Das Gefü­hl­ ein Bein­­kleid zu tra­­gen das „co­ol“­ aus­sieht, und hauptsächlich be­­­ quem s­i­­­tzt, ist wohl der Grund dafür. md

Übergrößen im Trend

Foto: md

hauspost Juni 2000

Was´ das denn? Da werden doch Erinne­ rungen an den gu­ten alten „Holz­roller“ wach. Peter Teschke ist bereits seit et­wa ei­nem Jahr auf dem „Roller für Große“ unterwegs. „Kick­ board“ (Trit­t­brett) ist der treffende Name. Durch Tricks und Sprünge wird die Rollerfahrt zum Funsport. Rollern wird derzeit immer beliebter und eine zweite Gene­ra­ tion von Kickboards ist bereits auf dem Markt. Foto: max

Wahrzeichen der Börse für Schweriner Aktionäre

Goldener Bulle hoch im Kurs Smarte Schlips­­­­trÄger mit Maß­­­an­zug und Mercedes beklagen den Verlust ih­rer Sta­tus­­­symbole. Denn nach dem Han­dy ge­langt nun auch die Aktie in Volkes Hand - Schwe­ riner wagen sich aufÕs glatte Par­­kett des großen Geldes. Hallo Herr Nachbar, wie geht's den Kin­ dern? Ein freundlicher Gruß über den Gar­ten­ ­­zaun aus alten Zeiten. Stattdessen heißt es heute immer öfter: Hallo Nachbar, wie stehen die Kur­se? Seit dem Start von Tele­kom, Infineon und T-On­line wollen auch Schwe­­­­ riner an der Börse verdienen. Das Aktien­fie­ ber greift um sich und be­rei­tet vielen Neu­­bör­ sia­nern schlaf­­lose Näch­te. Zu­kau­fen, Hal­ten oder Verkaufen - lautet die ban­ge Frage, wenn die Kurse Achterbahn fahren. Ruhe

und einen kühlen Kopf be­wah­ren da­gegen die Mit­­­glie­der des Schwe­riner Ak­tien­­klubs (SNAK). Seit Ende 1998 treffen sich die mit­ tler­­ weile 40 Börsenfans einmal pro Mo­nat zum Börsen-Stammtisch und nehmen die Kennzahlen der internationalen Finanz­ märkte vom deutschen DAX bis zum japanischen Nikkei unter die Lupe. Die SNAK-er, in der Mehrzahl Unternehmer aus der Lan­des­­ hauptstadt und der Umge­bung, fahren auf dem glatten Börsen­­ par­ kett einen sicheren Kurs. Nicht spekulative Ein­­zel­­werte, sondern lang­ fris­ tig wachsende Anlagen sind ihr Re­zept für ru­hige Nächte und sichere Ren­di­ ten. Der gol­ dene Bulle, Wahr­­ zeichen der hektischen Börsen-Plätze dieser Welt, strahlt als Logo der Schwe­­­­­riner mecklen­bur­ger Gelassenheit aus.  td

Trendanzeiger

Scharfe Sonnenbrillen - Kultstatus im Sommerlook

Trendsetter sehen rot Sonnenbrillen gehen mit dem Trend. Die neue Kollektion aus dem Hause FUNK gibt die Richtung vor: Welche Gläser im Som­mer 2000 angesagt sind, zeigt den Schwe­ri­nern Brillen Krille in der Pusch­­­kin­­­ straße. Die Farbe für Sonnen­bril­ len in diesem Sommer ist Rot. Kon­trast­steigernd soll sie sogar gegen schlechte Laune wirken. Bei Sonne, trüben Wetter oder Nebel - die Brille läßt die Welt in Him­ beer­­ farben strahlen. Umrahmt werden die „Gute-Laune-Gläser“ von aus­ gefallenem FUNK-Design. Die Münchner

Trend-Marke zeigt Brillen vom sportlichen bis zum extravaganten Mo­dell, auch im Look der 50er, 70er und 80er Jahre. So verschieden die FUNK-Brillen auch sind, haben sie doch vieles gemeinsam. Alle be­stechen durch optimale Funktionalität, ein gutes Preis/Leistungs­ ver­ hältnis und den höchstmöglichen UV-Schutz. Wer einen Blick durch die neuen Son­nen­brillen mit den „Gute-Laune-Gläsern“ riskieren will, kann das bei „Krille“ in der Pusch­kin­­straße 67 tun. Telefon 0385/59 19 50

Cool, kultig, rot: Die Brille von Krille

hauspost Juni 2000

Politik

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Schwerin im Internet

Tipp

Multimediales Trauerspiel

Chorkonzerttage Vom 1. bis 4. Juni ist Schwerin Gastgeber der 15. ChorKonzertTage. Bei dem bundesweiten Chorfestival werden über 2000 Sängerinnen und Sänger aus ganz Deutschland erwartet. Insgesamt 14 Konzerte finden in verschiedenen Orten statt. HIer eine kleine Auswahl: Donnerstag, 1. Juni, 17 Uhr in der St. Paulskirche: Konzert mit geistlicher Musik Johann Sebastian Bach Missa A-Dur (Schweriner Singakademie); Wolfgang Amadeus Mozart Missa brevis D-Dur (Singakademie Frankf./Oder); Felix MendelssohnBartholdy Lauda Sion Salvatorem (Konzertchor Köln) Freitag, 2. Juni, 14 Uhr im Dom: Johann Seb. Bach „Fürchte Dich nicht“ Motette BWV 228 (Musica Viva Kammerchor Hamburg); Dénes Legány „Credo Sanctus - Agnus Dei“ (Chorensemble Nordstadt Hannover) Sonnabend, 3. Juni, 11 Uhr in der Schelfkirche: Matinee mit geistlicher Musik, Johann Sebastian Bach „Aus der Tiefe rufe ich“ (Rheydter Kammerchor Mönchengladbach) SchleswigHolstein-Haus Vom 10. Juni bis 12. September läuft die Ausstellung: „Goya Dalí“. Gezeigt wird Goyas berühmtester Caprichos-Zyklus von 1829 und eine Hommage des Spaniers Salvadore Dalí an Goya. Die Caprices- Grafik-Zyklen zählen zu den großartigsten der europäischen Kunst.

Mit reichlicher VerspÄtung hat die Stadtverwaltung vor einem Jahr eine ãoffizielle WebseiteÒ der Landes­ hauptstadt ins weltweite Datennetz gestellt. Doch das, was den SchwerinInteressierten im Internet angeboten wird, ist eher ein Trauerspiel. Kein Wunder, dass es reichlich Kritik gibt und der ãFocusÒ beim StÄdtevergleich Schwerin in verschiedenen Kategorien zwischen Platz 65 und 97 (Gesamt­ wertung) von 100 StÄdten einstufte. „Hallo Schwarze Seiten! Echt toll. Wird Schwerin jetzt zu Grabe getragen? Viel­leicht sollte man den Webauftritt einer Stadt trotz Geldmangels professionellen Firmen überlassen? Aber immerhin ein Anfang“, schrieb der 35-jährige Herr Seifert aus Rosenhagen ins Gästebuch der Stadt. Kein Einzelfall. „Ihre Seite ist nicht gerade interessant“, so die 25-jährige Hambur­ gerin Jaqueline G. „Vielleicht schauen Sie mal auf andere Stadtseiten und verbessern ihre.“ Die Kritik ist verständlich, wenn man sich das erste Mal unter „www.schwerin.de“ ins Netz einloggt. Denn die im schwarzen Trauerflor gehaltenen Seiten zu Kultur, Geschichte und Tourismus sind so dunkel, dass nur die wenigsten Computer überhaupt eine saubere Auflösung der Stadtseiten hinbekommen. Was inhaltlich in dieser BlackBox steckt, verraten zwei junge Leute, die ihren Frust ebenfalls ins Gästebuch schrieben. Alexander Uhde aus Schwerin (17): „Die Daten gehören ins Altersheim. Die sind schon ein Jahr alt.“ Und die 16-jährige Steffi Rost aus Winterberg ergänzt zynisch: „Meine Oma und ich werden die Webseite mal besuchen…“ Trotz vieler positiver Ansätze nach dem verkorksten Internetstart - es gibt jetzt zumindest Links zum Staatlichen Museum, Staatstheater, zum Kino sowie auf die städtischen Betriebe - präsentiert sich die Stadt spärlich. Beispiel Zeittafel: Zwischen 1972 und 1989 passier-

Vernichtende Auswertung im FOCUS

Jede Menge Ideen: Andreas Ruhl will den Internetauftritt der Stadt enorm verbessern te in Schwerin laut Stadtverwaltung offensichtlich überhaupt nichts. Nach 1990 wird gerade einmal ein einziges Ereignis pro Jahr angeführt. Vergeblich sucht der SchwerinSeiten-Be­sucher Service und Unterhaltung. Während andere Städte wie beispielsweise Leipzig und Dresden auf ihren Webseiten sogar kleine Spiele anbieten (was natürlich nicht zwingend erforderlich ist), haben diese Kommunen aber auch den Servicecharakter groß ge­ schrieben. Im Gegensatz zu dort vermisst man in Schwerin jegliche Möglichkeiten eines Downloads - beispiels-

weise von Antrags­ formularen oder Stadtplänen. Auch virtuelle Rundgänge, so durch die Stadt, das Schloss oder für künftige Schweriner, Hinweise zu Eigen­heim­bau­­ gebieten oder Schulen - auf der offiziellen Schweriner Homepage: Fehlanzeige. Nahezu sträflich ist dagegen der Umgang der Internetverantwortlichen der Stadt mit dem Werbepotential: Kein Link zum Zoo, keine Infos zum FilmKunstFest, kein Wort über die Drachenbootfeste oder den Fernsehturm - selbst die Hoffnungsver­anstal­ tung Buga 2009 hat kaum Infos zu bieten. „Wir müssen und werden eine Menge ändern“, verspricht Pressesprecher Andreas Ruhl, seit April wieder offiziell in der Stadtverwaltung und zukünftig verantwortlich für das Internet. Er meint nüchtern: „Die Focusanalyse ist alarmierend. Das hat unsere Stadt nicht nötig.“ Dabei soll jetzt auch auf Vorhandenes zurückgegriffen werden. So haben beis­piels­ weise die Stadtwerke Schwerin mit dem Stadtinformationssystem Citynet servicefreundliche Voraussetzungen geschaffen. Die sind derzeit von verschiedenen Terminals im Stadtgebiet abrufbar und können nur unter www.schwerincity.de im Internet gefunden werden. „Vielleicht können wir hier eine Kooperation erreichen“, sagt Ruhl, „man muss die Welt schließlich nicht neu erfinden.“ Vor allem der Service für die Schweriner selbst, das Abrufen von An­ tragsformularen per Computer von zu Hau­se aus oder auch einfache Anfragen der Bür­ ger und Beschwerdenbearbeitung sind für Ruhl „eigentlich eine Selbstver­ständ­lich­ keit“. Geht es nach ihm, sollen künftig auf den Schwerinseiten sämtliche Informatio­nen über die Stadt zusammenlaufen. Ruhl: „Nicht nur die der Stadtverwaltung.“ Und mit Blick auf die „Focus“-Analyse verspricht er: „Das Nachrichtenmagazin sollte uns im Focus behalten und dann auch über die neuen Entwicklungen berichten.“  ts

Buch-Tipp

City Manager „On Tour“ soll Touristen führen

Neues Buch über den Schweriner Wassersport

Eigeninitiative der Händler

Der 73jährige Autor Erich Bülk hat in seinem Buch „Schweriner Segelverein von 1894“, erschienen im DSV-Verlag, die Chronik des Segelvereins in liebevoller Kleinarbeit zusammengefaßt. Im Mai stellte er das neue Buch im gerade sanierten Bootshaus hinterm Marstall vor. Spannende Anekdoten, die Entwicklung von Boots­ typen, die Veränderung der Umgebung und die Kompromisse in der Gesellschaft werden auf eindruckvolle Weise wiedergespiegelt. So wurde aus dem Werk mehr als eine Vereinschronik. Für Wassersportfreunde ein Muss, für Touristen eine Bereicherung. Das Buch ist beim Segelverein oder in der „Seekiste“ in Schwerin erhältlich.

City Manager ãOn TourÒ (Foto), heißt eine neue Ver­ lags­ reihe die zusammen mit der Werbegemeinschaft Alt­stadt, der Stadt und regionalen Partnern in Schwerin startet.

Der um­ fas­ sende Einkaufsführer und Tourenplaner soll Touristen auf verschiedenen Wegen durch die Stadt führen, Einkaufsund Ausflugstipps sowie umfassende Kulturhinweise geben. Redaktionelle Hinweise zu Geschäften und Kulturstätten

sollen den Aufenthalt für die Stadtgäste interessanter machen. Auch ein umfangreicher Serviceteil ist vorgesehen. Noch im Juni sollen 40.000 Exemplare an die Stadtmarketinggesellschaft, Hotels und Busreiseunternehmen geliefert werden. Christian Becker, ehemaliger Citymanager in Schwerin: „Dieses Projekt ist schon lange geplant und wird jetzt mit Hilfe der Händler und anderer Unternehmen in Eigeninitiative umgesetzt. Es ist optisch an die touristische Linie der Stadt angepaßt und wird sie sinnvoll ergänzen.“ Becker rechnet damit, dass durch zusätzliche Informationsangebote auch die Verweildauer von Touristen in der Stadt erhöht werden kann.  hh

Tägl. von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Reaktionen

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Gewinnspiel

Infos aus dem Internet

hauspost-online bei Schulklassen beliebt

Weitsicht gefragt! Sommerwetter seit Anfang Mai. Die Strände der Stadt wurden von den Sonnen­ hun­gri­gen bereits zum Sonnenbad er­obert. Hält das Wetter an, stürzen sich die Schwe­riner weiter in die kühlen Fluten. Weitsicht ist dann bei den Was­ser­­­rettern des DRK gefragt. Haus­ postleser mit scharfem Blick wissen, wieviele Wasser­retter an den Strän­den der Stadt für ungetrübte Bade­­­ freuden sorgen. Und das ist auch die Frage des Ge­winn­spiels. Der Weg zum Gewinn:  Die An­zahl der Retter auf eine Post­karte schreiben und an die Redaktion hauspost, Lübecker Straße 126 in 19059 Schwerin schicken. Mit etwas Glück schärft sich der Leserblick mit dem Gewinn nochmals. Hauspost verlost ein Fernglas mit 10-facher Ver­größ­erung. Einsendeschluss ist der 16. Juni 2000. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Gewinner „Jeden Tag hauspost“ war das Motto im Mai. Den Kaffee am Morgen können folgende Leser künftig aus einer originalhaus­post-Tasse genießen: Karola Schulz, AnneFrank-Straße Hildegard Jurczinski, Käthe-Kollwitz-Straße Ingrid Wolligaud, Robert-Havemann­ straße. Herzlichen Glückwunsch!

Seit nunmehr 1 1/2 Jahren ist die hauspost mit aktuellen Berichten zur städtischen Politik, Wirtschaft und Kultur im Internet. Zahlreiche Anrufe in der Redaktion haben gezeigt, dass der Online-Service bei Schwe­ rinern aber auch Interessierten aus ganz Deutschland immer beliebter wird. Aller­ dings nicht nur bei einzelnen Bürgern. Vor allem Schulklassen haben die In­for­ ma­­tionsbeschaffung per hauspost-online für sich entdeckt. So nutzen sie zum Beispiel die Vorstellung alternativer Ener­gieformen auf den Stadtwerkeseiten für den Physik­ unterricht oder aber Berichte der Sparkasse zur Zinspolitik für das Fach Sozialkunde. Wir finden: eine klasse Sache. Damit die hauspost-online-Leser auch per Mouseklick in alten Ausgaben nachstöbern können, ist seit vier Monaten das kom­­plet­ te Hauspost-Archiv im Internet eingerichtet. In der Rubrik „E-Mail“ kann jeder Leser seine Meinung und Vorschläge zu den Inter­ netseiten aber auch zu der hauspost selbst loswerden. Auch Leserbriefe zur Veröffent­lichung nehmen wir gerne per e-mail an. Adresse: [email protected]

hauspost Juni 2000

Erhard Kunack, OTV Friedrichsthal

B-Plan einhalten Erhard Kunack, kommissarischer Orts­ teilvorsitzender (OTV) ist sauer. An­ wohner in Friedrichsthal mŸssen trotz geltenden B-Plan weiterhin auf ein seit 1995 versprochenen Stadtteil­ zentrum warten. Einzige Einkaufsmäglichkeit derzeit: Ein Ziga­ retten­automat. Und da man be­kannt­ lich von Zigaretten allein nicht leben kann, fordern die Fried­richsthaler die Er­ fŸllung der zahlreichen politischen Ver­sprechen aller Fraktio­nen. „Das sind unzumutbare Zustände für viele ältere Bürger in unserem Stadtteil“, beschwerte sich Kunack bei den Stadt­ vertretern. Über 1.300 Wohnungen sind in Friedrichsthal seit 1995 gebaut und bezogen worden. Wie kein anderer Stadtteil in Schwerin nahm die Einwohnerzahl des Ortsteils am Ortsausgang der Stadt zu. Doch die inzwischen fast 4.000 Einwohner haben das Nachsehen. Mehrere Kilometer weit müssen sie laufen oder fahren, um die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit zu nutzen. Die ersten Anwohner ziehen be­reits weg, weil die versprochene Nahver­

sorgung ausbleibt. „Das ist besonders für viele ältere Anwohner und Familien ein echtes Problem“, sagt Kunack. Schluß mit Lustig lautet jetzt die Devise. Im Namen der Friedrichsthaler setzte Kunack der Stadtverwaltung und den ge­wählten Stadt­vertretern die Pistole auf die Brust. „Sollte bis 30. April 2001 kein privater Investor gefunden werden, wird die Stadt­ vertretung aufgefordert, einen Be­schluß herbeizuführen, ein Stadtteil­zen­ trum durch die Stadt bauen zu lassen,“ heißt es in einem Antrag des Orts­ teil­ beirates. Bislang zogen viele Investoren wie­der von dannen, weil die Kaufsumme für das vorgesehene Gelände „enorm hoch“ oder die Erschließung „enorm teuer“ sei. Stadtpräsident Armin Jäger versprach nach dem verbalen Attentat, dass die Kommune unbedingt die Nutzung eines städtischen Grundstückes neben der ge­planten Fläche prüfen solle, um das Bau­ vorhaben zu fördern. Im Ausschuß wird jetzt der Antrag der Friedrichsthaler ge­prüft. „Wir werden ganz gewiss nicht lo­cker lassen“, verspricht Kunack. „Bis die Ver­­ sprechen eingelöst sind.“

Gewinnspiel

Reaktion

Kreativ für eine hauspost-Tasse

Rasende Skater, genervte Anwohner

Wer hätte das gedacht - eine kleine gelbe Kaffeetasse weckte in so manchem Schwe­ riner Phantasie und Kreativität. In unserem Ge­winnspiel in der Maiausgabe hatten wir drei hauspost-Tassen ver­lost. Schon drei Ta­ge nach unserem Er­schei­nen flat­ter­ten die ersten bunten Postkarten in der Redaktion ein. Ob mit Stickern, selbst­be­malt oder witzigen Sprüchen. Besonders kre­ativ war un­ser Leser Christian Lübeck aus der Sa­ cha­ rowstraße 40. Er bastelte eine Collage mit seinem Passfoto und der hauspost-Tasse. Wir finden das Klasse und belohnen es mit einer Extra-Tasse außerhalb der Verlosung.

Zahlreiche Leser mußten ihrem Ärger nach unserer Mai-Ausgabe Luft machen. Schwerin im Rollenrausch, da waren nicht alle Skater begeistert. Da fehle der Hin­ weis auf die „schlimmen“ Zustände der Ska­ terbahn in Lankow, von der Ver­ letzungsgefahr ausgehe, so die Jüngeren. Die Älteren kritisierten die enormen Geräuschpegel in der Nähe von Skater­ bahnen im Wohngebiet, so auch auf dem Dreesch. Abgesehen von der Toleranz, die gegenseitig wachsen muß, werden wir uns natürlich weiter um diese Probleme kümmern und recherchieren.

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hauspost Mai: Schwerin im Rollenfieber

hauspost Juni 2000

Lokales

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Im Juni unterwegs

Tipp

Familienfeste sollen viele in die Altstadt locken

Kunst offen Im Rahmen der Landesweiten Aktion „Kunst offen“ vom 9. bis 12. Juni öffnen auch Schweriner Künstler ihre Ateliers:

Sommerzeit - Festzeit. NatŸrlich auch in Schwerin. Gleich im Juni geht es los mit einem großen Pfingstmarkt in der Altstadt. Gerieten Lübecker, Hamburger oder Kieler im vergangenen Jahr noch in den PfingstKaufrausch in der Landeshauptstadt, wird es dieses Jahr vom 10. bis 12. Juni sehr viel ruhiger zugehen auf den Straßen Schwerins. Nach der neuen Bäderregelung bleiben die Geschäfte auch an Festtagen vorerst geschlossen. Aber keine Angst: die Bürgersteige werden trotzdem nicht hoch-, sondern ausgeklappt. Und zwar für einen Pfingstmarkt der überschaubaren Art. Auf dem Marktplatz, in der Mecklenburgstraße und am Südufer des Pfaffenteiches herrscht drei Tage lang buntes Händler- und Schaustellertreiben. Jeweils von 11 bis zirka 20 Uhr bieten knapp 40 Markt­ beschicker allerlei zu kaufen, schauen, essen und trinken an. Veran­ stalter sind die Stadtmarketing GmbH und der Veranstaltungs­ service Jo­h­ann­sen. Weder die Werbe­ge­meinschaft Altstadt noch die Center wollten diesmal dabei sein. „Wenn die Ge­schäfte an den Markttagen nicht öffnen können, ist das für die Schweriner Einzel­händler wohl auch wenig attraktiv“, sagt Gabriele Eingrieber, die für die Stadt­marketing die Pfingst-Fäden zieht. Birgit Seybold von der Händler­ gemein­ schaft fehlt nach eigenem Bekunden aber vor allen Dingen der City-Manager. „Die Werbege­meinschaft steckt derzeit mitten in der Umstrukturierung“, sagt sie. Für solch eine aufwendige Veranstaltung fehle jetzt einfach der bekannte Ansprech­partner. Gabriele Eingrieber verspricht trotzdem einen gemütlichen Markt. An den Ständen wird es unter anderem Holzspielzeug,

10. Juni, 10 bis 20 Uhr: Günter Luckhaus, Industriedesigner, Anne-Fr.-Straße 48

Pfingstfestlaune `99: So schön soll es dieses Jahr wieder werden Pflanzen, Natursteine, Mineralien, Kera­ mik, afrikanische und asiatische Kunst, Glas, Trachtenpuppen und handgefertigten Schmuck zu kaufen geben. Entenangeln, eine Losbude, Dartspiel und ein Karussell sorgen für genügend Kinderspaß. Süßwarenstand, Bäckereien, Räucherfisch­ verkäufer halten kleine Köstlichkeiten vor gegen Magenknurren. Auch der Crepes-

Bäcker versucht sich erneut in Schwerin. Obwohl die Landeshauptstädter in seiner persönlichen Verzehr-Statistik ziemlich weit unten rangieren... Auf dem Markt erwartet die Besucher eine Showbühne mit leichter Unterhaltung. Country, Schlager, Gängiges sind geplant. „Musik, die man eben gut einen ganzen Tag lang aushalten kann“, lächelt Gabriele Eingrieber. Sie hält den Pfingstmarkt in dieser Größe für völlig ausreichend. „Wir wollen schließlich nicht die ganze Stadt zustellen, sondern einen angenehmen Spaziermarkt anbieten, für

Foto: Archiv

Touristen und Schweriner gleichermaßen attraktiv.“ Ein Anziehungspunkt vor allem für Familien mit Kindern soll das zweite Schweriner Altstadtkinderfest werden, das am darauffolgenden Wochenende steigt. Gleich­ zeitig mit dem Drachenbootrennen auf dem Faulen See. „Wir fürchten diese Konkurrenz nicht“, sagt Ivonne Vonsien, Vorsitzende des Vereins zur Förderung zeitgemäßer Ju­ gend- und Sozialarbeit. Ge­mein­sam mit der professionellen Veran­stal­ tungs­agentur So­fa (für: Sozial­orientierte Frei­zeitan­ gebo­te) ist sie verantwortlich für das Fest, das die gleichen Straßen besetzen will wie vorher der Pfingst­ markt. Und wieder wird eine Büh­ne auf dem Marktplatz errich­ tet. Auf den Straßen dominieren Spiel, Spaß und Aktionen. Drei Karussells, eine Hüpfburg, das Spielmobil, ein Clown, der durch die Straßen zieht, und natürlich jede Menge Kinderspiele, u.a. mit der Unicef, werden angeboten. Eine Tombola ist in Vorbereitung. Viele Altstadthändler haben bereits Preise gestiftet. Samstag ist Kinderfest von 11 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17.30 Uhr. Maren Ramünke-Höfer

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10. und 11. Juni, 14 bis 20 Uhr: Caroline v. Bodecker, Keramikerin, Schweriner Straße 20 10. bis 12. Juni, 10 bis 18 Uhr: Planungswerkstatt Freiraum und Landschaft & Druckgraphisches Atelier Manfred Samira Klement, Wallstraße 26 bis 28 12. Juni, 11 bis 19 Uhr: Annegret Goebeler, Malerin und Grafikerin, Schelfmarkt 9 Paulskirche, Samstag, 17. Juni, 19.30 Uhr Premiere: „Noahs Flut“ von Benjamin Britten, etwa 200 Sänger sind an dem Gemein­schaftswerk vom Mecklenburgischen Staatstheater, dem Konservatorium, der Paulskirche, dem Goethe­gym­nasium, Polizeichor und Chor der Volkshochschule beteiligt. Weitere Aufführungen am 18., 24., 25. Juni Schelfkirche Donnerstag, 29. Juni, 20 Uhr, Gospelkonzert Freilichtkino im Speicherinnenhof Donnerstag, 22. Juni, 21 Uhr „Blues Brothers“ (USA 1979) Donnerstag, 29. Juni, 21 Uhr „Shakespeare in Love“ (GB/USA 1998)

Wohnen in Schwerin

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Baugebiet Wickendorf

Erstes Richtfest am Schweriner See

Kontakte Wohnungsvermittlung

SilviaWiegratz&Heidi Weist Geschwister-SchollStraße 3-5 19053 Schwerin 0385 - 7426-132 0385 - 7426-133 E-Mail: wohn­[email protected] wgs-schwerin.de Mieter­center Großer Dreesch/ Krebs­­för­den

Teamleiterin Petra Radscheidt Am Grünen Tal 50 19063Schwerin0385 - 39571-12 E-Mail: dreesch.­ [email protected] de Mietercenter Neu Zippendorf/ Mueßer Holz

Teamleiterin Martina Hartnuß HamburgerAllee140c 19063 Schwerin 0385 - 2084-212 E-Mail: [email protected] wgs-schwerin.de Mietercenter Altstadt/ Weststadt

Teamleiter Peter Majewsky Brecht-Straße 17/19 19059 Schwerin 0385 - 76053-12 E-Mail: [email protected] wgs-schwerin.de

Großer Bahnhof um ein norwegisches Holz­haus: Zum ersten Richtfest im Bau­ ge­ biet Wicken­ dorf kamen zahlreiche GÄs­te, darunter Bau­dezer­nent Axel Hähn und der StaatssekretÄr im Minis­te­ ri­ um fŸr Arbeit und Bau Dr. Joa­ chim We­grad. Am Ufer des Schwe­ri­ner Sees sollen insgesamt 150 HÄuser entstehen. Ein Ort zum Wohlfühlen - das 23 Hektar große Baugebiet in landschaftlich reizvoller Lage, nur 11 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Im Ersten der zwei Bauabschnitte wurde am 27. April das erste Richtfest ge­feiert. Das in Norwegen vorgefertigte Nie­­­ dri­g­­­energiehaus wur­de in nur drei Tagen fast vollständig montiert. Skandinavisches Flair am Schweriner See - Bau­dezernent Höhn und Staatssekretär Dr. We­­grad nahmen das Holzhaus in Augen­schein und über­­­­­­zeugten sich auch vom Stand der Er­ schlie­ ßungsarbeiten im gesamten Bau­ ge­ biet. Anfang Juni soll der erste Abschnitt voll­­­­­­ ständig mit Strom, Wasser und Bau­straßen zur Hochbaureife übergeben werden. Im Juli soll dann die Erschließung des zweiten Ab­ schnittes beginnen - die ersten Grund­ steine können dort Anfang 2001 gelegt werden. Bauherren können in Wickendorf zwischen Grund­­ stücken von 500 bis 1.400 Quadratmetern wählen. „Für Ein­ familien­ häuser, Doppel - oder auch Reihenhäuser. Wir können für fast jedes Vorhaben das pas­sen­de Grundstück anbieten“, sagt Torsten Haverland von der WGS-LGE-Auf­bau­ge­sell­­ schaft. Besonderer Vorteil im Baugebiet Wickendorf: „Hier können die Bauherren ihre persönlichen Wünsche vom Traumhaus ver­wirklichen, ob in Massiv- oder Holz­bau­ weise, aus dem Katalog oder individueller Ent­wurf - der Bau­träger kann frei gewählt wer­den“, so Haverland. Für rund die Hälfte der Grundstücke im zweiten Bauabschnitt liegen bereits Reser­vie­ rungen vor. Der Verkauf beginnt im Juli. Im ersten Bauabschnitt stehen noch zehn Grund­ stücke für Einfamilienhäuser zur Aus­ ­ wahl. Weitere Informationen gibt Torsten Haverland im WGS-Immobiliencenter oder telefonisch unter 0385/7426-314. td

Mietercenter Lankow

Teamleiterin Jutta Heine Kieler Straße 31a 19057 Schwerin 0385 - 47 73 5-21 E-Mail:[email protected]

Richtfest in Wickendorf: Das erste Haus im Baugebiet am Ufer des Schweriner Sees ist ein norwegisches Holzhaus.  Foto: td

hauspost Juni 2000

Mietercenter Altstadt/Weststadt

Ab Juni in Brecht-Straße re neu­en Räume auch gut für Das neunkäpfige Team vom Roll­stuhlfahrer erreichbar.“ Mietercenter Altstadt/­West­ Im Herbst soll dann auch die stadt zieht Anfang Juni von Kom­plex­sanierung am Hoch­ der Johannes-R.-Becher Stra­ haus Brechtstraße abgeschlosße in das Hochhaus Bertolt sen sein. Im Zuge dessen entBrecht-Straße 17/19. FŸr den stehen hier neben den Außen­ Stand der Sanierungen kann anlagen zusätzliche Park­plätze Teamleiter Peter Majewsky und eine Terrasse für den ansässieine positive Bilanz ziehen. Teamleiter Peter Majewsky gen Bäckerladen. „Dann können Anwohner aber auch Besucher Noch während die Modernisie­ run­­­­gen im Hochaus Brechtstraße 17/19 hier draußen sitzen und gemütlich Kaffee laufen, bezieht das Mietercenter Alt­stadt/­ trinken und Kuchen essen“, so Majewsky. Das mit dem Bauherrenpreis 2000 ausWeststadt seine neuen Räume im Erdge­ schoss. Ab Anfang Juni ist dieser Ort gezeichnete Hochhaus in der Lessing­stra­ Anlauf­punkt für alle Fragen und Probleme ße 24 erhielt Mitte Mai für seine Ehrung rund ums Wohnen. Peter Majewsky und eine massive Gedenktafel. Im Sommer sollen in der Lortzingstraße seine Mitarbeiter stehen den Mietern zu den ge­wohn­ten Sprechzeiten mit Rat und 10-20 Sanierungsmaßnahmen starten. Tat zur Seite. Geändert hat sich allerdings Hierfür fanden bereits zwei Einwohnerver­ die Telefonnummer. Sie lautet ab Anfang samm­lungen statt, in denen Mieter und Vermieter gemeinsam über Grundrisse Juni: 0385/76 053-0 „Mit dem Umzug sind wir im Herzen und Baumaß­nahmen beraten haben. „Als unse­res Verantwortungs­bereiches plaziert. Bonbon entstehen in den Dreigeschossern Immerhin sind von den 2610 Woh­nun­ Maisonettenwohnungen, die über zwei gen, die wir als Mieter­center verwalten, Eta­­­gen gehen“, so Majewsky. Mit­tler­­wei­ 50 Prozent in der Weststadt“, erklärt le sind im Bereich Altstadt/ West­­stadt 72 Pe­ter Majews­­ky. „Und durch eine neue Prozent der Wohnungen teil- beziehungsstef Ram­pe und ein Behinderten-WC sind unse- weise komplexsaniert. 

Die Zeile 1 mit dem alten Tor soll bis Mitte Juli fertiggestellt sein.

Foto:max

Bauarbeiten im Gebiet in den letzten Zügen

Ziegelhof fast komplett Die Bauarbeiten im Wohngebiet Zie­ gel­hof liegen in den letzten ZŸgen. Bis Ende Juli soll die Reihenhaus-Zeile 1 und damit der letzte Bauabschnitt fertiggestellt sein. Bis zur Übergabe der acht Reihenhäuser und neun Ein- bis Dreiraumwohnungen im Juli haben die Bauarbeiter noch einiges zu tun. Ein Großteil der übrigen Arbeiten fällt im Innenbereich an: Installation von Heizung, Sanitär und Elektro, Malerar­bei­ ten und vieles mehr. Auch die Grünanlagen werden bis Mitte Sommer fertiggestellt. Im Anschluss an die Übergabe der Häuser entstehen noch weitere 32 Parkplätze. Mit der Zeile 1 kommen zu den bereits bestehenden 58 Wohnungen weitere 17 hinzu. Mit Beendigung der Bauarbeiten ist das Projekt Ziegelhof in seiner Gesamtheit

abgeschlossen. Gernot Böttcher, Abtei­ lungs­­leiter Technik der Woh­nungs­gesell­ schaft Schwerin mbH kann eine positive Bilanz ziehen: „Wir haben 75 neue Wohn­ ungen geschaffen. Die Grund­ risse sind optimal, die Preise attraktiv - kein Wunder, dass dieses neue Wohn­gebiet sehr stark gefragt ist.“ Zudem zeichne sich der Ziegelhof durch seinen relativ hohen Anteil von Grünflächen und Spielmög­ lichkeiten für Kinder aus. Das alte Tor, das in der Bauphase in den 30er Jahren errichtet wurde, bleibt in der Zeile 1 als Element integriert. Mit seinem historischen Torbogen soll es auch in Zu­kunft als Eingangstor dienen. Allerdings nur noch für Radfahrer und Fußgänger. PKW können die Zufahrt der neugeschaffenen Anliegerstraße am südlichen Rand des Wohngebietes nutzen.  stef

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www.wohnen-in-schwerin.de

Hilfe aus der Region

Haus der Wohnungswirtschaft in der Scholl-Straße

„Frauen im Zentrum“ der Landeshauptstadt

Umzug ins Stadtzentrum

Frauen im Zentrum (FiZ) heißt ein neues Projekt der Gleich­ stel­­l ungsbe­a uftrag­ ten Petra Willert (Foto) in Schwerin. Damit Frauen im Zentrum der Stadt ei­nen Anlauf­punkt für Beratung und andere Infor­matio­nen bekommen, hat WGS-Geschäftsführer Günter Lemke bereits vor eineinhalb Jahren seine Hilfe zugesagt. Am 17. Mai konnte das Haus in der Arsenal­straße 15 an elf Frauen übergeben werden, die künftig hier arbeiten. Das erste kommunale Haus, das nach dem Umzug der Verwaltung in das Stadthaus am Packhof freigezogen wurde, kann nach umfangreicher Sanierung für soziale Zwecke genutzt werden. Vor allem durch die Unterstützung der am Bau beteiligten Firmen ist das Ziel erreicht worden. „Nur durch viel Enga­ gement bei der Sanierung war die Einhal­tung des Kostenlimits für das ehemalige Verwaltungsgebäude möglich,“ sagt Günter Lemke. „Die Gleichstellungs­ beauf­ tragte, mit der wir bereits seit einigen Jahren gut zusammenarbeiten, ist sehr froh, dass dieses Projekt doch noch realisiert werden konnte. Jetzt dient dieses Haus einem wichtigen Anliegen in unserer Stadt: Frauen in Not zu helfen.” Im Erdgeschoß finden Frauen einen modernen Empfangs­ bereich vor, den bereits erfolgreichen FrauenInfoladen und einen offenen Küchen­bereich. In den oberen Etagen sind Bera­tungsräume und Büros untergebracht. Ein kleiner Garten im Hofbereich lädt künftig zu Veranstaltungen und anderen Aktio­ nen ein. Unterdrückte Frauen finden in der Arse­nal­straße 15 wichtige Ansprechpartner zu Problemen im Beruf oder in der Familie. „Wir wollen Frauen helfen, wieder Fuß zu fassen, wenn sie mit ihrem Leben oder bestimmten Situa­tionen nicht mehr klar kommen”, sagt Petra Willert. „Das kommt in Schwerin leider noch zu oft vor.”  hh

Das denkmalgeschŸtze Backsteinge­ bÄude in der Geschwister-Scholl-Straße 3-5 wird durch die Verlegung des Firmensitzes der WGS zu einem Haus der Wohnungswirtschaft werden. Nach Eröffnung der WGS-Mietercenter in den Schweriner Stadtteilen in den vergangenen zwei Jahren, verlegt die WGS ihren kleiner gewordenen Firmensitz in die Innenstadt. In der Geschwister-Scholl-Straße 3-5 werden der Verband Nord­ deutscher Woh­nungs­unter­nehmen e.V. (VNW), die Arbeitsgemeinschaft mecklenburg-vorpommerscher Wohnungs­u nterneh­m en e..V.(AMVW), die Nordrevision - Nord­ deutsche Wirt­schafts­prüfungsgesellschaft für Wohnungs- und Bauwesen GmbH und der F&S Sicherheitsservice einziehen. Damit entsteht ein Haus für wohnungswirtschaftliche Dienstleistungen. Das ehemalige WGSHaus in der Johannes-R.-Becher-Straße 16 wird für betreute Wohn­formen an die Volks­ solidarität vermietet (hauspost berichtete).

„Mit der Renovierung des Backsteingebäudes in der Geschwister-Scholl-Straße leisten wir sicherlich einen Beitrag zur Stadtentwicklung und natürlich auch zur Belebung der Innenstadt“, sagt WGS-Geschäftsführer Günter Lemke. „Da­mit wird ein seit einiger Zeit leerstehendes und schon an manchen Stellen sichtbar dem Verfall preisgegebenes Ge­bäu­de wieder einer vernünftigen Nutzung zugeführt.“ Die Eröffnung des Hauses fällt mit dem 100jährigen Bestehen des VNW und dem zehnjährigen Bestehen der AMVW zusammen. So wird diesen Jubiläen auch mit den neuen Arbeitsmöglichkeiten ein würdiger Rahmen bereitet. „In den vergangenen zehn Jahren hat sich in MecklenburgVorpommern in der Wohnungswirtschaft eine enorme Entwicklung vollzogen“, sagt Horst Hildebrand, VNV-Geschäftsführer in Meck­len­burg-Vorpom­mern. „Wir können auf eine intensive und erfolgreiche Arbeit der Unternehmen zurückblicken.“

Seite 7 Bautelegramm Stand: 31.05.2000 • Im künftigen Wohn­gebiet Wi­ckendorf sind mit der Erschließung des 1. Bauab­schnittes die Vor­aus­setzungen für den Bau von Ein­ familien-, Doppelund Reihenhäusern geschaffen. • Am Wohnblock Ratzeburger Straße 35-37, in dem bisher nur jede zweite Wohnung über einen Balkon verfügt, werden 15 Balkone nachgerüstet. • In der von-derSchulenburg-Straße 1-4 ist die Kom­plex­ sanierung abgeschlossen. • In der Vidiner Straße 6-12 wurden 28 zusätzliche Stellplätze errichtet. • 20 Stellplätze wurden in der KantStraße 34 übergeben.

Belebung der Innenstadt: Haus der Wohnungswirtschaft in der Geschwister-Scholl-Straße künftig Firmensitz der WGS Foto: maxpress/Homp

Aktuelles aus der Wohnungsvermittlung: 0385-7426-133/-132

• Das Hochhaus in der Bertolt-BrechtStraße 19 wird analog der BrechtStraße 17 modernisiert. Für Beton­sa­nie­ rung und Erneu­e­ rung der Gelän­der­­ konstruktio­­nen an Lauben­gän­gen und Loggien ist die Fassade derzeit eingerüstet. Es erfolgt zudem eine komplette Neuinstal­la­tion der Ver- und Entsor­ gungs­leitungen.

Wundervolle Aussicht auf zwei Etagen Wohnen Ÿber den DÄchern von Schwe­rin. Und das auf gleich zwei Eta­ gen. Im Hochhaus der Bertolt-BrechtStraße 17/19 wird solch ein Vorhaben ab September dieses Jahres mäglich. Heidi Weist (Foto) von der Wohnungsver­mitt­lung verrÄt wie. Zum ersten Mal verändert die Wohn­ ungsgesellschaft Schwerin mbH in einem Hochhaus die Grundrisse so, dass Woh­ nungen mit zwei Etagen entstehen. In der Bertolt-Brecht-Straße 17/19 werden im Zuge der 2. Sanierungsphase des gesam-

ten Hochhauses zwei Wohnungen umgestaltet. Sie verlaufen jeweils über den 10. und 11. Stock. Auf etwa 100 Qua­drat­me­ tern kann sich hier eine ganze Familie wohlfühlen. Die untere Etage ist in Wohnzimmer, Küche, Kinderzimmer und Gäste-WC eingeteilt. Eine Spindeltreppe führt die künftigen Mieter in die obere Etage. Hier befinden sich Schlafzimmer und ein großzügig ge­schnittenes Bad. Der Clou: auf jeder Etage gibt es einen Balkon - jeweils mit verschiedenen Blickrichtungen. Vom oberen Teil der Wohnung können die Mieter den wundervollen Blick über den

Lankower See ge­nießen. Der Balkon im unteren Teil dagegen ermöglicht eine Aussicht über das Pa­norama der Innenstadt bis hin zum Schwe­ riner Schloß. „Die Balkone sind au­ßerdem recht groß. Man könnte hier zum Beispiel wunderbar sein Frühstück ge­nie­ßen“, erklärt Heidi Weist. Schon mit Ende der Komplettsanierung des Hochhauses können die zwei Maiso­ nettenwohnungen im September bezogen werden. Wer Interesse hat, kann sich bei der Wohnungs­vermitt­lung unter 0385/74 26-133 melden oder vor Ort in der Geschwister-Scholl-Straße 3-5.  stef

Notruf Tel. 73 42 74 Tel. 74 26-400 Für Havarie- und Notfälle der WGS-Mieter

Service-Ruf Telefon 30 34 0 Für ServiceDienstleistungen

Stadtwerke

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Sauberer Energieträger Erdgas / Leitungsnetz wird jährlich geprüft

Service Ansprechpartner Eckdrift 43-45 19061 Schwerin Zentrale Telefon: 633-0 Fax: 633-1111 Störungsannahme Telefon: 633-4222 Fax: 633-1736 Kundensekretariat Telefon: 633-1188 Fax: 633-1177 E-Mail: [email protected] Kundenberatung Wismarsche Str. 194 19053 Schwerin Telefon: 633-4141 Fax: 633-4145 Leitungsauskunft Telefon: 633-1732 Fax: 633-1712 Verbrauchs­ abrechnung Telefon: 633-1427 Fax: 633-1402 Vertrieb-Kunden­ betreuung Telefon: 633-1281 Fax: 633-1282 E-Mail: [email protected] swsn.de Anschlussbe­­ar­b­ei­tung Telefon: 633-1284 Fax: 633-1282 Öffentlichkeitsarbeit Telefon: 633-1292 Fax: 633-1195

Naturprodukt auf dem Vormarsch Sau­ber und sicher: Rund 25.000 Kun­ den der Stadtwerke setzen auf den Ener­­­­­­­gie­­­­­­­­­­­trÄger Erdgas. Das Natur­pro­­dukt aus den Tiefen der Nordsee und den Wei­­­­­­­­­­ten Rußlands gelangt Ÿber Pipelines nach Schwerin. Innerhalb der Stadt wird es Ÿber 300 Kilometer Rohre verteilt. Die un­ ter­ irdischen Gasadern werden jÄhr­­­lich ge­prŸft und stÄndig erweitert. JŸngs­tes Beispiel - die Friedrichstraße. Noch vor zehn Jahren gehörten sie zum Übel über der Altstadt: die Rußschwaden aus den Schloten der Ofenheizungen. Bei un­ günstigen Wetterbedingungen senkten sich die schwarzen „Wolken“ in die Straßen. Mit dem frischen Wind der politischen Wende verzogen sich auch die dunk­ len Rußschwaden. „Die komfortablen Gas­ heizungen erlebten in dieser Zeit einen echten Boom und lösten viele der alten Kohle­ heizungen ab“, berichtet Jörg Tiede­mann, verantwortlich für den Betrieb der Gas- und Wassernetze der Stadtwerke. Schweriner und Besucher können seit dem auch im Win­ ­ter beste Mecklen­burger „Land­luft“ at­men. Und das entgegen aller Vor­ urteile vom gefährlichen, weil explosiven Energieträger Gas. Denn für die Lan­ des­ hauptstadt gilt: „kein Gasunfall seit 30 Jahren.“ Um die sichere Nut­zung des sauberen Natur­­pro­duk­ts ständig zu garantieren, haben die Stadt­­­­­­wer­ ke einen ganze Rei­­­he von Vor­­keh­r­un­gen getroffen. „Wich­tig­s­ter Punkt sind die regel­ mäßigen Kon­ trollen der Leitungen auf Un­dichtig­kei­ten“, erklärt Jörg Tiedemann. Jedes Jahr von An­fang Mai bis Ende Juli wer­­den die Gas­adern in Schwerin auf Herz und Nieren über­­­­­prüft. Mit hoch­empfin­d­­­lichen Meß­­gerä­ten lassen sich auch kleins­te Lecks feststellen. Weite­rer Sicher­­heitsfaktor ist das Neu­­ bau- und Sanierungsprogramm. „Ver­ gleich­­bar mit einem Zehn-Jahres-Plan, wird der Zu­stand der Versorgungsleitungen ständig beobachtet und der Neubau oder die Sanie­rung schon auf lange Sicht ge­plant - bis zu 10 Jah­ren im Voraus.“ Noch in diesem Jahr werden die Gas­lei­tun­­­­gen am Platz der Ju­gend, am Grunt­hal­platz, in der Nachtigal­ len­­straße, Joseph-Hay­dn-Stra­ße und der Tann­­­höfer Allee erneuert. Be­reits ab­ge­­­­schlos­ ­­sen sind die Gas-Ar­bei­ten in der Frie­d­rich­­

Gasarbeiten Friedrichstraße im April: Jörg Tiedemann (2.v.l.) im Baugespräch  Foto: td straße. „Im Rahmen des umfangreichen Bauprogramms wur­­­ den zuerst die ErdgasHaus­­an­schlüs­se er­neu­­ert und die Ver­sor­gung von Niederdruck auf Mit­­tel­­druck um­gestellt“, erklärt Tiede­ mann. Eine Auf­ gabe, die mit Hoch­druck be­wäl­tigt wur­de, denn eine Ver­ zö­ge­rung hät­te sich hier un­­­mittelbar auf die nach­fol­gen­den Bau­maß­­­nah­­­­men aus­ge­­wirkt. „Der Terminplan duldet keinen Aufschub, wenn wie in diesem Fall Gas, Strom, Trinkund Abwasser­lei­tungen ‘in einem Abwasch’ saniert werden.“ Der Zeitdruck dieser Ver­fah­ rensweise wird aber mit handfesten Vorteilen auf­ge­wo­­gen. Statt mehrmaligem Auf­reißen der Stra­ße für die verschiedensten Bau­maß­­ nah­­men, wird das Pflaster nur einmal auf­ge­ nommen und bleibt danach für Jahre un­an­ getastet. Nicht nur die Schweriner Ver­sor­ gungs­­ unternehmen stimmen sich deshalb untereinander ab. In der Arbeits­ge­mein­schaft Citybau sitzen alle „Bauherren“ Schwerins an einem Tisch, vom Stadt­­­ - bis zum Stromplaner. Auch wenn es sich nicht um Großprojekte wie die Friedrichstraße handelt: „Jeder der im Boden der Landeshauptstadt buddelt, sollte sich vorher informieren“, rät Jörg Tiede­mann. Denn der größte Teil der Schä­ den an Ver­­sor­gungs­leitungen wird durch

Bau­arbei­ten verursacht. Die Stadt­werke bieten deshalb die Leitungsauskunft an, das Motto: „Erst fragen - dann graben“. Und wer nicht fragen will, muss riechen. Ein pene­tran­ ter Gasgeruch weißt auf Lecks hin. „Das ­­­ Erd­ gas selbst ist geruchslos“, klärt Tiede­ mann auf. Der Zusatzstoff THT sorgt dafür, dass Lecks schnell be­merkt werden. „Trotz des stech­en­­­­den Geruchs - das THT-Odorier­ mittel und auch das Erdgas sind ungiftig“, sagt Tiede­ mann. Das giftige, kohlen­ mon­ oxidhaltige Stadtgas aus den Ko­ke­rei­en der „Schwar­zen Pumpe“ wurde in Schwe­­rin von 1992 bis Ende 1993 vom sauberen Erd­gas ab­gelöst. Dennoch gilt: Bei Gas­ geruch sofort die Stö­rungs­­­stelle der Stadtwerke anrufen. Die Leitstelle ist rund um die Uhr unter 0385/633-4222 erreichbar. Auch Mon­ teure und das Ein­satz­fahrzeug Gas sind für Havariefälle ständig in Bereitschaft. „Selbst wenn die Anrufer nicht sicher sind, ob es tatsächlich Gas­ist - lieber fahrer wir raus und prüfen, statt etwas zu riskieren“, be­ tont Tiedemann. Denn schließ­lich soll das sau­ bere Natur­­produkt auch in Zukunft einer der sichersten Ener­gie­­­träger bleiben. td

+ Bautelegramm +++ Bautelegramm +++ Bautelegramm +++ Bautelegramm +++Bautelegramm +++ Bautelegramm Mühlenstraße

Friedrichstraße

Burgstraße

Bis 16. Juni sollen die Hausanschlüsse für Ab­was­­ser und der Mischwasserkanal fertig sein. Dann beginnen Gas- und Trinkwasserarbeiten.

Die Arbeiten an Gas-, Trinkwasser- und Strom­ ver­­­ sorgung sind bereits abgeschlossen. Zur Zeit ent­­­steht der neue Mischwasserkanal.

Bis 10. Juli sollen die Erneuerung der Trinkund Abwasserversorgung beendet sein. Im An­schluss beginnt der Neubau der Straße.

Schulinformationen/ Besichtigung von An­la­gen Telefon: 633-4122 Fax: 633-4145 StadtwerkeSchwerin im Internet: www.stadtwerkeschwe­rin.de

hauspost Juni 2000

www. stadtwerke-schwerin.de

Tipps

Baustelle am Burgsee

Wasserspeicher versinkt im Boden Ungewöhnliche Umstände erfordern un­­gewöhnliche Maßnahmen. Gleiches gilt für ungewöhnliche Untergründe: Im morastigen Boden am Burgsee versinkt der noch im Bau befindliche Was­ser­­ speicher (Foto). Für die verant­ wort­­­ liche Pro­­­jekt­lei­terin bei der Schwe­ri­ner Ab­was­ser­ent­sor­gung (SAE)  ist das kein Grund zur Sorge. „Genau so wie ge­plant“, er­klärt Christina Rutkowski. „Das Speicher­bauwerk wird nach dem Senk­kas­ten-Prinzip errichtet. Wäh­rend oben aufgestockt wird, sinkt der Bau durch sein Eigengewicht in den Boden - bis zu einer Tiefe von 16 Metern.“ Vor­teil dieser Methode:  Aus­­wir­kungen auf den Bau­­ grund der historischen Gebäude im Umkreis können vermieden werden, weil eine Grund­was­­ser­ab­ sen­kung nicht ­erforderlich ist. td

Historischer Wasserturm in Neumühle

Modernes Wasserwerk Mühlenscharrn

Gemeinschaftsprojekt Trinkwasserlehrpfad

Auf den Spuren des Wassers Zum internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni gibt es im Wasserwerk MŸh­ len­­­ scharrn Neues zu entdecken. Ein Trink­­­­­wasserlehrpfad fŸhrt dann auf die Spuren des wichtigsten Le­bens­­mittels. Viele Köche verderben den Brei - ein Sprichwort, dass für das Projekt Lehrpfad nicht gilt. Der Verein der Freunde und För­ de­rer des Wasserturms Neumühle errichtet die Anlage mit tatkräftiger Unterstützung der Stadt­ werke Schwerin. Das Umwelt­ minis­terium des Landes fördert das Projekt mit 75.000 Mark. „Mit diesem Lehrpfad wollen wir den Umweltgedanken erlebbar machen“, sagt Jürgen Deter, Ab­teilungs­lei­ ter Wasser­gewinnung bei den Stadt­wer­ken und gleichzeitig Vor­sitzender des Neu­müh­ ler Vereins. „An acht Stationen auf einem 80-Meter-Rundkurs wird der Kreis­lauf des

Was­sers dargestellt“, erklärt Jürgen Deter. Neben der Theorie auf Schau­tafeln, können Besucher auch die verborgenen Sei­ten der Praxis erforschen. So ist das Modell einer unterirdischen Förderanlage zu se­hen. Ein weiteres Modell veranschaulicht den Rei­ ni­ gungs­ prozeß im Innern eines Schnell­­fil­ters. „Wie gut das Lebensmittel Num­mer Eins in Schwerin schmeckt, kann natürlich auch direkt am Was­­ser­­hahn des Lehr­pfades probiert werden“, so Deter. Zum Tag der Umwelt am 5. Juni können Interessierte erstmals auf dem Lehrpfad die Welt des Wassers erkunden. Auch die mo­der­nen Anlagen im Wasserwerk Mühlen­ scharrn können ab 10 Uhr besichtigt werden. Für Fach­füh­rungen zu anderen Zeiten bieten die Stadt­werke den Schul­informa­ti­ ons­­­service. Ter­mine können unter Telefon 0385 / 633-4122 vereinbart werden. td

Stadtwerkerporträt

Mikrobiologe: Fahnder im Reich der Bakterien UnzÄhlige ReagenzglÄser mit magisch schim­­mernden Sub­stanzen, Mikroskope und flackernde Bun­sen­­­brenner:  Mit diesen Werk­­­ zeugen geht Bernd Jagnow dem Schwe­riner Wasser auf den Grund. Im Labor der Stadtwerke fahndet der Diplom-Biologe nach Mikro­organismen. Strenge Vorschriften für ein Lebensmittel: Gemäß Trinkwasserverordnung (TWVO) wird das kühle Naß auf 24 Parameter ge­prüft. PH-Wert, Eisen- und Mangan-Be­ stand­ teile sind die Standardwerte. Doch Bert Jagnow´s besonderes Interesse gilt an­­deren Wertenden mikrobiologischen Pa­ra­­me­tern. „Ich untersuche die Proben auf cohli­­forme Bak­ terien, die auch in kleinsten Men­ gen als Krankheitserreger be­ trach­ tet werden müssen“, erklärt der 40-Jährige. An über 30 Stellen in und um Schwerin werden regelmäßig Wasserproben entnommen. An Brunnen, in Wasser­ werken, aus Leitungen und auch an Wasserhähnen der Haushalten füllen die Stadtwerker die

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Im Labor der Stadtwerke: Diplom-Biologe Bert Jagnow prüft eine Testsubstanz  Foto: td Probenflaschen. Um Verunreinigungen zu ver­ meiden, werden diese zusätzlich mit Alufolie versiegelt und erst im Labor wieder geöffnet. Dort startet Biologe Bert Jagnow seine Testreihe. Das Rezept: 100 Milli­liter Was­ ser mit einer Nährlösung aus Milch­ zucker ver­setzen und bei konstant 36 Grad Celsius zwei Tage „ziehen“ lassen. Wird das Ge­misch dann trübe und gelb sind Cohli-Bak­ te­rien vorhanden. „Doch meistens ist alles Paletti - das Trinkwasser in Ordnung“, sagt der Biologe. „Denn das Grundwasser im Meck­len­­bur­ger Raum hat eine ausgezeichnete Güte.“ Die regel­mäßige interne Qualitäts­

prü­ fung ist deshalb eine willkommene Ab­wechslung und Herausforderung für das Laborteam. An fingierten Proben muss auch Bert Jagnow seine Kenntnisse beweisen und „versteckte“ Test-Sub­stan­zen ermitteln. Eine Aufgabe, die den Biologen auch privat reizt. Doch statt Wasserproben, wecken dann seltene Pflanzen und Insekten seinen Forscher­drang. Mit Lupe und Be­stim­mungs­ literatur macht er sich auf die Suche nach Namen und Herkunft. Ausser im eigenen Klein­gar­ten: Dort lockt nicht Un­bekan­ntes, sondern einfach die blühende Natur. td

Tag der Umwelt Am 5. Juni zum internationalen Tag der Umwelt öffnet das Wasserwerk Mühlenscharrn in Neumühle wieder seine Pforten wieder für interessierte Besucher. In der Zeit von 10 bis 12 Uhr starten halb­stünd­lich öffentliche Führungen. Am Nachmittag wird der Trink­wasser­lehrpfad auf dem Gelände des Wer­kes eröffnet. Im Sieben-SeenCenter beginnt am 5. Juni um 9 Uhr eine Umwelt­ ausstellung des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur und der Stadt­ werke Schwerin. Ein Informations­ schwerpunkt wird das Abwasser­ konzept der Stadt für die nächsten 15 Jahre sein. Die Ausstellung kann bis 7. Juni täglich von 9 bis 20 Uhr besucht werden. Gruppenführungen finden am Tag der Umwelt auch auf der modernen Kläranlage und im Heizkraftwerk in Schwerin Süd statt. Umwelttipp Energie- und Wasserverbrauch von Wasch­ma­schine und Ge­schirr­­­­spüler lassen sich mit ein­ fachen Regeln erheblich sen­ken. Die Geräte sollten stets ganz ge­füllt werden, um einen wirtschaft­lichen Betrieb zu sichern. Bei Wasch­­­­­maschinen gilt: Je geringer, die Verschmutzung desto geringer die notwendige Wasch­­­­­­t­ emperatur. Bei der Dosierung des Waschmittels ist der Härtegrad des Wassers zu be­achten. Das Schweriner Trinkwasser liegt im Härte­be­reich 3.

Nahverkehr

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Neuer Fahrplan ab 28. Mai / Fahrgäste bestimmen Änderungen

Notizen Haltestellenumbau Für knapp eine Milli­ onen Mark wird die Halte­stelle Krebs­ förden auf modernen Standard gebracht. Die Bau­­ar­ beiten werden, wie zuvor beim Um­bau der Station Wald­ fried­hof, vom Wirt­ schafts­­­­­mini­sterium M-V mit 75 Prozent gefördert. Schülerticket Für 30 Mark können in den Ferien Schüler, Auszu­bil­ dende und Stu­den­ ten das Angebot des NVS, der Bus­be­ triebe und der DB nutzen. Schwerin-Ticket Seit Jahren bietet „Schwerin Plus“ die­ se Vorteilskarte an. Sie ermöglicht die freie Fahrt mit allen Stra­ßen­bah­nen und Bussen des Nah­ verkehrs. Für Gäste der Stadt interessant: eine kostenlose Stadt­führung um 11 Uhr ab Markt ist inklusive. Die Nutzer er­halten außerdem Er­mä­ßigun­gen der Eintrittspreise beim Besuch von Schlos­s, Mu­seum, Stern­­war­ te, Schleif­mühle, Zoo und dem Stadt­ geschicht­lichen Mu­seum. Das gilt eben­so bei einer Stadt­rund­fahrt mit dem Peter­männ­ chen-Bus oder einer Rundfahrt mit der Weißen Flotte.

Maßanzug für zwölf Monate

BewÄhrtes beibehalten, nätige Ver­Än­ derungen sofort umsetzen, neue Ent­ wick­ lungen erkennen und vorsichtig gegen­­steuern - so in etwa kännte das Kon­­­ zept der Fahrplan-Planer des Nah­ ver­kehrs fŸr ihr neues Werk ausgesehen ha­ben. Das neue Fahrtenheft gilt ab 28. Mai, Mitternacht und ist bereits mit Er­scheinen der hauspost in den Ÿblichen Vorverkaufsstellen fŸr den Unkosten­bei­ trag von drei Mark zu haben.

Auf den Straßenbahnlinien 2 und 1 wird sich wenig ändern. Nur durch die neuen Halte­­ stellen Gartenstadt und Schlossblick wer­den die Umlaufzeiten um eine Minute verändert. Die Taktzeiten von 7,5 Minuten in den Spitzenzeiten haben sich bewährt. Deutlich mehr passiert bei den Linien 3 und 4. Die Verbindung zwischen Platz der Freiheit und Neu Pampow ist nicht zuletzt durch das Schlosspark Center viel attraktiver geworden. Folge: Die Linie 4 wird auf Kos­ten der 3 ausgebaut. Als logische Konse­quenz steigt die Bedeutung der Sta­tion Gartenstadt als

Umsteigepunkt zu den Hauptstraßenbahnlinien 1 und 2. Berechen­ barkeit ist auch beim Busverkehr Trumpf. So wird bei den Linien 10 und 11, den mit Abstand erfolgreichsten des Nah­ ver­ kehrs nichts verändert, gleiches gilt auch für die Linien 8, 9, 12 und 13. Die Busverbindung nach Görries ist im Ge­werbe­gebiet durch die

umfangreichen Bau­ar­beiten gekennzeichnet, hier wird flexibel reagiert. Das gilt auch für die Linie 7, der Ver­­bin­dung von der Stadt nach Krebs­ för­ den. Die Linie wird in der Frühspitze verstärkt, am Wochenende und zu den Laden­schluss­­zeiten optimiert. Etliche

Veränder­ un­ gen gibt es dagegen bei den Verbindungen Dreesch-Krebsförden und Friedrichsthal-Lan­kow. Hier bemüht sich der Nahverkehr, das er­­höh­te Fahrgastauf­ kommen in den Mor­gen­­­stunden zu bewältigen. Für die Linie 16 wird es so von 5.40 Uhr bis 19.40 einen leicht merkbaren und effektiven 20-Minu­ten-Takt geben. In Fried­ richsthal werden zwischen sechs und sieben Uhr z. B. sieben Ab­fahr­ten angeboten. Bei der Bezeichnung einzelner Linien wird es einige Veränderungen geben. Die Mitglied­ schaft in der Verkehrsgemeinschaft West­ mecklen­­ burg zwingt den Nahverkehr zu neu­ en Linien-Nummerierungen. Bei den Straßen­­bahnen sind mit den Nummern L 91 bis L 94 Einsatzwagen gemeint, die ent­we­ der vom Betriebshof Haselholz kommen bzw. dorthin fahren. Genau nachlesen lassen sich die Verän­ derun­ gen im aktuellen Fahrplanheft oder im Internet. Dort sind die einzelnen Tafeln für die Linien sogar bequem herunterladbar. Die neue und ein­ fach zu merkende Web-Adresse: www.nahverkehrschwerin.de  wb

Neue Haltestellen an der Uferpromenade im Süden und Norden

Im Zickzack über den Pfaffenteich Seit Ÿber 120 Jahren kreuzt eine FÄhre den Pfaffenteich im Zentrum Schwerins. Jahrelang nur von Ost nach West und zu­rŸck. Seit 21. April sind zwei weitere AnlegeplÄtze im Norden und SŸden da­zu­­gekommen. Seit Ende April bedient die Fähre jetzt vier Halte­ punkte. Der Anlege­ platz im Süden wurde ge­baut um den Boule­vard über das Wasser besser erreichbar zu machen. Der nächtliche „Ruhe­platz“ des Kreuzers wurde zum nördlichen Zugang. „Es woh­­nen viele ältere Leute rund um den Pfaffenteich, die das Angebot der Überfahrt gern zum

Transport des Einkaufs nutzen“, so Fähr­ mann Klaus­-Dieter Schmidt. Seit 17 Jahren ist er Schiffs­führer auf dem „Peter­männ­ chen“. Aber langweilig ist ihm trotz der be­ grenzten Fahrtroute nicht geworden. „Die Fahrgäste machen die Ü­ ber­ fahrten spannend. Manche kommen schon seit Jahren an Bord, man kennt sich und tauscht Neuig­keiten aus. Für Fotoschnapp­ schüs­ se fahre ich dann schon mal in Ufernähe“. Auch lokale und nationale Prominenz konnte der Fährmann begrüßen. „Sänger Jürgen Drews, Politiker wie Björn Engholm, Ober­bürgermeister Johan­ nes Kwaschik und Bau­dezernent Axel Höhn

Pfaffenteich: Neue Anlegestelle für die Fähre am Südufer

Foto: max

waren schon bei bei mir an Bord“, erinnert sich Schmidt. Am 18. Juli 1879 schaukelte zum ersten Mal eine Fähre von der damaligen Wilhelm­ straße (heute Karl-Marx-Straße) zur Was­ ser­straße (heute Gaußstraße) und zurück. Eine lustige Seefahrt wurde es für den Fährmann nicht, denn der musste sich kräftig in die Ruder legen, um das Fähr­boot vorwärts zu bewegen. Die maximal vier Passa­giere hatten da sicher mehr zu lachen. Für fünf Pfennig über den Pfaffen­teich und da­bei jede Menge Puste gespart. Im September 1927 löste ein tuckern­­des Geräusch das Plätschern der Ruder ab. Der Fort­ schritt kehrte ein und mit ihm ein Schiffs­motor. Von da an war ei­ne Motor­ fähre auf dem Pfaffenteich Stan­dard. 1953 kauften die Verkehrsbetriebe ei­ ne um­gebaute Spree­wald­fähre - das Grund­­ge­ stell­des heutigen „Petermän­nchen“. 1984­kamen Pläne für das Um­­rüs­­ten zur Seil­ fähre auf die Tische der Ver­ ant­ wor­ t­ lichen. Doch die hohen Kos­ten schreckten ab. Unbeirrt durch Pläne und Wende­­wirren schipperte das Minischiff weiter durch die Wogen des Pfaf­fenteichs. 1993 wurde es ge­ne­ra­l­­­überholt - neue, leisere und ­um­welt­freund­­­liche Technik installiert. Ein neu­­er Anstrich, neu­e Fenster und eine neue Be­ stuhlung machten die Sanie­ rung komplett. Mit Schwung konnte es dann wie­der auf sicheren Kurs gehen. Bis heu­te. Fähr­ mann Klaus-Dieter Schmidt steht weiter bei je­ der Fahrt am Ruder und heißt seine Fahr­gäste auf das Herzlichste Willkommen.  md

Politische Hintergründe

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Nominierungen für Dezernentenriege

Am Rande

Kräftemessen der Fraktionen Als hÄtte die Landeshauptstadt derzeit keine anderen Sorgen, streiten sich die Fraktionen Ÿber die neue Stadtspitze -fernab von irgendwelchen Wahlen:  Der suspendierte CDUFinanzdezernent soll gehen, der CDUSchuldezernent Norbert Claußen befärdert werden und die PDS einen Dezernentenposten abbekommen. Das Ende der Debatte ist noch offen. Wenn Wirtschafts- und Finanzdezernent Harald Scheffler (CDU) an einem Mitt­ wochmorgen nicht in seinem Büro in der sechsten Etage des Stadthauses mit potentiellen Investoren Gespräche führt, sondern stattdessen im Garten seines Pinnower Eigenheims den Rasen mäht, dann ist darüber maximal Frau Scheffler erfreut. Denn den seit mittlerweile fast zwei Jahren beurlaubten Dezernenten „nervt“ nach eigenem Bekunden die Situation ebenso wie die gesamte Stadtspitze. Allerdings haben beide Seiten unterschiedliche Ausgangs­lagen: Während Scheffler wieder seiner Arbeit nachgehen möchte - für die er ja auch ohne Gegenleistung nach wie vor volles Gehalt bekommt - wollen ihn seine Gegner, darunter zahlreiche Parteifreunde, gern für immer zum Rasenverantwortlichen in Pinnow stempeln. Und damit das für Scheffler, der wegen des Hallenskandals (hauspost berichtete) suspendiert wurde, nicht so hart wird, bekommt er als offiziell von der Stadtvertretung Abgewählter natürlich auch weiterhin etwa 70 Prozent seines Dezernentengehaltes. So weit die Theorie. Theorie & Praxis In der Praxis sieht es etwas anders aus. So richtig weiß niemand zu sagen, warum denn gerade jetzt, zwei Jahre vor der Neuwahl des Oberbürgermeisters und der Dezernenten, unbedingt Harald Scheffler abgewählt werden soll. Denn sollte er wirklich in Sachen Hallen zum Schaden der Stadt agiert haben, dann müssen das die Staatsanwaltschaft und die Kommunal­ aufsicht klären. Wenn aber nicht: Warum soll er dann abgewählt werden? Die Antwort liegt auf der Hand: Die Roten und die Schwarzen zumindest Teile der PDS- und CDU-Fraktion haben eine Gemein­ samkeit entdeckt:  Unterrepräsen­ t anz in der Stadtführung. Und Gemein­samkeiten vereinen bekanntlich. So schmiedeten beide Lager einen Plan. Danach sei die CDU bereit, einen PDS-Dezernenten zu wählen, wenn die PDS im Gegenzug hilft, Scheffler abzuwählen. Schließlich hat Scheffler doch noch ein paar Freunde in der Partei, also braucht man die Fremd­ stim­ men zur Abwahl. Die PDS ihrerseits sollte für das Entgegen­ kommen den jetzigen Wirt­ schafts­dezernenten Norbert Claußen (CDU) zum ersten Stellvertreter des Ober­bürger­ meisters wählen.

SPIONIERT Hintergründe aus Politik und Wirtschaft

Dezernet Claußen will zweiter Mann an der Verwaltungsspitze werden

PDS-Dezernent nicht das Parteibuch seiner Wahlgenossen besitzen dürfte, was die neue Partnerschaft sowieso einschränke. Die SPD, ohnehin als Gegner deklariert, hält sich derzeit noch aus allem raus. Einzig die Kritik, dass eine Stadt mit weniger als 100 000 Einwohnern nur drei De­zer­­nenten haben dürfe, gab es von den Sozialdemokraten in Richtung der CDU und PDS. Verständlich, denn die SPD stellt derzeit mit Baudezernent Axel Höhn und Finanzdezernent Jochen Rößler gleich zwei Dezernenten und den Oberbürgermeister. Das entspricht, und da haben wieder CDU und PDS Recht, nicht dem Kommunalwahl­ ergebnis. Zur Erinnerung: Die stärkste Fraktion der ersten acht Jahre seit der Wende war die PDS, durfte aber dank Schulterschluss aller anderen Fraktionen trotz Wahlsieg nicht an die Verwaltungsspitze. Die Grünen sind dagegen

Gerd Böttger (PDS) wollte sich von der CDU nicht über den Tisch ziehen lassen

Die Bündnisgrünen haben ihrerseits bereits vor Monaten klar gemacht, dass mit ihnen kein solches Machtgerangel zu machen ist. Sie sind gegen alles. Und das sagten sie auch noch laut, was wiederum niemand außer den Bündnisgrünen in der Kommunalpolitik so richtig toll fand. Dennoch hatte der PDS-Fraktions­vorsitz­ ende Gerd Böttger sogar schon pfeiferauchend Gespräche mit mehreren potentiellen De­zer­nentenkandidaten geführt. Ohne die Partei zu informieren. Selbst Vize­ stadtpräsidentin Marleen Janew (PDS) be­klagte, sie habe aus der Zeitung von den Plänen erfahren. Schleunigst bemühte sich Böttger seiner­seits klarzumachen, dass das alles ohnehin nur vorsichtige und völlig unverbindliche Gespräche waren. Soziale Frauenpower

Der suspendierte Finanzdezernent der CDU hat gut Lachen, wenn sich die Kollegen streiten  Fotos: maxpress/max Doch die CDU wollte die Rechnung ohne den pfeifeschmauchenden PDS-Wirt ma­chen. Er durchschaute, dass Claußen bei einer Neuwahl für sieben Jahre gewählt werden würde. Damit hätte der CDU-Mann über die Direktwahl des neuen Oberbürger­ meisters im Jahr 2002 ebenso gelächelt wie über neu zu wählende Dezernenten und Stadtvertreter. Also lehnte die PDS ab. Im Gegenzug forderte die CDU, dass der

Dennoch fiel im Ergebnis dessen immer wieder ein Name: Dr. Christiane David. Die 38-Jährige ist derzeit stellvertretende Sozialamts­leiterin in Neubrandenburg. Und geht es nach Böttger, dann soll sie noch in diesem Jahr die Stelle des Sozial­ dezer­ nenten in Schwerin übernehmen. Dann könnte sich Finanzdezernent Jochen Rößler (SPD) zumindestens voll auf sein Ressort Finanzen stürzen, Höhn „dürfte“ sich weiter ums Bauen und die Vorbereitungen der Bundesgartenschau kümmern, während CDU-Mann Norbert Claußen dann das Superdezernat:  Ordnung, Schule, Wirt­ schaft, Tourismus, Marketing, Sport zu re­gie­ren hätte. Doch außer Spesen ist erstmal nichts gewesen. Durch die schnelle Öffentlichkeit der Machtgerangel-Spiele hinter den Kulis­ sen scheint das Projekt vorerst auf Eis ge­legt. Zumindest hat keine Stadtfraktion einen Tagesordnungspunkt „Ab­ wahl des Dezernenten Harald Scheffler“ für die Stadtvertreter­versamm­lung beantragt.  wa

Lenin-Initiative Mit Hilfe der WGS will PDS-Chef Gerd Böttger das Funda­ ment für das Lenin­ denkmal festigen. Noch vor den Ferien soll das Denkmal in Neu Zippendorf wieder festen Boden unter den Füßen haben. Nachbarschaften Ex-Lokführer und SPDAbgeordneter Horst Schüller will schlichten. In Neu­mühle sammelt sich der Müll in den Seitenstreifen der Ortsstraßen. Altein­ge­sessene geben den Neuankömmlingen im Wohngebiet die Schuld. Diese wiederum halten dagegen. Schüller: „Mehr Rücksicht untereinander könnte nicht schaden.“ Modellsuche CDU-Dezernent Norbert Claußen ist neuer Chef des Aufsichtsrates der Stadtmarketingge­­sell­ schaft. Er will darum kämpfen, dass die GmbH erhalten bleibt. „Welches Modell es genau sein wird, muß jetzt geprüft werden“, so Claußen. Außerdem will er die Gesell­schaft mit mehr Kom­pe­tenzen ausstatten und die Aufgaben neu definieren. Wer allerdings die Ge­schäfte künftig führen soll, ist noch unklar. Es gibt keine offiziellen Ansprechpartner. Die Stelle der Ge­schäftsführung und des Citymana­gers sind ausgeschrieben und derzeit nicht mehr besetzt. Eintracht-Manager Der ehemalige CDUStadtvertreter Günter Tolksdorf wurde vom Aufsichtsrat des FC Eintracht Schwerin zum Vizepräsidenten und Manager be­stellt. Seine Quali­täten in der Politik zwischen den Fron­ten zu agieren und Konsens zu erzeugen, sollen dem Fußballverein weiterhelfen.

www.sas-schwerin.de

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hauspost Juni 2000

Service Kundenservice Wismarsche Str. 290 19053 Schwerin Allgemeine und spezielle Abfall­ beratung Informationen zur Abfallsatzung der Stadt Schwerin und Ver­­mitt­lung von An­sprechpart­nern der Stadt Informationen zur Straßen­reinigung und Wertstoff­­sam­m­ lung Ausgabe von Sperr­ müll­karten und Verein­­barung von Terminen zur Sperr­ müll­­abfuhr Ausgabe von Wertstoffsäcken „Grüner Punkt“, zusätzlichen Müll­säcken für ­vorüber­­gehen­den Mehrbedarf und Laub­säcken für kompostierbare Gartenabfäl­le

Abschlussveranstaltung auf dem Alten Garten: Die Job-Parade endete um 19 Uhr, die Kehr-Parade der SAS um 24 Uhr.

Sondereinsatz der SAS am 1. Mai

Fegen statt feiern Schwe­rin im Technofieber: 45.000 Ju­­ gendliche folgten dem DGB-Aufruf zur dritten Mai­­­demo der jungen Art. Neben der Teil­­­­­­nehmer­zahl erreichte auch das MŸll­­­­­­­­­­­­­­­­auf­kommen eine beachtliche Hähe. FŸr die MÄnner der SAS hieß es des­halb am 1. Mai: Fegen statt Feiern. „Youth can’t wait“ - Jugend kann nicht war­­­­­­ten, so das Motto der Job-Parade für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Wäh­ rend die Jugend tanzend demonstrierte, hat­ten die „reinsten Schweriner“ alle Hän­de voll zu tun. Um 13 Uhr starteten 22 MusikTrucks, um­­­ringt von feiernden Men­schen­­­­ massen, am Nordufer des Pfaffen­ teichs. Während die Bässe von den bunten Sattel­­ schleppern häm­­merten, rotierten auch die Besen der SAS-ler. Dem Zug der tanzen­den Jugend­lich­en folgten drei Kehr­maschinen und zwölf Saubermänner in Oran­­ge. Damit sich der Müll nicht erst über­all verteilt, mar­

Öffnungszeiten Mo-Mi: 8-16 Uhr Do: 8-18 Uhr Fr: 8-12 Uhr Telefon: (0385) 5770-200 Telefax: (0385) 5770-222 e-mail: [email protected]­ rin.de Internet: www.sas-schwe­rin.de Verwaltung, Ge­­ schäfts­füh­rung Telefon: (0385) 5770-100 Telefax: (0385) 5770-111 e-mail: [email protected] de

Fotos: drefahl

schie­ r­­ ten sie gleich hinter dem letzten Techno-Truck. „Der Musik­ po­ wer folgte die Man­­power”, so Ent­sor­gungs­lei­ter Mar­tin Schulze. „Denn auch bei der dies­jäh­­rigen Job-Parade galten wieder die Ge­setze der Schwer­­­­kraft”, erklärt der Ent­­sor­­gungs­lei­ter schmun­­zelnd. „Ver­packun­­gen, Plas­tik­­ge­ schirr und Dosen fielen direkt auf die Stra­ße. Entlang der Marsch­route Knaudt- und Wer­­ der­­straße kamen elf Ton­nen Müll zu­sam­­ men.“ Zwar trugen viele der jungen Tän­zer orangefarbene Ar­beits­westen - doch eher ein ab­­­ gefahrener Mode­trend, als ein Ausdruck der Soli­dari­­tät mit den SAS-lern. „Wir konn­­ten keinen Ju­gend­­­lich­en da­für ge­win­nen, selbst ein­­­­­mal den Besen in die Hand zu nehmen”, be­­dauert Martin Schulze. Job-Parade und Müllaufkommen er­reich­ten ihren Höhepunkt auf dem Alten Garten. Die Abschlussveranstaltung begeisterte die Massen. Wo die DJs ihre großen Favoriten

auflegten, fie­ len auch große Mengen der klei­ nen Ab­ fälle. Ab 19 Uhr befreiten die SAS-ler den historischen Platz von den Hin­ ter­­las­sen­­­­schaften der Techno-Jünger. 16 Ton­ nen Müll wurden zwischen Burg­ ­ see und Mar­stall-Halbinsel gesammelt. Und wäh­rend sich die Jugendlichen auf den Heim­ weg mach­­­­ten, starteten die Männer der Straßen­­­­­­­ reinigung die letzte Runde ihrer Kehr-Pa­ra­de. Bis Mitter­­­­nacht reinigten sie Schloss­­­­stra­­­ße, Mecklenburgstraße, Marien­ platz und Grunthal­­platz. Fazit der dritten Job-Parade in Schwerin: Die DGB-Jugend meldet einen neuen Teil­neh­ ­­­­­­mer­­rekord - die größte Mai-Demo des Lan­­­­des setzte ein Zeichen für mehr Aus­bil­dung und Arbeit. Für die SAS-ler war der 1. Mai im wahrsten Sinne des Wortes ein Tag der Arbeit. Insgesamt 27 Ton­ nen Müll nach zwölf Stunden Sonder­ein­­satz, so die Bilanz ei­n­er sauberen Leistung der reinsten Schwe­­­­­ riner. td

Nachgefragt: Meinungen der SAS-Mitarbeiter

Wie war der Job bei der Job-Parade?

Richard Graf (52) Kehrer

Dirk Holz (37), Kehrmaschinenfahrer

Martin Schulze (44), Entsorgungsleiter

Wilfried Kagel (50), Kehrmaschinenfahrer

Rainer Eichhorn (38), Kehrmaschinenfahrer

Torsten Schulz (31), Kehrmaschinenfahrer

„Zwei junge Mädels wollten mir meine Arbeits­hose abkaufen. Für 50 Mark! Die Musik war sehr gut - ich habe mit dem Besen im Takt gefegt. Und mir wurden Bockwurst und Cola spendiert.“

„Die Organisation war gut und die Musik hat mir gefallen - die höre ich manchmal zu Hause mit meinem Jungen. Bei VIVA oder MTV drehen wir auch mal lauter - aber nicht so laut wie bei der Job-Parade.“

„Ein großes Lob an die Männer, die am 1. Mai im Einsatz waren. Keine leichte Arbeit - bei dem warmen Wetter und dem Staub auf dem Alten Garten. Trotzdem war die Stimmung und das Ergebnis sehr gut.“

„Ich bin zum dritten Mal bei der Job-Parade dabeigewesen. Es hat alles gut geklappt. Zwar ist die Musik sonst nicht mein Fall - die letzten Klänge auf dem Alten Garten haben mir aber gefallen.“

„Ich war mit der kleinen Kehrmaschine im Einsatz - da haben mich Leute gefragt, ob sie die Maschine mal ausborgen können. Die Lautstärke der Musik hat mich nicht gestört hatte Ohrstöpsel dabei.“

„Die Job-Parade war besser als im letzten Jahr organisiert. Die Musik war nicht ganz meine Richtung. Gewundert hat mich, dass soviele leere Pfand­­­flaschen in der Gegend ruml­agen.“

Deutsche Bahn

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Reisetipp: „Kieler Woche“ - die größte Segelregatta der Welt

Leinen los zum Sommerfest in Kiel Der Juni ist da und am einundzwanzigsten ist es offiziell: Sommeranfang Zeit der gemŸtlichen Grillpartys oder großen Sommerfeste: Wenn die Stadt Kiel hunderttausende Menschen zum Feiern einlÄdt, wÄhrend die besten Segler der Welt auf der Kieler Färde um Pokale segeln - dann ist ãKieler WocheÒ. Über 118 Jahre reicht das Segel­ spek­ takel in der Landeshauptstadt SchleswigHolsteins nun schon zurück. Und jedes Jahr zieht die Stadt mehr Menschen in den Bann des Segelsports. Waren es 1882 noch zwanzig Yachten, die sich zum sportlichen Wettkampf trafen, sind es heute rund 230 Hoch­seeyachten und unzählige Segler aus 25 verschiedenen Bootsklassen. Zehn Wochen vor den Olympischen Spielen in Sydney gibt sich die Weltklasse des Segelsports auf der Kieler Förde ein Stelldichein. Unter den 5.000 Teilnehmern sind zahlreiche Olym­pia­sieger, Welt- und Europameister. Damit ist die „Kieler Woche“ die größte Segel­regatta der Welt. Aber natürlich bietet Kiel auch NichtSportlern ein volles Programm. Denn die Festwoche an der Ostseeküste spielt sich nicht nur auf dem Wasser ab. Zwischen dem 17. und 25. Juni pulsiert die gesamte Stadt. Unzählige Artisten, Jong­ leure, Gaukler und Musikanten aus aller Welt beleben die Straßen. Viele Besucher werden zu Aus­ stellungen, Theatervor­füh­rungen und Kon­ zerten erwartet. So spannt die Kieler Woche geschickt einen Bogen von klassischer Musik zu Rock und Pop. Auf kleineren Bühnen, die in der gesamten Stadt verteilt sind, stellen sich neben bekannten Künstlern auch junge Talente dem Pub­ likum vor. Die städtischen Bühnen präsentieren sich mit Premieren von „Warten auf Godot“ am 16. Juni und „La Bohème“ am 18. Juni. Als Besuchermagnet der „Kieler Woche“ gilt der Europäische Markt. Hier wird be­wiesen, dass eine Reise um die Welt nicht achtzig Tage dauern muß - zumindestens keine kulinarische. Die Köstlichkeiten der fünf Kontinen­te können die Besucher

Imposant: Windjammer im Kieler Hafen Fotos: Presseamt Kiel

auf dem Rathausplatz erforschen. Ob argentinisches Steak, russischen Borschtsch , brasilianischen Caipirinha oder doch lieber das deutsche Sauerfleisch - probieren heißt die Devise. Bei internationaler Musik wird hier bis tief in die Nacht geschlemmt und gefeiert. Für kleine Frühaufsteher ist die Spiellinie der Anlaufpunkt Nummer Eins. Das bunte Kinderprogramm an der Kieler Förde lädt zum basteln, spielen und zu Wettkämpfen ein. Abends jedoch verwandelt sich auch die „Kreativmeile“ in eine große Bühne für Musikfans aller Altersklassen. Stars wie „Leningrad Cowboys“, „The Temptations“ oder die „Weather Girls“ sind beim großen Open-Air-Festival dabei. Wer bei den abendlichen Feierlichkeiten keine leuchtenden Augen hat, bekommt sie sicherlich bei der großen Kieler-WocheParade am 24. Juni. Dann kreuzen die imposantesten Windjammer, Traditions­ segler und hunderte von Segeljachten auf der Förde. Wer die Faszination des Segelns hautnah miterleben möchte, fährt einfach bei einer Regattabegleitfahrt mit. Zahl­ reiche Boote bringen „Sehlustige“ nah an das Segel-Geschehen. Traditionsbewußt verabschiedet sich das größte Sommerfest Nordeuropas mit einem Feuerwerk. Unter dem Motto „Die Lichter der Welt zu Gast in Kiel“ erstrahlt die Förde in einem bunten Lichtermeer. Wer sich das Sommerspektakel in Kiel nicht mit langen Wartezeiten im Stau verderben möchte, läßt sich einfach hinbringen. Alle zwei Stunden fahren die Regio­ nal­züge vom Schweriner Haupt­bahn­hof nach Kiel. Beste Start­zeit für den Ausflug an die Ostsee: 7.39 Uhr ab Schwe­rin. Die Be­­ sucher der „Kieler Woche“ entsteigen dann ausgeruht dem Zug - direkt im Herzen der Stadt. Von dort ist die Innen­­stadt und die Kieler Förde binnen weniger Minuten zu erreichen. Unter der Woche reisen fünf Personen mit dem „Mecklenburg-Vorpom­ mern-Ticket“ am gün­ sti­ gsten. Mit dem „Schönes-Wochen­­en­de-Ticket“ wird am Sonn­­­abend und Sonn­tag kräftig ge­spart. Der letzte Zug zurück nach Schwerin ver­ läßt Kiel um 21.43 Uhr. ch

Gepäckträger

EXPO-Service

Neuer Fahrplan

Koffer tragen? Service fragen!

Mit der Bahn entspannt am Stau vorbei

Kürzere Reisezeiten und neue Angebote

Wer keine Lust auf mühsames Koffer­ schlep­­pen hat, sollte den Gepäck­trä­ger­­ser­ vice der Bahn nutzen. Seit April kann das kräfte­sparende Angebot in Schwerin täglich in der Zeit von 6 bis 22 Uhr genutzt werden. Der Service kann über die Zug­be­glei­ter, am Service­ point im Bahnhof oder unter 0385/750-1055 be­ stellt werden. Der Transport von zwei Gepäck­stücken kostet 5 Mark, jedes Weitere 2,50 Mark. Die Hilfen für mobilitätseingeschränkte Rei­sen­­­de bleiben auch weiterhin kostenfrei.

Das neue Zugpaar InterRegio 2479/ 2570 von Stralsund nach Konstanz und zurück wird während der EXPO 2000 auch in Hannover Messe/Laatzen halten. Schwe­­­­­­riner mit Reiseziel Weltausstellung star­­­­ten um 7.10 Uhr vom Hauptbahnhof und können ab 10.12 Uhr die EXPO erkunden. Das Sonderticket „EXPO-Sparpreis“ gilt für Hin- und Rückfahrt und kostet mit BahnCard-Ermäßigung 84 Mark (ohne BahnCard 139 Mark). Auch Eintrittskarten für die EXPO gibt es im Reisezentrum.

Am 28. Mai beginnt das neue Fahr­plan­ jahr der Bahn. Schwerinern be­schert der Fahr­planwechsel eine um 18 Minuten kür­­­ zere Reise­­­­zeit im Regionalexpress nach Ham­­­­burg, sowie direkte Verbindungen nach Dres­­­­den und Konstanz. Verbessert wur­den auch die Zug­­anschlüsse nach Prag. Neu auf­ gelegt wurde der „Reise­ be­ glei­ ter“ der DB-Regio Mecklenburg-Vor­ pom­ mern. Die Broschüre gibt Tipps für Ausflüge in die nähere Um­ge­bung und ist im Reise­ zen­­­trum am Bahnhof erhältlich.

Hart am Wind: Wettkämpfe auf offener See

Buntes Treiben: Sommerfest an der Förde

Tipp „Mecklenburg-Vor­ pommern-Ticket“ Die Tagesnetzkarte ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und von 18 bis 3 Uhr gültig. Mit dem Ticket können fünf Personen in Mecklen­burg-Vor­ pommern, Schles­ wig-Holstein und Hamburg fahren. Der Preis be­trägt 40Mark.Groß­­fami­ lien zahlen für ihre Kinder (bis 17 Jahre) nicht extra. „Schönes-Wochen­ ende-Ticket“ Mit diesem Ticket fahren fünf Per­so­ nen an einem Tag des Wochen­endes jeweils von 0.00 bis 3.00 Uhr des Folgetages. Das Ticket gilt in den Nah­v­erkehrs­zügen und kostet 35 Mark. Auch mit dem „SchönesWochen­endeTicket“ zahlen Großfamilien für ihre Kinder (bis 17 Jahre) nicht extra. „DEINER-Ticket“ Das Ticket ist täglich in ganz Meck­ len­­­burg-Vor­pom­ mern gültig. Jugend­­liche bis 25 Jahren können von 18 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages alle Züge des Regio­ nalverkehrs, 2. Klasse, nutzen. Das Ticket kostet 9 Mark. „Disco-Train“ Der Discozug startet jeden Sonn­ abend um 22 Uhr vom Schwe­riner Haupt­bahn­hof nach Spor­nitz und Par­chim (Rück­fahrt 5.23 Uhr). Das „DEINER-Ticket“ ist auch Ein­­tritts­karte für die Disco. Mehr Informationen: RAN-Team Zum Bahn­hof 15 19053 Schwerin Tel. 01803-194195 oder www.bahn.de

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Vorgestellt

Ratgeber Recht

hauspost Juni 2000

Interview mit Rechtsanwalt Wolfgang Leibing

Säumige Zahler in der Bauwirtschaft Rechtsanwalt Wolfgang Leibing (37) Er hätte auch CelloSpieler werden können. Der Liebhaber klassischer Musik und Hobbyvirtuose bereut es allerdings nicht, daß es doch der Anwaltsberuf geworden ist. Denn Recht muß für Wolfgang Leibing (37) nicht trocken sein. „Hinter Rechts­ problemen stehen immer auch Men­schen und Schick­sale. Allein das macht meinen Beruf sehr lebendig.” So verwundert es auch nicht, daß er sich auf Baurecht und Straßenverkehrs­recht spezialisiert hat. „Gerade im Straßen­ verkehr tauchen immer Pro­bleme auf, die wahrlich jeden treffen können, vom Studenten bis zum Bankdirektor. Dar­über hinaus hat dieses Rechtsgebiet auch eine spannende technische Kom­ponente. So werden regelmäßig Gutach­ten erforderlich, um zum Beispiel einen Unfall­ hergang zentimetergenau rekonstruieren zu können.“ Daß er mit seinen Schwer­punkten gut in die Kanzlei Roggelin, Witt, Wülfing und Dieckert passt, liegt auch daran, daß er mit seinen Kollegen die Celloleidenschaft teilt. „Seriöse und kompetente Kanz­leien kommen heute nicht mehr ohne Speziali­sierung aus. In­so­fern stellen meine Schwer­punkte eine gute Er­gänz­ung zu den bei uns bereits abgedeckten Fach­ bereichen dar.”

hauspost: Herr Leibing, an der allseits bekannten Problematik der hohen In­ solvenzzahlen haben die Betriebe der Bauwirtschaft ganz wesentlichen Anteil. Der Gesetzgeber hat nun versucht, die verheerende Zahlungsmoral privater wie auch öffentlicher Auftraggeber durch ein neues Gesetz in den Griff zu bekommen, das am 1. Mai in Kraft getreten ist. Läßt dieses Gesetz für Bau- und Handwerksbetriebe auf bessere Zeiten hoffen? Leibing: Ich glaube schon, dass das Gesetz bei allen Anfangsschwächen das Leben für säumige Zahler schwerer machen wird. Erste Voraussetzung ist natürlich, daß die Handwerksunternehmer sich über die Einzelheiten dieses Gesetzes sorgfältig informieren, um dessen Möglichkeiten für sich nutzen zu können. Das kann am besten über einen Anwalt ihres Vertrauens passieren. Dieses Gesetz ändert und ergänzt Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches, die für Handwerksbetriebe von zentraler Bedeutung sind.

„Mit meinem kleinen Dach­­ decker-Betrieb wirtschafte ich von der Hand in den Mund. Au­ßer­dem weiß ich nicht, wieviele Leu­te ich in den nächsten Mona­ ten beschäftigen kann. Das liegt vor allem daran, dass Auftrag­geber ihre Rech­nun­gen nicht bezahlen. Gibt es eine Möglich­keit, recht­zei­tig an mein Geld zu kommen?“ Karl-Jürgen Richtenbach, Schwerin

Wenn auch Sie Fragen zu aktuellen Rechtsthemen haben, schreiben Sie uns: Kennwort „hauspost Ratgeber Recht“. Wir werden zukünftig häufige Anfragen durchleuchten und von Experten beantworten lassen.

buchen. Der Auf­trag­geber hat hiermit vom Gesetzgeber ein höchst wirkungsvolles Druckmittel in die Hand bekommen. hauspost: Ein weiteres Problem für den Werkunternehmer war doch, daß der Auftraggeber die Abnahme der Werkl­eis­tung, die Voraussetzung für die Fällig­ keit der Vergütungsforderung ist, schlicht verweigern konnte. Der Unter­ nehmer mußte dann umständlich erst die Abnahme auf gerichtlichem Wege erzwingen. Hat sich nicht auch auf diesem Gebiet etwas getan? Wolfgang Leibing: Ja. Zukünftig wird der Unter­nehmer die Möglichkeit haben, dem Auftraggeber eine angemessene Frist zur Abnahme der abnahmefähigen Werkleis­tung zu setzen. Nimmt der Auftraggeber die Leistung innerhalb dieser Frist nicht ab, so tritt die Wirkung der Abnahme trotzdem ein. Zudem besteht neuerdings die Mög­lichkeit, daß ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger eine sogenannte Fertigstellungsbescheinigung er­ teilt. Eine solche Vorgehensweise kommt in Betracht, wenn der Auftraggeber beispielsweise die Abnahme verweigert, weil er einzelne Mängel behauptet, der Unternehmer aber der Auffassung ist, daß diese Män­ gelvorwürfe unberechtigt sind. Diese Fer­ tigstellungsbescheinigung steht der Abnah­ me gleich. Und dies ist eine der Sen­sa­tionen dieses Gesetzes.

nach jahrelangem Prozessieren heraus. Hat hauspost: Was wird sich konkret für die sich an diesem - aus Sicht des Un­ternehmers - unbefriedigenden Zustand etwas veränHandwerksbetriebe ändern? Wolfgang Leibing: Neu ist zum Beispiel, dert? Wolfgang Leibing: Es stimmt, daß auf daß der Auftraggeber bereits 30 Tage nach Fälligkeit und Zugang einer Rechnung in diese Weise Handwerksbetriebe an den Zahlungsverzug gerät, ohne dass es noch Rand des Ruins getrieben werden konnten einer Mahnung bedürfte, die sonst meist nötig ist, um den Zahlungsverzug auszulösen. hauspost: Bei aller Nach Verzugsbeginn hat Begeisterung, sehen Sie in der Auf­ trag­ geber auf die der Neuregelung auch Forderung des Handwer­ Ansätze zur Kritik? kers einen Verzugs­zins in Wolfgang Leibing: Ich will Höhe von mindestens fünf nicht verschwei­ gen, daß Prozent über dem nach meiner Auffassung EU-Basiszinssatz zu zahnoch einige Frag­ würdig­ len, also insgesamt zwikeiten mit dieser Verfah­ schen sieben Pro­zent und rens­weise verbunden sind. acht Prozent. Bis­her waren So ist unklar, ob die es nur vier Pro­zent bis fünf Beschei­ nigung auch bei Prozent. un­wesentlichen Män­geln Neu ist auch, daß der zu erteilen ist. Alles andere Werkunternehmer nun von wäre kaum hilfreich, da seinem Auftraggeber geringfügige Mängel an Ab­schlags­zahlungen verlangen kann, auch wenn Nicht immer wird gleich gezahlt. Foto: maxpress praktisch jedem Bauwerk haften. Die dürfen aber diese nicht extra im Vertrag vereinbart worden sind. Hierin liegt und mancher Bauherr zum Beispiel diesen nicht dafür herhalten, die Ver­gütung eines für den Unternehmer ein gewaltiger Weg beschritt, um eine Art Finanzierung auf wesentlichen Teils der Leis­tungen zu blockieFortschritt, denn bisher hat er die gesamte Kosten des Bauunternehmers zu erhalten. ren. Zur Abnahme will ich noch erwähnen, daß Werk­leistung in Vorleistung erbringen müs- Das einzige was sich hieran geändert hat ist, sen, ohne sicher zu sein, daß er am Schluß daß dieser sogenannte Druck­zuschlag nun diese zukünftig nicht mehr wie bisher wegen auch zügig an sein Geld kommt. Bei Bau­ auch ge­setzlich festgeschrieben worden ist. unwesentlicher Mängel insgesamt verweileistungen beispielsweise kann dies eine Aus Sicht des Auf­trag­gebers, also beispiels- gert werden kann. Auch hierin kommen wir weise des Bauherren, sollte man bei seiner einer sachgerechten Lösung immer näher. gewaltige Menge Geld sein. Kritik aber nicht übersehen, daß dieser Bisher wurde die Abnahme, ohne dazu hauspost: In der Vergangenheit kam es Druckzuschlag unter Um­ständen denjenigen berechtigt zu sein, oft in der Hoffnung verdoch immer wieder dazu, daß der Bauunter­nehmen bei der Män­gel­beseitigung weigert, daß dann die Ver­gütungsforderung Auftraggeber Mängel behauptete und die auf die Sprünge hilft, die auf der noch nicht fällig würde und sich außerdem Rechtsprechung ihm das Recht zusprach, das Schlußgeraden des Bau­vorhabens anfangen, die Dauer der Ge­währleistung entsprechend wa Dreifache der zu erwartenden Nach­ nachlässig zu werden und dabei bewußt in verlängert.  besserungskosten einzubehalten. Ob dieser Kauf nehmen, daß sie eine vielleicht geringe Einbehalt berechtigt war, stellte sich oft erst noch ausstehende Schluß­zahlung lieber aus-

Kultur

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Choreographie der gefährlich aussehenden Fechtkunst im Schloßhof

Kampfkünstler der Musketiere Die drei Musketiere fechten im Schloss­hof, hauspost stellt den Mann, der da­hin­ter steht, vor: Markus Michal­ owski ist der Kampfchoreograph. Zur Zeit kann man in verschiedenen Probebühnen des Mecklenburgischen Staats­­­theaters Schwerin regelmäßig die Säbel rasseln hören - obwohl es fachlich korrekt Degen sind. Es wird mit großem Kraftaufwand die Inszenierung der Drei

Musketiere für die Schlossfestspiele vorbereitet. Und Musketiere ohne Degengeklirr wären nur das halbe Vergnügen. Damit die Gefechte zwischen den Darstellern der Musketiere und denen der Gardisten des Kardinals gefährlich aussehen - aber die Gesundheit der Schauspieler nicht gefährden - wurde ein Fachmann engagiert: ein Kampfchoreograph. Der trainiert fast täglich mit den beteiligten Schauspielern, beginnend mit einem körperlichen Basistraining,

Spannende Fechtszenen einstudiert: Probe für die Musketieraufführung Anzeige

Foto: max

einem anschließenden Fechttraining und schließlich dem krönenden choreographieren von Gefechtsverläufen. Wer neugierig auf die fechtenden Schau­ spieler ist, konnte schon seit der HamletPremiere am 12. Mai im E-Werk zuschauen, welche Fechtkünste der Kampf­choreo­ graph hier einbringen konnte. Eine bestimmte Ausbildung hat Markus Michalowski nicht genossen, sondern mehrere; und er hat Erfahrungen in der praktischen Arbeit gesammelt, die ihn befähigen, diesen Beruf auszuüben: Nach der Ausbil­ dung an der englischen Zirkusschule war er als Clown beim kubanischen Staatszirkus engagiert und studierte dann bis 1995 Pantomime und Schauspiel an der Folk­ wanghochschule Essen. Parallel arbeitet er bereits seit 1991 als Choreograph (für Kampf-, Zirkus- und Slapstickszenen) ,Clown und Schauspieler an Theatern u.a. in Wuppertal, Bonn, Luzern, Dortmund, Essen, Hagen und Münster. Ab 1996, dem Ende des Studiums, folgten zum Beispiel das Soloprogramm „An­ sichten eines Clowns“ am Luzerner Theater, die Kampfchoreographie „Orlando furioso“ an den Wuppertaler Bühnen, Kampf- und Tanzchoreographie für „Und Pippa tanzt“, Kampf und Artistikszenen für „Der Diener zweier Herren“ am Luzerner Theater, Kampf­ choreographie „Romeo et Juliette“ an der Oper Bonn oder Kampfchoreo­gra­phie „Cyrano de Bergerac“ am Theater Er­langen. Außerdem inszeniert er seit 1997 regel­ mäßig u.a. am Theater Kohlenpott („Die Vermummte“, „Trainspotting“ „Vom Um­tausch ausgeschlossen“, „Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk“). Zuletzt erarbeitete er im Oktober 1999 die Insze­ nierung „Der Wunschpunsch“ am Theater am Kornmarkt Bregenz.  Ralph Reichel ãDie drei Musketiere" vom 22. Juni bis zum 30. Juni 2000 mittwochs bis sonntags im Schlosshof Schwerin. Karten unter (03 85) 53 00 127

Tipp Staatl. Museum Konzert: Sonntag, 4. Juni, 11 Uhr: 4. Gale­ riekonzertmitWerken vonReinhardLippert, André Jovilet und Jean Francaix - es spielen die Musiker der Mecklen­bur­gi­ schen Staatskapelle Führungen: Sonntag, 4. Juni, 15 Uhr und Sonntag, 11. Juni, 11 Uhr Jean Baptiste Oudry und Jean Antoine Houdon:„Vermächtnis der Aufklärung“ - Dr. Kristina Hegner Dienstag, 13. Juni, 19 Uhr Jean Antoine Houdon und seine Bildnisbüsten“ Dr. Kristina Hegener Mittwoch, 14. Juni, 15 Uhr Ernst Barlach - ein norddeutscher Bildhauer Dr.GerhardGraulich Sonntag, 18. Juni, 11 Uhr Ernst Barlach „Stiftung Bölkow“-Dr.Gerhard Graulich; 15 Uhr Marcel Duchamp - Die Schweriner Sammlung - Dr. Gerhard Graulich Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr Meisterwerkeholländischer und flämischer Malerei des 17. Jahrhunderts im Schloßmuseum - Julia Kornelia Romanski Kunstgespräch am Mittag: Donnerstag, 15. Juni Robert Rehfeldt (1931 bis 1993) DIESE KARTE TEILT IHNEN MEINE GEDANKEN MIT, DENKE SIE WEITER gestempelte Postkarte von 1979, Gespräch zu diesem Kunstwerk des Monats mit Kornelia Röder

Gesundheit

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hauspost Juni 2000

Fahrradsommer 2000 mit Nordmagazin und AOK

Die schönsten Ziele entdecken Tipp Money makes the world go round... ...deshalb nutzen immer mehr Schüler die Ferien als Ge­legenheit, sich ein paar Mark „extra" zu verdienen. „In den meisten Fällen sind Ferien­ jobs so­zialabga­ benfrei. Jobben Schüler nur in den Sommer­fe­rien, fallen unab­hän­gig vom Ver­dienst keine Beiträ­ge zur Kran­ ken-, Pflege-, Ren­ ten- und Arbeitslo­ sen­versicherung an. In der Regel bleibt der Kranken- und Pfle­ge­versiche­ rungs­schutz über ihre El­tern bestehen. Et­was anders sieht es aus, wenn ein Schü­ler auch au­ßerhalb der Ferien arbeitet oder wäh­rend der Schul­ fe­rien gleich an mehreren Stellen tätig ist. Hier gelten als Limit 50 Arbeits­ tage oder zwei Mo­nate pro Jahr. Liegt die Dauer der Jobs innerhalb dieser Grenzen, kann man den ganzen Ver­dienst mit nach Hau­se nehmen. Arbeiten Schüler jedoch regelmäßig, bleibt der Verdienst nur sozialabgabenfrei, wenn weniger als 15 Wochen­ stunden gearbeitet wird. Dabei darf der Verdienst bis zu 630 Mark pro Monat betragen.

Radwandern. Aktiv sein und zusÄtzlich gewinnen - das bietet der AOKFahr­ radsommer 2000 fŸr die ganze Familie. Gemeinsam mit dem Nordmagazin hat die Gesund­heitskasse Ÿber 100 lohnende Radwanderziele in Mecklenburg-Vorpommern ausgesucht. Schlösser, Museen, Töpferwerk­ stätten und viele Gaststätten öffnen Ihnen Tür und Tor, wenn Sie per Rad mit dem „Weg­ weiser" des Fahrradsommers im Gepäck vorfahren. An vielen Orten findet man nicht nur Ruhe und Entspannung, sondern es gibt auch Interessantes und Neues zu entdecken. Zu den Schweriner Zielen gehört beispielsweise die Töpferei Birke Kästner in Dalberg. In dem schönen Dorf nördlich von Schwerin kann man der Meisterin bei der Arbeit über die Schulter schauen oder mit ein bißchen Glück sogar die Öffnung des Holz­brand­ofens erleben. Vielleicht entdecken Sie dann schon die eine oder andere Keramik, die für den Schweriner Töpfer­ markt be­stimmt ist. Radeln mit Gewinn Wer aus der Landeshauptstadt mit seinem Rad durch die Weiten MecklenburgVor­pommerns streifen möchte, sollte sich vorher am besten in der AOK-Ge­ schäfts­ stelle informieren. Denn für jeden Kreis und jede große Stadt im Lande gibt es mindestens einen „Wegweiser". Sie sind auch im Internet unter www.AOK.de/mv zu finden und enthalten die wichtigsten Radwan­ deradressen und -termine der Saison. Steuern Sie von Mai bis September mit Ihrer Familie, in einer Radwandergruppe oder auch allein einen der verzeichneten Orte an, erhalten Sie einen Stempel auf

Donnerstags zwischen 19.30 Uhr und 20 Uhr stellen die Moderatorinnen Birgit Müller (li.) und Caty Baran im Nordmagazin auf N3 die schönsten Fahrradtouren vor. Foto: aok  Ihrem „Wegweiser". Er ist der Schlüssel zum Gewinn. Wenn Sie bis zum 30. Sep­ tember 2000 mindestens einen Stempel erradelt haben und ihren Coupon bei der AOK abgeben, können Sie gewinnen: Hauptpreise sind ein Familien-Fit­ ness­ wochenende im Stralsun­ der Hanse­ Dom und eine Müritz-Radtour mit dem Radreise­ unternehmen „Mecklen­bur­ger Rad­tour" im Jahr 2001. Für „Viel­fa­h­rer" gibt es natürlich einen Son­derpreis. Ziele in Schwerin und Um­ge­bung Trendhotel Banzkow, Plater Straße 1,

Telefon: 03861-7114, Töpferei Birke Kästner, Dalberg, Haupt­stra­ße 39, Telefon: 038871-57310, Restau­rant „Zum Reppin", Zum Reppin 4 Telefon: 0385-2013637, Banz­kow­er Mühle, Banzkow, An der Le­witz­mühle 40, Telefon: 03861-5050, Mecklenburger Mühle, Dorf Mecklenburg, An der Mühle 3, Telefon: 03841-3980, Töpferei Birgit Teiner, Cramonshagen, Lin­­denallee 18b, Telefon: 038871-57­616, Hotel „Zur Seewisch", Rubow, Am Schwe­ riner See 1d, Telefon: 03866-46110 Schloss Basthorst, Basthorst, Telefon: 03863 / 525-0

Änne Steinig: Woran man vor dem Urlaub denken sollte

Koffer packen allein reicht nicht aus Eigentlich ist es kein Problem, ganz kurzentschlossen in fast alle LÄnder der Erde zu jetten. Koffer oder Rucksack sind schnell gepackt und schon kannÕs losgehen. Doch nicht immer reicht das als Vorbereitung aus. €nne Steinig (Fo­ to) von der AOK sagt, woran man denken sollte: In manchen Ländern gilt der ausgefüllte Impfpass quasi als Einreiseerlaubnis. Je nach Reiseland sind Impfungen gegen Gelbfieber, Typhus oder Hepatitis A erforderlich. Ins Urlaubsgepäck gehört immer eine Reiseapotheke. Und das sollte mindestens drin sein: Mullbinden, elastische Bin­ den, Desinfektionsmittel, Pflaster, Pin­zet­te, Schmerzmittel, Kohle­ tabletten und aus­ reichender Sonnenschutz.

Welches Sonnenmaß für welchen Haut­ typ geeignet ist, kann man ab Juli in allen AOK-Geschäftsstellen erfahren. Dort liegen kos­ tenlose Florena- Proben, Broschüren und „sun-Checkkarten" zum Abholen be­reit. Krank im Urlaub - das Problem ist nur halb so groß, wenn an den Kran­ken­ver­ sicherungsschutz gedacht wurde. Bei der AOK kann man sich erkundigen, ob mit dem jeweiligen Urlaubsland ein Sozial­ versicherungsabkommen besteht. Wenn ja, benötigen Reisende den passenden Aus­ landskrankenschein. Zusätzlich ist es ratsam, eine private Krankenversicherung ab­ zuschließen. Das kostet in der Regel nicht viel und gewährleistet im Notfall den Rück­transport in die Heimat. Krankenschein last minute: Seit Novem­

ber letzten Jahres besteht dazu die Mög­ lichkeit für AOK– Versicherte am Flughafen in Rostock-Laage. Am Serviceschalter erhält man seinen Auslandskrankenschein für Urlaubsländer, wie zum Beispiel Spanien, Tunesien, die Schweiz und die Türkei, so­wie für Frankreich und Italien. Zwei getönte Gläser in einer Wack­ elfassung machen noch lange keine Son­ nen­ brille! Billige, gepresste Kunst­ stoff­ schei­ben schaden oft mehr, als sie nützen. Also auf CE-Qualitätszeichen achten und am besten beim Augenoptiker beraten lassen. Haben Sie noch Fragen? Die Mit­­ arbeiter der Schweriner AOK - Geschäfts­ stellen sind für Sie da. Das individuelle Urlaubspaket mit Reisecheckliste und wertvollen Tipps für die Reise­apotheke sind hier kostenlos er­hältlich.

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www.sparkasse-expo.de

Sparkassen-Finanzgruppe als Partner der Weltausstellung

EXPO: Ausflug in die Zukunft Konzepte-Visionen-Impulse: in wenigen Tagen beginnt in Deutschland ein Ereignis der Superlative. Vom 1. Juni bis zum 31. Oktober äffnet die Weltausstellung EXPO 2000 ihre Pforten. Dann wird Hannover ein Treffpunkt der Nationen. Die Spa­r­kas­ ­­­sen-Finanz­gruppe ist Weltpartner der EXPO und mit vielen Projekten vertreten. Weltausstellungen gibt es seit fast 150 Jah­­ren. Von der ersten Ausstellung in London 1851 bis zur letzten EXPO 1992 in Sevilla haben Erfindungen wie das Telefon oder der Satellit, Bauwerke wie der Eiffelturm oder Kunst­­werke von Rodin bis Picasso zum Erfolg dieser internationalen Ereignisse beigetragen. Doch die Idee der Weltausstellung hat sich geändert: war sie anfangs eine reine In­dustrie­­ messe im Dienste der Technik, so ist die EXPO heute ein Forum für die globale Ver­s­tän­­digung und Aufruf für den ver­ antwor­tungs­vol­len Umgang mit der Umwelt. Das Motto der EXPO 2000 heißt deshalb „Mensch - Natur Technik - eine neue Welt entsteht“ und folgt dem Ziel der Agenda 21. Nach­hal­ ti­ge Lö­sungen für das Leben im nächsten Jahr­hun­dert bestimmen das Gesicht der EXPO in Han­nover. Die Sparkassen-Finanzgruppe präsentiert als Weltpartner der EXPO Visionen und Kon­zepte für die Zukunft. „Die Sparkassen nutzen die Chance, sich den Fragen und Her­ aus­­ forderungen des neuen Jahrhunderts zu stellen und Lösungen zu erarbeiten”, sagt Horst Biele, Gruppenleiter Öffentlichkeitsarbeit der Spar­kasse Schwerin. Denn: „Globale Ent­wick­ ­lungen fangen immer in der Region an. Hier

Finanz-Partner

Eine Bank für alle Nationen Eine Welt und eine Bank: Die SparkassenFinanzgruppe ist Partner und exklusiver Finanz­­dienst­leister der Weltausstellung. Die Leistungen der eigens gegründeten EXPOBANK stehen allen Nationen, Institutionen, Händlern, Konzessionären sowie den Be­ suchern und Mit­ arbeitern der EXPO 2000 zur Ver­fü­gung. Alle Leistungen werden mehrsprachig an­­ geboten und bieten auch spezielle Kom­po­nenten für die Her­ kunfts­ länder der Kun­ den. Ob es um die Bereit­stellung und den Ver­­­kauf von Chipkarten oder um die Akze­p­tanz sämtlicher nationaler und internationaler Zah­ lungsmittel an den Tageskassen geht - die EXPO-BANK ist der Finanz-Partner vor Ort. Zudem kann an 23 Cash-Centern auf dem Messegelände Bar­­­­geld ab­hoben werden. Die Hausbank der EXPO 2000 fördert die Infra­­­struktur für Finanz­dienstleistungen auch in den Be­rei­chen Nahverkehr, Bahn­ knoten­punkte, Auto­bahnraststätten sowie am Flughafen Hannover.

sind die Sparkassen traditionell fest ver­ankert. Die Weltpartnerschaft bei der EXPO hat das Ziel, die Agenda 21 vor Ort umzusetzen. Und das ist Teil unseres öffentlichen Auf­­tra­ges”, so Horst Biele. Eine Zukunftslösung stellt die Spar­kas­senFinanz­gruppe im The­men­park „Das 21. Jahr­ hundert” in Halle 9 vor. Die Aachen-Story zeigt die Vision einer künftigen Bank­dienst­leis­ tung an­ hand einer Gruppe

EXPO-Maskottchen Twipsy

Grafik: EXPO

junger Men­schen, die mit Hilfe der Spar­kasse ein Unter­nehmen gründen. Im Zeit­raffer werden die verschiedenen Statio­ nen von der Firmen­gründung über die ersten Geh­versuche bis zu einem glo­ bal tätigen Unter­ nehmen vor­ge­stellt. Ban­ken-Ser­vice von morgen wird mit der Aachen-Story schon heu­te er­leb­bar. Der Zeitraffer erlaubt auch einen Blick in die Sparkasse der Zukunft. Mit virtuellen Ban­king-

But­lern und Identifizierung über die Augen-Iris des Kunden. Die Filiale bleibt aber auch Kom­ munikationszentrum, in der per­ sön­ liche Beratung im Vordergrund steht. Weitere Visionen zeigt die SparkassenFinanz­­­­­gruppe im Partner Präsentation Area -der EXPO, dem Ausstellungsbereich der Welt­ partner in Halle 3. „In der future_factory_ können die Besucher die Zukunft hautnah erleben und Ant­ wor­ ten für die eigene Zu­kunfts­planung be­­kom­men”, erklärt Horst Biele. Speziell ent­­wickel­te High­tech-Multi­ me­dia­­geräte füh­ren durch die künftige Wissens- und Berufs- sowie Wohn- und Life­ style-Welten. Mit einem futuristischen Ge­ fährt, dem future_ cycle_, bewegen sich die Be­sucher durch eine virtuelle Stadt - die Arbeits- und Wissens­ welt. Durch die Wohn­ welt führt ein Kom­man­do­­pult mit Joystick. In einem fiktiven Haus können so die Grund­ risse nach individuellen Be­dürfnissen gestaltet und Gegen­stän­ de verän­­dert werden. Ver­tiefende Informationen finden die Besucher schließ­ lich an der Dialog­ station, die alle Themen der future_factory_ in ihrer gegenseitigen Abhängigkeit dar­ stellt und Antwort auf ganz persönliche Fra­gen gibt. Auch viele der weltweiten EXPO-Projekte wer­­ den von der Sparkassen-Finanzgruppe un­­ter­­­stützt. Aus gutem Grund. Denn auch nach­dem die EXPO ihre Tore am 31. Oktober schlie­ßen wird, sollen die Lösungen für die Re­gionen im Sinne der Agenda 21 gefördert und die Philosophie der Nachhaltigkeit unterstützt werden. „Und das ist wiederum ganz im Sinne der Sparkassen”, sagt Horst Bie­le.

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Expo-Konzept Beiträge der Nationen Über 190 Staaten und internationale Organi­ sationen präsentieren in Hannover Kultur, Wissenswertes und Delikatessen aus allen Teilen der Erde. Die Welt wird zum spektakulären Dorf. Vom arabischen Wüstenfort bis zum mittelamerikanischen Regenwald sind es nur wenige Schritte. Themenpark Eine 100.000 qm große Erlebnis­land­ schaft zeigt die Zukunft zum Anfas­sen und Mitmachen. Visionäre Ideen und phantastische Reali­täten warten darauf, entdeckt zu werden. Hauptthe­men: Ge­sund­heit, Umwelt, Planet of Visions, das 21. Jahr­hundert, der Mensch, Mobilität, Arbeit, Energie, Wiss­ en, Infor­mation und Kommunikation Weltweite Projekte Die Herausforderungen der Zukunft sind globaler Natur. Zum ersten Mal findet eine Weltausstel­lung deshalb nicht nur an einem Ort statt. Das Konzept der EXPO wird durch Projekte auf der ganzen Welt er­gänzt, die nachhaltiges, ressourcen­ schonen­des Verhalten dokumen­tieren. Kultur- und Ereignis­programm Hannover feiert eine Party - ganze 153 Tage lang. Unter dem Motto „Welten treffen aufeinander” wird für jedes Alter und zu jeder Tages- und Nacht­zeit etwas geboten. Das Feuerwerk „Flambée” zählt zu den herausragenden Ereignissen. Allabend­ lich entfachen Schau­ spieler und Musiker ein flammendes Spektakel.

Wohnen und Pflegen

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In der Altenpflege:

Türen stärker nach außen hin öffnen Fakten Grundsteinlegung für neues Pflegeheim Am Freitag, dem 16. Juni 2000 wird der Grund­stein für das zweite neue Pflege­ heim in der Vidiner Straße gelegt. DasGebäudesollzwei Wohnflügelundeinen Mittelteil mit den zentralen Funk­tions­ räumen haben. Als Ersatzbau für das bisdahinabgerissene Pflegeheim in der Pilaer Straße entstehen hier 92 moderne Wohn- und Schlaf­ plätze. Der neu errichtete Dreigeschosserbietet einenbesondersschönenAusblicküberdas gesamte Grüne Tal und den Schweriner Zoo. Mit üppigen Grünanlagen und Sitzbänken wird sich das neue Alten- und Pflegeheim ähnlich wie in Lankow dem Wohngebiet anpassen. DieeigeneKüche vorOrtkannauchvon älteren Bürgern aus dem Wohngebiet mitgenutzt werden. Im Herbst 2001 soll dasGebäudefertiggestellt sein. Anschrift: SchwerinerAlten-und Pflegeheime PerlebergerStraße20 19063 Schwerin Telefon: 0385/3988-0

Flexibel und individuell - das Wort ãAltenpflegeÒ sollen mit diesen Eigen­ schaf­ ten eine neue Bedeutung erhalten. Nach dem Motto ãHeime aus der ZitadelleÒ wollen sich auch die Schwe­ riner Alten- und Pflegeheime mit neuen Angeboten nach außen hin äffnen. Ein Beispiel ist der Freundeskreis der Altenund Pflegeheime. Die Mitglieder des Freundeskreises, der 1997 gegründet wurde, kümmern sich mit viel Eigeninitiative um die Bewohner aller vier Schweriner Heime. Sie gehen mit ihn­en spazieren, begleiten sie zum Friedhof oder machen Einkaufs­fahrten. Aus Büchern oder der Tagespresse vorzulesen, oder Briefe zu schreiben sei, so Vereins­vor­sitzen­de Edelgard Katt, vor allem für vereinsamte Alte oder Bettlägerige sehr wichtig. „Sie zu betreuen und begleiten soll zu einem unserer Schwerpunkte werden“, sagt die 61-Jährige Doch auch mit organisierten Veran­ staltungen und Ausflügen wollen die 52 Mit­glieder den Bewohnern der Alten- und Pflegeheime angenehme und gemeinsame Stunden bescheren. So stehen zum Beispiel auch in diesem Jahr Rund­fahr­ten durch den Zoo, Dampferfahrten und Theaterbesuche auf dem Programm. Bereits zur Tradition geworden ist die Muttertagsfeier. Selbst­ge­ backen Kuchen und frischen Kaffee teilten die Freun­deskreis-Mitglieder in diesem Jahr

Die Mitglieder des Freundeskreises übergaben den Müttern im Alten- und Pflegeheim in der Pawlowstraße die selbstgebastelten Muttertagskarten.  Fotos: stef/max in der Pawlowstraße aus. Zu bekannten Akkor­deon Melodien ließen es sich Hausbe­ woh­ ner, Angehörige und die Vereins­ mit­ glieder schmecken und sangen mit. „Der Freundeskreis ist wirklich eine Unter­ stützung für uns und Veranstaltungen wie diese, eine willkommene Abwechs­ lung“, sagt die 73-Jährige Heimbewohnerin Han­ nelore Evert. Ein Großteil der Vereinsmitglieder - ob aktiv oder passiv - sind ehemalige Mit­ar­bei­ ter, Angehörige von Haus­be­wohnern aber auch Partner aus der Gesundheits­pfle­ge. Für die Muttertags­feier haben sie gemeinsam bei einem gemütlichen Zusam­ mensein

Pflegeheim Lankow

Zentrum für Gespräche Ein halbes Jahr nach seiner Eräffnung hat sich das Alten- und Pflegeheim in Lankow zu einem Ort der Kommuni­ka­ tion entwickelt. Haus­ bewohner, Rentner aus dem Wohn­gebiet, Vereine und SchŸler - sie alle setzen sich auf ihre Weise mit dem Thema Altenpflege auseinander. Das neue Zuhause von 90 Senioren in der Dr.-Joseph-Herzfeld-Straße hat sich nicht nur optisch in das Wohngebiet Lankow einpasst. Auch die Bewohner des Hauses und Rentner aus dem Wohngebiet knüpfen immer mehr Kontakte. Das geschieht vor allem im kleinen Park des Alten- und Pflegeheimes. Hier findet sich oft ein gemütliches Plätzchen zum Plauschen und Gedankenaustausch. Auch die hauseigene Küche mit seiner modernen Kantine wird immer häufiger

von Anwohnern aus Lankow genutzt. Der 79-jährige Herbert Dahl kommt täglich hierher: „Das Essen schmeckt sehr gut und die Atmosphäre ist immer sehr freundlich. Außerdem: für 5.80 Mark kann ich selbst gar nicht kochen.“ In Zukunft sollen auch kulturelle Abende in den Gemeinschaftsräumen für Vergnü­ gen bei Haus­bewohnern und Gästen aus dem Wohn­gebiet sorgen. Doch auch schon jetzt werden die Räume von „Nicht-Haus­ bewohnern“ genutzt. Ver­eine und Interes­ sen­ gruppen veranstalten Ta­ gungen und Dis­ kus­ sionen. Aber auch Schülergruppen und Auszubildende kommen zu Besuch und setzen sich mit den Inhalten der Al­tenpflege- und Be­treuung auseinander. Das Konzept, sich nach außen zu öffnen, will Betriebsleiterin Dr. Marion Goldschmidt auch im neuen Pflegeheim in der Vidiner Straße umsetzten.  stef

unter Anlei­ tung einer Ergothera­ peutin Karten für die Heimbewohner gebastelt. „Einen Großteil unser Aktionen finanzieren wir durch Spon­ soren, da der Mit­ glieds­ beitrag von 2,50 Mark im Monat längst nicht alles abdecken kann“, so Edel­ gard Katt. „Wir sind also auf Unterstützung angewiesen, um den Men­schen ihr hohes Alter so angenehm wie möglich zu gestalten. In diesem Sinne ein herz­liches Danke­ schön an zum Beispiel an­sässige Apothe­ken und die Verleger der hauspost“. Wer Interesse hat kann sich unter: 0385/3988158 melden. Spen­den­konto: 280 138 39, BLZ: 200b 300 00  stef

Jugendbetreuung

Vom Kinderheim zur Wohngruppe Auch in Schwerin wendet sich die moderne Jugendbetreuung von den Begriffen: Waisen­haus und Kinderheim ab. Nach dem Motto: weg von den zentralen Ein­rich­tun­ gen schaffen soziale Träger in Zusammen­ arbeit mit dem Jugendamt an verbreiteten Standorten Platz für junge Wohn­grup­pen. So auch die Schweriner Alten- und Pfle­ geheime. So existiert im Auftrag der Stadt ein Kin­ der- und Jugendnot­dienst eingerichtet. Die Mitarbeiter dieser Beratungsstelle am Neu­ mühler See 26 sollen sowohl Eltern als auch Kindern in familiären Not­situationen helfen. Neben der Be­ratung und Tipps zu Behördengängen, stehen sechs Schlaf­plät­ ze bereit, die die Rat­suchenden in Extrem­ situationen nutzen kön­nen. Dr. Marion Gold­schmidt, Betriebs­lei­terin: „Sinn­voller ist es natürlich auch dann hierherzukommmen, wenn die Situ­ation in der Familie zwar angespannt aber noch nicht eskaliert ist. So können wir vorbeugend helfen.“

Lokales

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Kartierung sämtlicher Stadtbiotope beginnt noch im Juni

Fun & Fitness

Biotope in Schwerin gefilzt Aufgrund eines neuen Kartierungs­ schlŸssels wird Schwerin demnÄchst flÄchen­­deckend auf seine Botanik hin unter­ sucht. Ent­ wickelt wurde dieser SchlŸssel im Lan­ des­ amt fŸr Umwelt, Natur­schutz und Geologie in GŸstrow. Alle Land­ flÄchen im Stadt­ ge­ biet, ein­ schließ­ lich der Ufer­ bereiche, sollen un­ter die Lupe genommen werden. Wichtig für Grundstücksbesitzer ist dabei, dass sie verpflichtet sind, den Mitarbeitern, die sich vorher anmelden und ausweisen müssen, Zutritt zum Grund­stück zu ge­wäh­ ren. Schließlich geht es um die ge­ naue Be­ stands­ aufnahme der Flora in und um Schwe­­rin. Hintergrund dieser Ak­tion ist eine einheitliche Datengrundlage, die nicht nur von der Stadt, sondern auch landes- und bundesweit genutzt werden kann. Die Inven­ tarisierung der Arten in jeder Gemeinde leitet sich aus dem Bundes­naturschutzgesetz ab. Der positive Neben­aspekt: die Stadt kann es sich aufgrund der dafür freigegebenen Landesmittel leisten, endlich eine flächendeckende Kartierung durchzufüh­ren. Die alte Stadtbiotop­kartierung aus den Jahren 1992 bis 1994, war auf wichti­ge und sensible Gebiete beschränkt, wie zum Beispiel die Krebs­bach­­siedlung oder den Grimke-See.

Dabei ist so eine Da­ten­grund­lage gerade für die Beurteilung von Natur­ räumen wichtig. Genutzt wird sie nicht zu­letzt bei der Stadt­ planung. Egal ob bei Land­schafts- und Bau­ planungen oder auch bei Verkehrsstraßen, der jeweilige Status des Gebietes ent­schei­ det über die Verwirk­lichung. Los­gehen mit der Inventarisierung soll es nach Harald Fuchs, Sachgebietsleiter im Um­ welt­ amt, noch in diesem Monat. Eine wichtige Grund­

l­­ age stellt bei dieser Arbeit die Luft­bild­­­­ interpretation dar. Tur­nusmäßig werden alle 5 Jahre Luft­auf­nahmen der Stadt ge­macht. Die letzte Aufnahme stammt aus dem Jahr 1996. Mit den Ergebnissen der BiotopKartie­rung, die auch für die Aus­weisung von Schutz­­­­­­gebieten herangezogen werden, rech­ ­net Harald Fuchs im Frühjahr 2001.  iw

Aktionen im Juni Fitness- und Wellnesspoint, an den Wochen­ enden 10. und 11. Juni 2000 sowie 24. und 25. Juni 2000 finden wieder traditionelle Familienwochenend­en statt. An diesen Tagen beträgt die Platzmiete für alle Ballsportarten (Badminton, Tisch­ tennis, Tennis Squash) für bis zu vier Personen nur 15 Mark Öffnungszeiten Montag bis Freitag stehen dem Fitnessund Wellness­begei­ s­ter­ten von 8 bis 23 Uhr alle Angebote des Points zur Verfügung.

Harald Fuchs: „Die Gebiete haben einen unterschiedlichen Schutzstatus.“

Foto: iw

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RATGEBER VERSICHERUNG

HAFTPFLICHT: VOR DEM RISIKO DER UNBEGRENZTEN HAFTUNG SCHÜTZEN Frage: Herr Lemke, was sind die häufigsten Schadens­ fälle im Bereich der pri­vaten Haft­­pflicht­ versicherung? Andreas Lemke: Von Kindern ver­ur­ sachte Schäden liegen an erster Stelle. Besonders im Som­ mer, wenn Kinder und Ju­gend­liche viel Andreas Lemke im Freien unter­wegs sind, nehmen Spezialist Haftpflicht die Schadens­­ fälle zu. Mit dem Tel.: (0385) 55 77-240 Fah­r­rad gegen ein par­ken­des Au­to, Unfälle im fließ­en­­­­den Ver­ kehr oder beim Ballspiel zerbrochene Scheiben - das sind häufi­ge Mel­­dungen, die im Sommer bei uns eingehen. Auf den weiteren Plät­zen der Sta­tis­tik folgen die Klas­si­­ker: Brand­­löcher in der Couch, Rot­­­­­­wein­flecken auf dem Tep­pich und be­schä­­­­­­­digte Brillen. Auf dem Vor­­marsch sind Handy-Schäden aller Art- run­ter­ge­fal­len, über­ fahren oder sogar gebadet. Frage: In welchen Größenordnungen spielen sich die Schäden ab und welche Folgen haben sie für den Verursacher? Andreas Lemke: Während die kleinen Sach­schäden bis zu 400 Mark noch kein finanzielles Risiko für den Verursacher dar­­stellen, müssen bei Personenschäden mit­unter Ansprüche in Millionenhöhe beglichen werden. Hier wird der Sinn einer pri­­­vaten Haft­pflicht­ver­siche­rung besonders deutlich: Sie schützt vor der Ge­fähr­dung der wirt­schaftlichen Exis­tenz, denn nach dem Gesetz haftet der Verur­sacher dem Ge­schä­digten in unbegrenzter Höhe, mit dem ganzen Vermögen - soweit dies über­haupt

ausreicht. Frage: Stattdessen zahlen Sie? Andreas Lemke: Wir klären den Scha­den. Dazu gehört auch, dass wir un­ge­recht­­fertigte Ansprüche ab­weh­ren. Wenn eine For­de­rung gegen einen Ver­sicherten zweifelhaft scheint, übernehmen wir auch Rechts­an­ ­walts- und Gerichts­kos­ten. Frage: Was gilt für aus DDR-Zeiten wei­ ter­­ geführte VersicherungsPolicen? Andreas Lemke: In der Regel wurde bei der Umstellung dieser Ver­­­träge die Deckungs­­­­summe auf eine Millio­n Mark festgelegt. Mitt­ler­­wei­le empfeh­­­­len auch Ver­braucher­ver­bän­­de, ei­ne höhere Sum­­­­me zu ver­ein­ baren. Frage: Welche Summe empfehlen Sie? Andreas Lemke:  Im Haftpflichtbereich ra­­­ten wir zu einer Deckungs­­­­­­­­ summe von fünf Millionen Mark. Frage: Bis zu welchem Alter sind Kinder mit­versichert? Andreas Lemke: Wenn sich die Kinder noch in der Schule, Berufs­­aus­­­ bildung oder im Stu­­ dium befinden, sind sie mit der Fami­­ lien­ haft­­ pflichtversicherung bis zum 25-sten Lebens­­­­­jahr ge­­­­­­­schützt. Frage: Was gilt für „wilde“ Ehen? Andreas Lemke: Bei der DEVK sind Le­bens­­partner auch ohne Trau­­­­schein mit­ver­sichert. Ihr Name muss aber mitgeteilt wer­­den. Dasselbe gilt übrigens für gleich­­geschlechtliche Partnerschaften. Frage: Ist für den Urlaub eine Extra-Versicherung nötig? Andreas Lemke: Die Haftpflicht­ver­siche­­rung der DEVK bietet weltweiten Schutz. Eine Zusatz-Police ist nicht erforderlich.

DEVK Versicherungen Regionaldirektion Schwerin Am Markt 6/8 19055 Schwerin Telefon: (0385) 55 77 - 0 Fax: (0385) 55 77 - 200

Am Samstag und Sonntag kann hier von 10 bis 20 Uhr gestählt, trainiert und entspannt werden. Ständige Angebote Badminton Tischtennis Tennis Squash Aerobic Fitness Spinning Kurse für Fitness und Erholung Sport&Spaß für Kin­­ der Solarium Sauna Weitere Infor­ma­ti­o­ nen und Angebote gibt es beim: Fitness- und Well­ ness­point Ziegeleiweg 8a 19057 Schwerin Tel.0385/4400060

Lokales

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Tipps Volkskundemuseum Mueß Am Donnerstag, dem 1. Juni warten jede Mange Überraschungen auf viele kleine Be­sucher. Neben Märchen, Rätseln und Malspaß können Kinder die Kunst des Schmie­ dens in der alten Dorfschmiede entdecken. Der Dorf­schulleh­ rergarten aus dem Jahr 1888 wird am Sonnabend, dem 10. Juni ab 10 Uhr mit einem Fest eröffnet. Gleichzeitig eröffnet die Sonder­ausstel­ lung „Oh wie klöddert dat in mien Botterfaft...“ Buttern und Käseherstellung in Mecklenburg-Vor­ pommern im Hir­ tenkaten. Kammerkino Spezial: Filme zum Tag der Artenvielfalt Donnerstag, 1. Juni, 17 Uhr „Amy und die Wildgänse“ (USA 1996); 20.15 Uhr „Himalaya“ (Frkr./ Schweiz 1999) Freitag, 2. Juni, 17 Uhr „Ich bin dein Krie­ger“ (Dänemark 1997) Sonnabend, 3. Juni, 10 Uhr verschiedene Filme mit Peter Lustig

E

r ist der geborene KŸnstler, denn ãSingen ist meine erste Lebens­ Äußerung Ÿberhaupt,Ò erzÄhlt Kurt Nolze vergnŸgt. ãIch singe wo ich gehe und stehe,Ò so der beliebte Lie­ dermacher, der sich auch als Schau­ spieler einen Namen gemacht hat und am 18. Juli seinen 61. Geburtstag feiert. “Ursprünglich wollte ich ja Opernsänger werden,“ verriet er schelmisch blinzelnd. Aber er studierte Schauspiel in Leipzig und sammelte seine ersten Erfahrungen auf den Brettern, die die Welt bedeuten, im dortigen Studententheater. 1966 kam er wieder in seine Heimatstadt Schwerin und spielte zwei Spielzeiten lang an der Nieder­ deutschen Bühne „Fritz Reuter“. Bis 1980 hatte er seinen festen Platz als Schau­ spieler am Schweriner Staatstheater. Doch den gab er auf, weil er freiberuflich arbeiten wollte. „Damals war ich vom künstlerischen Ehrgeiz zerfressen und fühlte mich durch den Spielplan in meiner Freiheit beschnitten. Außerdem kann man das Eine nur machen, wenn man das Andere läßt“ so resümiert der Perfektionist heute. Die Voraussetzungen für seine Freiberuflichkeit waren nicht schlecht, gewann er doch schon 1977 einen nationalen Chanson-Wettbewerb in Frankfurt/Oder. Und so verabschiedete er sich vom Theater und feierte seitdem mit Chan­ son-Abenden große Erfolge, nicht nur bei Live-Auftritten sondern auch in Rundfunk und Fernsehen. Fünf LP`s produzierte er bis zur Wende, „Doch mit der Wende“, so erzählt er, „brach die ganze Kulturszene zusammen und ich war plötzlich brotlos.“ Beim Ohnsorg-Theater hatte er sich beworben und „musste vorspielen wie ein Anfänger.“ Aber genommen haben sie ihn mit Kußhand. Fünf Jahre stand er dann an der Seite von Heide Kabel in großen und kleinen Rollen auf der Bühne. In der Zwischenzeit etablierte sich die Kul­ turszene zu Hause wieder, es entstanden private und kommunale Kulturträger. „Alex, mein Sohn, hat mir geholfen hier wieder in die Szene einzusteigen,“ sagt er stolz, denn Alex stapfte genau wie sein Bruder Benjamin in die Fußtapfen des Vaters. Alex, der ältere wendete sich als Liedermacher der Musik zu und Benjamin entdeckte die Schauspielerei für sich. „Dabei hatte ich erst Angst“, gesteht der berühmte Papa, „denn wenn man solche

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Sachen machen will, muß man aus der Masse der Durch­ schnittstalente herausragen.“ Dass seine Skepsis unangebracht war, weiß er heute. Beide Söhne haben ihr Können bewiesen und sich einen eigenen Namen erarbeitet. Kurt Nolze selber ist etwas ruhiger geworden. Er fährt nicht mehr so weit weg, bleibt mit seinen Auftritten lieber im Mecklen­burger Raum. „Ich habe 15 Jahre aus dem Koffer gelebt, jetzt wache ich lieber zu Hause auf“, erzählt der Fami­

Was macht eigentlich...

Kurt Nolze (60) Liedermacher und Schauspieler

„...so lange meine Kraft reicht, werde ich singen.“ lienmensch, der jetzt mehr Wert auf Geborgenheit legt und dessen Harmonie­ bedürfnis sich nicht zu­letzt in seinen Liedern widerspiegelt. Er unterhält sich in seinen Liedern gern mit seinem Publikum und spricht dabei viele Themenbereiche an. So eine Millieustudie ist zum Beispiel das Lied „Mutter ward 80“ - eine Familie, die zusammenkommt, um den Geburtstag der Mutter zu feiern, die die Familie immer noch zusammenhält. In „Bruder Immergrün“ erzählt er über einen Baum in seinem Garten, in „Fietes Garten“ über einen Gartenfreund und in „Wo is he denn“ über das erste Enkelkind, über das Gefühl, wenn man Oma oder Opa wird. „Das sind Themen, die mir jetzt einfallen“, sagt der Liedermacher, der seine Lieder seit einem Jahr selber

schreibt und sich dabei auf das Plattdeutsche konzentriert. „Seit einem Jahr, weil ich wohl jetzt erst die nötige Reife dafür habe,“ kokettiert er mit seinem Alter. „Wenn man älter wird, kommt wohl auch eine Art Gelassenheit dazu, eine Art Heiterkeit, ein Augenzwinkern mit dem man die Welt betrachtet.“ Und so nimmt er das Leben mit Humor und singt lustige und lebensbejahende Lieder für ein Publikum ab 30, so schätzt er. „Dann, wenn man schon mal Prügel bekommen hat im Leben und ge­lernt hat, zuzuhören.“ Mittlerweile hat er seine zweite Karriere gestartet, ist wieder in Rundfunk und Fernsehen präsent und vertrat vor kurzem gerade Mecklenburg-Vorpommern 12 Tage lang auf dem Werbeschiff des Landes, auf einer Tour entlang der Donau. In Rente gehen? Diesen Gedanken weist er kopfschüttelnd von sich. „Das geht doch nicht, es gibt so viele Sachen, die man machen kann, und singen kann man auch noch mit 70. Solange meine Kraft reicht, die Leute andert­ halb Stunden lang zu unterhalten, mache ich das. Es ist ein Kraftakt, ja. Es fließt jedesmal viel Schweiß und braucht die ganze Persönlichkeit, aber in Rente gehen, das geht nicht.“ Und dann ist da ja auch gerade die neue CD mit plattdeutschen Liedern in Arbeit. Spätestens zum Ende des Jahres soll die herauskommen, wünscht er sich. Doch mit dem Kopf durch die Wand geht er dafür nicht mehr. „Man weiß ja, was man kann, was möglich ist. Heute mache ich das ohne Selbst­überschätzung und in Ruhe,“ so der ehemalige Heißsporn, dem man allzuviel Be­schaulichkeit auch wieder nicht abnehmen mag, wenn er so schelmisch lächelnd und energiegeladen vor einem sitzt. In seiner Freizeit hat er das Malen für sich entdeckt. „Ich male zwar dilettantisch, aber gern,“ verrät er und wie fast jeder Künstler spielt auch er mit dem Gedanken, seine Memoiren zu schreiben. „Ich habe jetzt mehr Lust am Schreiben, an dieser Form der Mitteilung.“ Doch unabhängig davon, ob wir jemals ein Buch oder ein Bild von ihm in den Händen halten- auf unterhaltsame Chanson-Abende in Schwerin, können wir uns auf jeden Fall freuen.  iw

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hauspost Juni 2000

Deutsche Post

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Kontakte Kundentelefon: 01802 3333 Montag-Freitag von 07.00 – 20.00 Uhr (1 Anruf 12 Pfennig) Geschäftskunden: 01805 5555 (24 Pf/min) Serviceadressen Internet: www.deutschepost.de

Auch in der Ferienzeit ist das Team der Deutschen Post unterwegs.Fotos:dp/stef 

Ein überfüllter Briefkasten muss nicht sein.

Wertvolle Tipps und Infos nicht nur für fernreisende Urlauber

Ferienservice der Deutschen Post Damit Briefe und UrlaubsgrŸße auch in der Ferienzeit pŸnktlich ankommen: Rechtzeitig die Angebote der Deutschen Post nutzen. Der Sommer steht vor der Tür. Viele Schwe­­riner nutzen die Schul­ferien für einen Urlaub in südlichen Gefilden oder verreisen wenigstens innerhalb Deutschlands. Ob nur eine Woche oder länger. Was wird mit der Post im Briefkasten oder der Benachrich­ti­ gung zum Abholen von Sen­dungen, die in der Postfiliale warten? Während bei der Reisebuchung Kurz­ ent­ schlossene dank Last-Minute-Angeboten oft sehr günstig fahren, gilt für die postalischen Reisevor­ bereitun­ gen: Nur wer rechtzeitig plant, kann die (meist kostenlosen) An­ge­­bo­ te der Deutschen Post nutzen. Hier die wich­tigsten Tipps und Fristen, bevor die Ur­l­ aubsvorbereitungen in die Endphase gehen. Nachsendeauftrag: Ihr Nachbar verreist zur gleichen Zeit wie Sie? Keine Angst, Anzeige

ein verstopfter Brief­kasten muss trotzdem nicht sein. Stellen Sie mindestens fünf Tage vor Ihrer Abreise einen Nach­sende­auftrag für Ihre Urlaubs­adresse bei der Deutschen Post. Ent­ sprech­ ende Formu­ lare gibt es in jeder Filiale oder bei Ihrem Briefträger. Sämtliche Briefe und briefähnliche Sen­dungen werden Ihnen dann kostenlos nachgeschickt. Lagerung am Urlaubsort: Wer einen Camping-Urlaub plant, der sollte die Nachsendungen postlagernd beantragen. Schließlich hat ein Zelt keinen Briefkasten! Wer rechtzeitig vor Urlaubsan­ tritt seinen Auftrag ausfüllt und abgibt, der kann Briefe und Karten in der dem Cam­ping­platz nächstgelegenen Filiale abholen. Auch dieser Service der Deutschen Post ist kostenlos. Lager-Service zu Haus: Wer im Urlaub lieber Briefe schreibt als liest oder ohne festes Quartier durch die Lande reist, für den ist der Lager-Service die perfekte Lösung: Maximal zwei Monate lang hebt die

Deutsche Post Briefe, Einwurf-Ein­ schreiben und sogar Zeitungen für Sie auf - vorausgesetzt, diese kommen per Post­versand. Auch beim Lager-Service sollte der Auftrag mindestens fünf Tage vor Ur­ laubs­ beginn abgegeben werden. Nach Ihrer Rück­ kehr können Sie dann ganz bequem Ihre angesammelten Briefe abholen – und in Ruhe schmökern. Plusbrief für Reisende: Wer innerhalb Deutschlands Urlaub macht und die freie Zeit zum Briefeschreiben nutzen möchte, der sollte unbedingt ein Plusbrief-Set im Gepäck haben: Das junge Produkt der Deutschen Post verbindet Umschlag und Porto und erspart Ihnen so den Brief­mar­kenkauf am Urlaubsort bzw. das Mit­neh­men von Marken in ausreichender Zahl. Je nach Wunsch sind Plusbriefe in verschiedenen Formaten erhältlich.

Beratung zu Post­dienst-, Finanz­dienst­leistungen, Versi­che­rungen, Bau­ sparkasse Postfilialen und -agenturen in SN mit Öffnungszeiten von jeweils Mo. - Fr., Sa. Center-Filiale Mecklenburgstr. 4-6 08.00-19.00 09.00-16.00 PostPlus Hamburger Allee 140 09.00-19.00 09.00-14.00 PostPlus Berliner Platz 08.00-18.00 08.00-12.00 PostPlus Lessingstr. 31 09.00-18.30 09.00-13.00 Heinrich Hertz-Ring 2 07.00-20.00 07.00-12.30 Schweriner Str. 34 09.00-12, 14.00-18.00 09.00-11.00 Ziegeleiweg 5 09.00-12.00, 15.0017.30 09.00-11.00 Postagentur Schleswiger Str. 12 08.00-19.00 08.00-14.00 Postagentur Wismarsche Str. 327 08.00-18.00 08.00-12.00 Postagentur Margaretenhof 08.00-20.00 08.00-16.00 Postagentur Sieben-Seen-Center 09.00-20.00 08.00-16.00

Raben Steinfeld

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Fakten Standort •RabenSteinfeld,im Nahverkehrs-bereich der Landes­ hauptstadt Schwerin • einmalige Ver­bin­ dung von Natur, Tradition, Kultur und Entwicklungs­ chancen • ideale Verkehrs­ anbindung: ca. 15 Auto­minuten zum Stadtzentrum, ca. fünf Minuten zur Autobahn (Ham­ burg, Berlin, Ostsee) Lage • am südöstlichen Stadtrand von Schwerin •keingroßesBau­ge­ biet, sondern vier Wohnhäuser auf zwei Nachbargrund­­stücken im Ortskern • ein Platz zum Wohlfühlen inmitten einer gepflegten Guts- und Park­ anlage unmittelbar am Ostufer des Schweriner Sees Guts-Park • 36 Eigentums­woh­ nungen auf einem 6.000 qm Grundstück im Parkcharakter • 2- bis 4-RaumWohnungen, auch über zwei Geschosse, 60 bis 100 qm Wohnfläche • großzügige Terrassen, auch eigene Gärten • modernste Aufzugsanlagen, PKW-Tiefgaragen und Stellplätze •durchStandortund Qualität auch als Kapitalanlage interessant

Raum für Wohnträume: Der Guts-Park vor den Toren Schwerins



Fotos: Guts-Park

Guts-Park Raben Steinfeld

Wohnen im Grünen

Die Traumwohnung mit Seeblick und in­ di­ viduellen Grundrissen Ÿber zwei Ebe­­­nen oder mit Garten, natŸrlich im GrŸ­­nen und trotzdem nicht abgelegen: Eigen­­ tumswohnungen im neuen GutsPark lassen keine WŸnsche offen.

Der Guts-Park in Raben Steinfeld erblüht: Mit dem Sommer zieht auch frisches Grün in das Gebäude­ensem­ble in der Forst­ straße. „Zur Zeit laufen die letzten Arbeiten an den Außenanlagen. Im Parkcharakter werden Bäume und Hecken gepflanzt und Rasen­flächen angelegt“, sagt Dr. Joachim Kadler, einer der Bau­ herren. „Dann ist der Guts-Park vollendet und trägt seinen Na­men zu Recht“, so Kad­ler. Doch nicht nur die Außenanlagen über­zeu­­ gen.  „Eigen­tumswohnungen mit be­son­de­ rem Flair, in höchster Qualität errichtet - für alle, die mehr wollen, als nur ein Dach über dem Kopf“, sagt Immobilien­kauf­mann Tom Schröder. Die Fakten des Guts-Parks bestätigen seine Wertung. Besondere Grund­risse Anzeige

Traumwohnungen mit individuellen Grund­ rissen über zwei Ebenen oder Garten

für ganz reale Wohn­träume auf 60 bis 100 Quadratmetern, auch auf zwei Etagen, dazu beste Ausstattung bis ins Detail - von exklusiven Fliesen bis zur Video­­­­­­­­sprechanlage. Fahrstuhl und Tief­­­­gara­ge gehören im GutsPark zum Stand­ard. Weit über dem Standard ist die Lage der Wohn­ ungen: Keine Neubaussiedlung aus dem Baukasten, sondern ein Ensemble in reiz­voller Natur. Zwischen Wald, Wiesen und dem Schweriner See werden schon die ers­ ten Schritte vor die Tür zu einem er­hol­­­­samen Spa­zier­­­gang. Den Weg zur Traumwohnung im Grünen erklärt Tom Schröder. „Wer zum Beispiel 990 Mark Miete zahlt, könnte stattdessen die eigene Wohnung im Guts-Park finan­ zieren und dabei auch Fördermittel und Steuer­ vorteile nutzen“, rechnet der Kauf­ mann vor. Mit einer Vollgarantie von fünf Jahren sind Käufer im Guts-Park auf der sicheren Seite des Immobilienmarktes. Schau­tag: Jeden Mittwoch von 17 bis 20 Uhr und jeden Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

hauspost Juni 2000

Medizinisches Zentrum

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Schwerins Neurochirurgen gehen neue Wege in der Neuronavigation

Aufgespürt und operiert: Kleinste Tumore in Kopf und Wirbelsäule Seit Herbst vergangenen Jahres verfŸgt die Klinik fŸr Neurochirurgie des Medizinischen Zentrums Schwerin Ÿber ein neues GerÄt zur Neuronavigation. Damit kännen Schwerins Neuro­ chirur­ gen jetzt im Bereich des Kopfes und speziell im Bereich des Gehirns aber auch an der WirbelsÄule noch sicherer und prÄziser operieren. „Mit diesem Gerät gehe ich mit einem erhöhten Maß an Sicherheit in den Operationssaal“, betont Gerd Schibalski (36). Der Facharzt für Neurochirurgie arbeitet seit rund sechs Monaten mit dem neuen System der Neuronavigation. Seit Einführung der neuen Technik wurden am Medizinischen Zentrum Schwerin bislang rund 20 Patienten erfolgreich operiert. Den Schweriner Günter Wietzke brachte eine akute Lähmung im linken Bein in die Neuro­ logie des Klinikums. Auf dem Com­ puter­ tomogramm fanden die Ärzte dann einen etwa kirschgroßen Tumor in der rechten Hirnhälfte. „Ob nun bös- oder gutartig, dieser Tumor verursachte die Lähmungs­ erscheinung im Bein“, so Schibalski. „Mit der Operation wird der Tumor entfernt und seine Dignität, der Grad der Bösartigkeit, untersucht. Durch die Entlastung der Tumor­ umgebung nach der OP kann sich die Lähmung zurückbilden.“ Entfernt wurde der Tumor von Günter Wietzke mit dem neuen System der Neuronavigation. „Mit dieser Technik sind wir wirklich einen weiten Schritt vorangekommen“, betont Gerd Schibalski. Die Funktion des Hightech-Gerätes basiert auf der computergestützten Verarbeitung von Bilddaten. Diese Bilddaten liefert der Computertomograf (CT) oder der Magnet­ resonanztomograf (MRT) - beides Geräte, über die das Schweriner Institut für Röntgen­ diagnostik verfügt. Diese innerhalb der Diagnostik einer Erkrankung angefertigten Bilder werden zu Vorlagen für die Neuro­navigation verarbeitet. Der große Vorteil: mit dem neuen Gerät können sogar kleinste Tumore aufgespürt und operiert werden. Das Prinzip erklärt der Facharzt für Neurochirurgie in Kürze so: „Der Computer des Neuro­ navigationssystems erstellt aus den MRT- und CT-Bildern, die über CD eingespeichert werden, eine dreidimensionale Bildfolge. Innerhalb dieser Bilder kann die Ope­ration (OP) - insbesondere der Zu­gangs­ weg und das Ausmaß - geplant werden. ­ Somit er­ möglicht das neue System, die geplante Operation bereits vorweg am Computer zu simulieren und so auch bereits im Vorfeld auf mögliche Schwie­rigkeiten zu stoßen. Damit lässt sich die eigentliche Operation bedeutend optimieren. Im Operationssaal erfolgt dann die Erstellung

Operation am Hirn: Mit der Neuronavigation wird hier ein kirschgroßer Tumor entfernt

Das CT zeigt es: Günter Wietzke hat einen Tumor in der rechten Hirnhälfte 

Neuronavigation: Kleinste Tumore werden aufgespürt und operiert Fotos: max

des Realbildes des Ope­rations­gebietes mit Hilfe von Marker­ sys­ temen und mehreren Kameras, die über dem OP-Feld angebracht sind. Dieses reale Bild wird über die Mar­ kierungs­­ systeme mit dem Com­ puterbild MRT plus CT - in Übereinstimmung ge­bracht. Die Kameras erfassen somit stets die Tätig­ keiten des Operateurs und spielen die Stellung der Instrumente und die operativen Veränderungen online und dreidimensional in das Computerbild ein.“ Der Arzt hat so die Möglichkeit, beim Operieren zu sehen, wo sich seine Ins­tru­ mente gerade befinden. Der Tumor im Kopf kann schnell lokalisiert und genau operiert werden. Gerd Schibalski dazu: „Der Operateur kann heute Tumore entfernen, die früher kaum oder nur unter Vor­behalt operiert werden konnten.“ Diese Methode kann auch bei Tu­moren im Rückenmarksbereich und bei Eingriffen in die Wirbelsäule zum Beispiel bei Stabi­lisierungs­oder Wir­belkörper­ersatz­ope­ra­tionen ange-

wandt werden. Das Im­plan­tat kann hier mit einem Plus an Sicherheit und Präzision eingesetzt werden. Neben Genauigkeit und Sicherheit, das heißt schnelles Finden des erkrankten Ge­webes, wird mit Hilfe der Neuronavigation auch der Zugangsweg erheblich verkleinert und das ist nicht nur ein Vorteil für den Patien­ten. „Durch Optimierung des Zu­gangs­ we­ges ist es uns möglich, in Re­gionen des Kopfes zu operieren, die vorher nur mit erhöhtem Risiko zugänglich wa­ren.“, erklärt Gerd Schibalski. Im Zuge der Weiterentwicklung der Neuro­ navigation am Schweriner Klinikum wurde zusätzlich ein neues Operations­ mikroskop angeschafft. Dieses ist computertechnisch mit dem Neuro­navigations­sys­tem verbunden. Sein Strahlenfokus sorgt dafür, dass Computerbild und Mikros­ko­p­bild gekoppelt und übereinander gespielt werden.  max

Lexikon Gutartige Tumore bleiben getrennt von anderen Organ­ge­ weben. Sie wachsen nicht in Nachbar­ organe hinein. Bös­artige Tumore hingegen dringen in dieZell­nach­barschaft ein und zerstören sie. Sie verbreiten Krebszellenüberdas Blut oder das Lymphsystem und können an anderen Orten Geschwülste (Metastasen) bilden. Je kleiner der Tumor desto größer die Aus­ sicht auf Heilung. Er sollte immer so rasch wie möglich chirurgisch entfernt werden. Bei einigen bösartigenTumorenwird nach der Zelluntersu­ chung eine ChemooderStrahlentherapie vorgezogen.Gezielte Strahlung hemmt die Teilungs­fähigkeit der erkrankten Zellen. Bei der Computer­ tomo­grafie (CT) wird das Aufnahme­gerät um den Patien­ten herum geführt, um den zu untersuchendenBereichvonallen Seiten zu durchstrahlen. Aus den gemessenen Strahlen­ intensi­täten berechnet ein Com­puter dann ein Bild der durchstrahlten Körper­schicht. Die Magnet-Re­ sonanz-Tomo­grafie auch Kernspinto­mo­ gra­fie liefert Schnitt­ bilder,ohneRöntgen­ strahleneinzusetzen. Hierbei wird ausgewertet, wie sich Körper­­gewebe in einem Magnetfeld unter Hoch­frequenz­ impulsen verhält.

Soziales

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hauspost Juni 2000

Programm In der 4. Woche der Gemein­de­psy­chia-­ trie bietet die Initiativgruppe So­zial­ar-­ beit e.V. ein buntes Pro­gramm mit vielen interessanten Veranstal­tungen. Montag, 19.06.2000, 11.00 Uhr Tag der offenen Tür im Psychosozialen Zentrum Rogahner Str. 2, Eröffnung der 4. Woche der Gemeinde­­psychiatrie

Angebote ANKER Sozialarbeit gGmbH Geschäftsführung Tel. u. Fax: 0385/61 40 15 Tagesstätte ANKER Tel. u. Fax.: 0385/ 61 40 32 Beratungs-, Begegnungs- und Kontaktstätte Tel.: 0385/ 61 40 33 Hilfen zum Wohnen Tel.: 0385/61 19 41 Hilfen zur Arbeit Tel.: 0385/61 19 63 Fax: 0385/61 19 64eistungskoordination Tel. u. Fax: 0385/ 61 73 25 6 Projekt Ge-Zu Tel. u. Fax: 0385/ 61 73 76 6 Möbelbörse ANKER Rogahner Str. 2, 19053 Schwerin Tel. 0385/61 19 61 Bunte Kiste Große Wasserstr. 39 19053 Schwerin Tel.: 0385/58 10 84 9 Tagesstätte Phönix Tel. u. Fax: 0385/3 00 08 13 Hilfen zur Erziehung Tel. u. Fax: 0385/3 92 39 31 Wohnanlage Anker Große Wasserstraße 15/17 Tel.: 0385/59 11 10 Therapeutische WG Große Wasserstr. 16 Klub „Quer“ Karl-Liebknecht-Platz 5

Dienstag, 20.06.2000, 14.00 Uhr Ausstellungseröffnung „Traum und Albtraum“ im Stadthaus am Packhof

Möbelbörse „Anker“: Eins von vielen Projekten für psychisch Kranke

Foto: td

10 Jahre Initiativgruppe Sozialarbeit e.V.

Vorurteile abbauen Seit 10 Jahren arbeitet die Initiativ­ gruppe Sozialarbeit e.V. erfolgreich in Schwerin. Ihre Entwicklung und aktuellen Angebote ihrer gemeinnŸtzigen GmbH will sie in der 4. Woche der Ge­mein­de­psychiatrie vom 19. Juni bis ­30. Juni vorstellen. Unter dem Motto „Leben in zwei Welten“ wird die Initiativgruppe Sozial­ar­ beit e.V. in den Wochen der Gemei­nde­ psychiatrie zahlreiche Veranstal­tungen an verschiedenen Orten durchführen. Mit dabei sind eine Ausstellung im Stadthaus, Lesungen und Diskussionen im SchleswigHolstein Haus und Tage der offenen Tür in zahlreichen Einrichtungen. Schirmherr der Aktion ist Innenminister Dr. Gottfried Timm. Die Veranstaltungen sollen die vielseitige Arbeit und Ziele des Vereins darstellen und den Schwerinern nahe bringen. Dazu ge­hört auch, dass die Veranstalter versuchen, Vorurteile gegenüber psychisch Kran­ken, Berührungsängste und Fehlinfor­ ma­ tionen abzubauen. Außerdem wollen sie auf die Belange der betroffenen Personenkreise auf­merksam machen und

Angehörige, Freunde und helfende Berufs­ gruppen sen­si­bi­lisieren. Nach der politischen Wende 1990 ge­grün­ det, hat es sich die Initiativgruppe ­ So­zialarbeit e.V. zur Aufgabe gemacht, für psychisch Kranke und Behinderte eine optimale Versorgungslandschaft in Schwe­ rin fern der ehemaligen Großein­richtungen auf­­­zubauen. Und das soziale Engagement der Gründer und Mitarbeiter trägt mittlerweile reife Früchte. In der Rogahner Straße 2 und zahlreichen Außeneinrichtungen be­gleiten sie psychisch Kranke bei der Frei­ zeit­ gestaltung, selbständigem Wohnen, bei der Kinderer­ ziehung, Suche nach Selbsthil­ fegruppen und Rehabilitation für den Ar­beitsmarkt (weitere Angebote siehe Rand­spalte). In der 4. Woche der Gemeindepsychiatrie soll nicht nur der Beweis dafür erbracht werden, was durch Mut, Hoff­nung,­Ein­satz und Beharrlichkeit in der sozialen Arbeit möglich ist. Es soll in erster Linie zur weiteren Pflege und Kraft­an­streng­­ung ge­ mahnt werden, um auch weiterhin bedürf­ti­gen Menschen genügend Hilfe und Be­treu­ung zukommen zu lassen.

Mittwoch, 21.06.2000 Großes Vereinsfest „10 Jahre Initiativ­gruppe Sozialarbeit“ im Thalia Donnerstag, 22.06.2000, 16.30 Uhr Die Selbsthilfegruppe der Angehörigen psychisch Kranker stellt sich vor. Montag, 26.06.2000, 17.00 Uhr Buchlesung „Auf den Spuren des Morgensterns“ Psychose als Selbst­­hilfe mit Dorothea Buck im Schleswig-Holstein-Haus Dienstag, 27.06.2000, 17.00 Uhr Podiumsdiskussion im SchleswigHolstein-Haus unter dem Motto: „Gemeindepsychiatrie - eine kommunalpolitische Aufgabe?“ und Tag der offenen Tür in der Wohnanlage „ANKER“ Mittwoch, 28.06.2000, 15 bis 17 Uhr, Lesertelefon der SVZ: „Wenn die Kinderseele krank ist...“ Donnerstag, 29.06.2000, 11.00 Uhr Tag der offenen Tür in der Tagesstätte PHÖNIX und „Hilfen zur Erziehung“ im Haus der Begegnungen in der Perleberger Straße 22 Alle interessierten Bürger sind herzlich eingeladen. Nähere Informationen zum Programm: 0385 / 61 40 15

Lokales

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Service

Rolf Bandow: Zerlegen ist auch Feinarbeit

Demontagehalle in der alten Kaserne

Eckhard Rügen: Experte für Elektrogeräte

Zentraler Recyclinghof Schwerin arbeitet nach der Maxime:

Dem Schweriner alles abnehmen

Kaputte Fernseher, schrottreife Fahr­ rÄder, abgelaufene Tabletten oder alte Farbdosen - beim Zentralen Recycling­ hof Schwerin gibt es nichts, was man nicht entsorgen kann. Vieles sogar zum Null­­tarif. Und garantiert umweltschonend.

In der großen Halle an der Ludwigsluster Chaussee, im ehemaligen Kasernen­gebäu­ de, herrscht um die Mittagszeit emsiges Treiben. High-Tech-Geräte werden in Em­pfang genommen, Herde transportiert. Die SAS rollt an, um Sperrmüll abzuholen. Auf dem Hof, sauber verpackt, türmen sich die Wertstoffberge. „Unsere Maxime ist: Wir nehmen dem Bürger alles ab“, sagt Geschäftsführer Eckhard Kersten nicht ohne Stolz. Für den Schweriner bedeutet das: Mit allem, was nicht in seine Hausmüll­tonne wandern kann oder darf, fährt er am besten zum Recyclinghof. Also auch mit abgewohnten Möbeln, leergetrunkenen

Flaschen oder Altreifen. „Hier zerlegen wir dann den angelieferten Müll in seine einzelnen Wertstoff-Bestandteile“, erklärt Kersten. Firmen, die für die Weiterver­ arbeitung zu­ ständig sind, holen die Einzel­ teile im re­ge­l­mäß­igen Turnus vom Hof. „Die SAS zum Beispiel kommt dreimal am Tag“, sagt der Geschäftsführer. Wenn waschechte Schweriner selbst an­lie­fern, über­nimmt die Stadt den größten Teil der Kosten für das Recycling. Die Mittel dafür bezieht sie aus den Müll­ gebühren der Ver­­mieter. Und die legen das als Be­ triebs­ kos­ ten auf die Mieter um, erklärt Ker­sten den Finan­zierungs-Weg. Für Elektro­geräte und große Möbel be­rechnet die An­ nahme­ stelle noch einmal fünf bis zehn Mark pro Stück. „Das ist aber eher ein mo­ra­­lischer Preis“, sagt Kersten. Denn einen Fern­seher fachgerecht zu zerlegen, kostet insgesamt mehr als 30 Mark. Aber nicht alles wird vom Recyclinghof an Ent­ sorgungsfirmen weitergegeben. In

Stern-Buchholz kann man nämlich nicht nur Altes abgeben, sondern auch Repa­rier­ tes kaufen. Besonders begehrt zur heißen Jahreszeit: Fahrräder. Die sind nach dem Motto „aus vielen mach eins“ in der Halle zusammengebaut worden und stehen für einen Schnäpp­ chenpreis zum Verkauf. Auch Herde, Lampen, Fernseher, Stepper und sogar Com­puter sind in dem kleinen Laden gleich bei der Annahmestelle günstig zu bekommen. „Mit dem, was wir im Jahr dadurch einnehmen, finanzieren wir hier zwei Arbeitsplätze“, sagt Eckhard Kersten. 35 festangestellte Mitarbeiter beschäftigt der Zentrale Recyclinghof in Stern-Buchholz und seinen drei weiteren Annahmestellen im Schweriner Stadtgebiet. Manchmal findet sich im vermeintlichen Müll auch eine echte Kostbarkeit. Man muss eben nur genau hinschauen und sich aus­kennen. Kersten: „Wir haben schon viele Näh- und Schreibmaschinen von hier aus ans Technische Landes­mu­se­ um weitergegeben.“ mrh

Vier Annahmestellen in der Stadt, mobiler Abholservice und Schadstoffmobil

Wertstoffentsorgung sehr bequem gemacht 1991 wurde der Trägerverein Planung und Technik Schwerin e.V. als Beschäf­ tigungsgesellschaft gegründet. 1992 spezialisierte sie sich auf „umweltschonende Wertstoffverwertung“ und eröffnete die erste Annahmestelle in Lankow. Heute gibt es derer vier. Außer in Lankow noch auf dem Dreesch und in der Zentrale in Stern Buchholz. Die letzte wurde 1997 hinter dem Sieben-Seen-Center eröffnet. Wer seine Wertstoffe nicht selbst anliefern kann, der sollte den Abholservice des Recyclinghofes in Anspruch nehmen. Der Trans­portpreis ist gering und bezieht sich jeweils auf eine ganze Fuhre. Auch das Schadstoffmobil wird in diesem Sommer wieder an vielen verschiedenen Punkten Halt machen. Hier können Son­der­ abfälle kostenlos abgegeben werden. Der Schredderservice zerlegt schnell und fachgerecht Gehölz und Heckenschnitt im eigenen Garten. Rund vier Kubikmeter in der Stunde für knapp 52 Mark.  mrh

Annahmestellen Ludwigsluster Chaussee 53 Öffnungszeiten Montag - Freitag 8.00 - 16.45 Uhr Telefon (0385) 39514-10 Cottbuser Straße Öffnungszeiten Montag - Freitag 9.00 - 19.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 Uhr Telefon (0385) 3978066 Edgar-Bennert-Str. Öffnungszeiten Montag - Freitag 9.00 - 19.00 Uhr Samstag 8.00 - 13.00 Uhr Telefon (0385) 4864024 Sieben-Seen-Center Öffnungszeiten Montag - Freitag 8.30 - 17.30 Uhr Samstag 8.00 - 12.00 Uhr Telefon (0171) 3304173 Abholservice Montag - Freitag 8.00 - 15.00 Uhr Schredderservice, Gehölz- und Heckenschnitt Telefon (0385) 39514-10 (0385) 39514-12 Geschäftsstelle Ludwigsluster Chaussee 53 Telefon (0385) 39514-0 Fax (0385) 3951420

Seit drei Jahren ist die Annahmestelle am Sieben-Seen-Center in Betrieb.

Fotos: mrh

Sommer-Service

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hauspost Juni 2000

Jubiläumstipps

Große Tombola Pünktlich zum Sommeranfang und gleichzeitig zum zehnjährigen Jubiläum lädt Geschäfts­inhaber Wilfried Göllner alle Holzliebhaber zum Überraschungsfest nach Groß Niendorf ein. Auf dem Ausstel­lungsgelände der Ideal-­ Holz-Zentrale für Mecklen­burg-Vorpommern und Berlin wird am 1. Juli von 10 bis 16 Uhr ein Volksfest starten. Zu sehen sind aber nicht nur hochwertige Carports, Pergolen, Zäune, Gerätehäuser oder Spielgeräte für Haus und Garten. Es wird auch ausgelassen gefeiert: Musik, Bier vom Fass und natürlich zünftige Bewirtung sind Programm. Prominente Gäste und Kunden werden außerdem erwartet. Tolle Preise Für alle Gäste startet an diesem Tag eine große Tombola mit über 100 Preisen aus Holz, versteht sich. Darunter Carports, Geräte­ häuser, Pergolen u.v.m. aus dem Ideal-Holz-Programm. „Diese Feier ist ein großes Danke­schön an unsere zahlreichen treuen Kunden“, sagt Wilfried Göllner. „Und natür­ lich eine Einladung an alle Interes­senten für Ideal-Holz-Produkte. Wir werden auch am 1. Juli einige Neuheiten präsentieren und beratend zur Verfügung stehen.“ Qualität seit 10 Jahren Reiht man die Holzlastzüge an­ein­­ander, die das Ideal-Holz-Gelände in Groß Niendorf seit 1990 verlassen haben, ergibt das ei­ne Länge von über 40 Kilometern. Seit zehn Jahren gehört der Holzfach­markt zu den größ­­ten in Mecklen­burg. Über 30 Partner betreuen „IdealHolz-Kunden“ bis nach Berlin und Brandenburg. Die Wurzeln von Göllners Karrie­re liegen im Wernigeroder Wald. Dort schnitzte der vierjäh­rige Wil­fried mit seinem Großvater bereits Flöten und Trillerpfeifen aus Holz. Später probiert er sich dann im Tischlern und Drechseln aus. 1977 legte Göllner jedoch den Hobel aus der Hand: Nach einem Arbeitsunfall hält er sich bis 1990 nur noch an stabilen Krücken fest. Erst nach der Wende kommt Wil­fried Göllner wieder auf die Beine. Kurz darauf schlägt er erneut den Holzweg ein, er trifft in Hamburg seine künftigen Geschäftspartner. Über 1000 Carportmodelle sind seitdem am Zeichentisch entstanden. Und auch zahlreiche andere Produkte rollten vom Hof zu den Kunden. Hochwertige Lieferanten liefern das druckimprägnierte Holz. In der hauseigenen Werkstatt werden individuelle Wünsche umgesetzt, damit es paßt. Deshalb sind seine Kunden zufrieden. Auch die Wurzeln seiner Kar­riere hat er immer fest im Blick: „Wenn ich gestresst bin, spaziere ich einfach durch den Wald.” Sein Lieb­lings­ge­hölz steht allerdings im eigenen Garten: die kanadi­sche Rot­ze­der.

Zippendorfer Promenade zum Baden freigegeben

Super-Strandwetter In den vergangen Wochen hatte die DRK-Wasserwacht wieder alle HÄnde voll zu tun. Noch vor offiziellem Som­mer­an­fang stŸrmten die ersten ãStrand­­lÄuferÒ aus der gan­ zen Stadt an den Schweriner See, um sich im feinen Sand zu aalen und die kŸhle Erfrischung im See zu genießen.

Also mußten die 60 Rettungs­ schwim­ mer von Zippendorf etwas früher als geplant Hand anlegen und den 1,7 Kilometer langen Strand zum 15. Mai auf Vordermann bringen. Cola-Do­ sen, Eisbecher, Ziga­retten­stum­mel und an­derer

Müll wurden beseitigt, das Seeufer im Badebereich nach Scher­ ben und Unrat abgetaucht, Bänke und Rabatten in Ord­nung gebracht. „Hier läßt es sich aushalten“, schwärmt Angelika Palmen­berg (32) aus Schwerin. Sie erwartet wie viele Schwe­ riner wieder tolle Partys an Deutsch­ lands einzigen Binnenseestrand dieser Größe. Beach­partys, Volleyballturniere und OpenAir-Ver­anstal­tungen stehen auf dem Programm, so die Stadtverwal­ter. Außerdem soll dem niederdeutschen Dich­ter Rudolf Tarnow zu Ehren eine Gedenktafel an der Flaniermeile eingelassen werden. Ein schöner An­ fang für eine Art Hollywood-Boulevard im deutschen Norden, den man getrost auf den Sommerterrassen genießen kann.  wa

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Das Volksfest



am 1. Juli in Groß Niendorf.

Immer gut Holz. Seit 10 Jahren.

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Sohn Matthias und Wilfried Göllner: „Der persönliche Kontakt ist uns wichtig.“

Qualität prägt sich ein. IDEAL-HOLZFACHMARKT Wilfried Göllner GmbH Ruester-Siedlung 2 19374 Groß Niendorf (Kreis Parchim zwischen Crivitz und Goldberg) Telefon 038 723 - 80 691 Fax 038 723 - 80 694

hauspost Juni 2000

Sommer-Service Maren RamŸnke-Hoefer (Foto) Was an ich Schwerin so besonders liebe: Ich wohne mitten in der Stadt und kann trotzdem spontan die Räder satteln und mit meinen kleinen Töchtern schnell mal eben zum Picknicken fahren. In den Schlosspark zum Beispiel oder an den Zippendorfer Strand. Im Picknickkorb sind immer frische Waffeln, Obst, Brezeln, keinesfalls irgendetwas Klebrig-Süßes. Das lockt nur Wespen und Ameisen an. Zu trinken gibt es deshalb auch leider nur Mineralwasser. Sonnen­ creme und Insektensalbe sind natürlich immer dabei.

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Picknicktipps

Ausflug ins Grüne

Michael Dohse (Foto) Für mich ist ein Picknick am See Stau im Feierabendverkehr, den ganzen Tag oder auf einer großen Wiese erst wirklich schön. Die­se Fast-Food und der Allerwerteste ist bereits mit Bedingungen gibt es hier am Ufer des Schwe­riner See`s dem Bürostuhl verwachsen. Da hilft nur eins: in der Nähe von Wickendorf. Eine leich­te Brise in der raus ins Grüne zum Picknicken. Im Mai hat uns Nase und die Sonne auf dem Bauch - das ist einfach Petrus dafür schon die besten Voraussetzungen herrlich. Frisbyscheibe und Volleyball sind dabei be­ schert, und auch für Juni sind sonnige Tage angekündigt. In puncto Picknickplätze haben es im­mer angesagt. Nach etwas sportlicher Betä­ti­gung die Schwe­ riner wieder einmal besser als die schmeckt das Es­sen doppelt so gut. Berliner oder Leute aus dem Ruhrpott. Denn sie haben die traumhaftesten Plätze und viel Wasser gleich vor der Haustür. Auch Fa­ milie Katt (Foto Heike Homp (Foto) Einer meiner Picknickorte unten) hatte es nicht weit zu ihrem Lieb­lings­platz am ist Adebars Näs, eine kleine Halbinsel die über Gottmannsförder See. Wo hauspost-Re­dakteure am einen Trampelpfad vom Franzosenweg zu erreiliebsten die Beine baumeln lassen, Obst naschen und chen ist. Von hier aus hat man einen wundermanchmal auch über The­men für die nächste Ausgabe schönen Blick über den Schweriner See auf die Stadt. Mit dabei sind natürlich immer Ka­mera und ein gutes Buch. Zu schlemmen gibt´s meistens Tomate mit Mozzarella und Melone. Torsten Drefahl (Foto) Picknick verboten! Von meinem „Lieblingsplatz“ am Ziegel­au­ ßen­­­see gleich hinter Medewege wurde ich ver­­­­trieben. „Natur­schutz, hier brüten Gän­ se“, so die freund­­liche Information der Or­­­d­ nungs­­­hü­ter. Gänse habe ich hier noch nicht ge­­­sehen - zu­mindest keine gefiederten. Da­für steppt hier jedes Wochenende der Bär.

Stefanie von der Heide (Foto) Ich find´ die Wiese beim Marstallufer total schön. Da kommt man schnell hin, ist direkt am Wasser und kann die Segelboote sehen. Immer da­ bei: meine „Lomo“- Kamera, manchmal auch ein Buch. Im Moment lese ich „Die Säulen der Erde“ von Ken Follet. Das ist zwar ein dicker Schinken, aber super spannend. Anzeige

Nach dem Baden im Internet surfen!

nachdenken, verraten sie in dieser Ausgabe.

Leckeres für Unterwegs

Mozzarella - Sandwich Zutaten für vier Personen: - 8 Scheiben Vollkorntoast oder Weizentoast - vier große Fleischtomaten - 400 Gramm italienischen Mozzarella - 3 Eier, 3 Esslöffel fettarme Milch - etwas Mehl - 2 bis 3 Esslöffel Olivenöl - Pfeffer, Salz, Zucker zum Abschmecken

Die enthäuteten und entkernten Tomaten in feine Wür­ fel schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen. Eine Toastscheibe mit Mozzarella belegen und das To­ ma­ tenfleisch dazugeben. Toastscheibe oben­auf legen und leicht festdrücken. Eier und Milch verrühren. Das Sandwich in Zu den interessanten Immobilienangeboten unserer Kunden: Mehl wenden und von beiden Sei­ten in Eierwww.wohnen-in-schwerin.de +++ www. vr-immo.de +++ Milch-Mi­schung baden. Das Gan­ze in einer beschichteten Pfanne mit Olivenöl - etwa drei www.immobilien-sn.de +++ www.wohnen-in-hagenow.de bis vier Minuten von je­der Seite - braten. Das fertige Tomaten-Mozzarella-Sandwich diagonal teilen, in eine Pa­ pierserviette [email protected] - Online publishing & Grafikdesign GmbH einschlagen und beim Pick­ nick genieLübecker Straße 126 19059 Schwerin Fon 0385 - 760 52 0 Fax 0385 - 760 52 60 ßen. E-Mail: [email protected] www.maxpress.de/einsatz (Quelle: Rainer Sass)

Kreuzworträtsel

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hauspost Juni 2000

Impressum Herausgeber

maxpress GmbH Lübecker Str. 126 19059 Schwerin

edaktionsleitung

Holger Herrmann (V.i.S.P.) Torsten Drefahl (td) Telefon 0385/ 760 52 52 Fax 0385/ 760 52 60 [email protected]

Redaktion

Stefanie v. d. Heide (stef) Cornelia Helms (ch) Iris Weiß (iw) Maren Ramünke-Höfer (mrh) Michael Dohse (md)

Fotos

Ltg: Heike Homp (max) Iris Weiß (iw) Torsten Drefahl (td) Stefanie v. d. Heide (stef) Maren Ramünke-Höfer (mrh) Michael Dohse (md)

Satz

Einsatz GmbH Andreas Vogt (Druck) Mathias Mohr (Internet) Lübecker Straße 126 19059 Schwerin

Druck

c/w Obotritendruck Nikolaus-Otto-Straße 18 19061 Schwerin

Anzeigenleitung

Läsung Mai

André Kühn Telefon 0385/ 760 52 52 Fax 0385/ 760 52 60 Anzeigenliste Nr. 2.

Alle Info´s auch im Internet: www.hauspost.de

Auflage

Die nächste hauspost erscheint am 30. Juni 2000

62.000 Stück

Vertrieb

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